Auf
dem Bild sehen Sie links den Leiter der Bambini-Abteilung (U50) der
Uralt-Ultras und Sicherheitsbeauftragten
"HDKRWE ", sowie rechts den Geschäftsführer und Justiziar "Pottwahl"
in einer heißen Diskussion.

Selbstporträt
des Mitglieds HDKRWE
Da
sich die Gründungsmitglieder des Uralt-Ultras-Fanclubs aus Usern
des Reviersportforums rekrutieren, laufe ich hier auch unter meinem
Forumspseudonym HDKRWE. Der Name wiederum setzt sich zusammen aus
meinen Initialen und denen (unschwer zu erkennen) meines Leib- und
Magenvereines.
Wenn
ich jetzt darauf hinweise, dass ich trotz allem allgemein nur MANNI
genannt werde, dürfte das bei manchem Leser Irritationen auslösen
(von wegen der Initialen), was ich aber hier nicht ändern kann und
auch nicht will, denn die Entstehung des Namens MANNI ist ein Relikt
aus frühester Kindheit. (Dazu nur so viel; MANNI kommt nicht von
Manfred). Jahrgangsmäßig bin ich ein guter alter 59er und von daher
(mangels einer Alternative) in die Position des Leiters der imaginären
Bambini-Abteilung im Fan-Club gerutscht……. 
Einen
besseren Platz für die Gründung der Uralt-Utras als die Kneipe von
„Ente“ Lippens, konnte es natürlich für mich nicht geben,
weil ich Ente zu seiner aktiven Zeit wie einen Gott verehrt habe.
Dass ich ihn am Gründungstag (27.04.2007) persönlich kennen lernen
durfte, war ohne Übertreibung ein bewegendes Highlight für mich.
Die an diesem Abend von mir geäußerte feste Absicht, meine von Ente
geschüttelte Hand nie mehr waschen zu wollen, konnte ich allerdings
dann doch nicht in die Tat umsetzen….
Erstmalig
in Kontakt mit dem rot-weißen Virus bin ich als 7jähriger im Jahre
1966 gekommen. Nach dem ersten Bundesligaaufstieg, den ich damals
(schäm) gar nicht mitbekommen habe, hatten sich mehrere größere
Jungs aus der Nachbarschaft ihre Fahrräder rot-weiß lackiert. Für
einen 7jährigen war damals ein Fahrrad so etwas wie heute ein Ferrari
für einen Erwachsenen und ich war mächtig beeindruckt.
Endgültig
infiziert wurde ich im Frühjahr 1971 als der damalige Wirt von Vaters
Stammkneipe (ein RWE-Verrückter, der leider sein bester Kunde war
und sich später tot gesoffen hat) uns zum Spiel gegen Hertha BSC
mitgenommen hat. Vor dem Spiel von Papa eine Fahne erbettelt und
dann ab auf die damals noch existierende Stahlrohrtribüne vor der
Haupttribüne. 0:3 haben die Roten vergeigt, aber die Atmosphäre
im Stadion und dabei insbesondere die Stimmung und das rot-weiße
Fahnenmeer in der Westkurve hatten mich gepackt und für immer und
ewig an diesen Verein gebunden.
Die
Bezeichnung „Liebe auf den ersten Blick“ passt hier
wohl ganz gut, denn es hatte mich voll erwischt und bis heute hat
sich daran nichts geändert. Meine Frau hat manchmal die Befürchtung,
dass RWE mir wichtiger als sie ist. (Darf ihr gar nicht sagen, dass
das phasenweise wirklich so ist.   ).
Aber sie ist natürlich auch RWE-lerin und hat (meistens) vollstes
Verständnis für meine manchmal krankhafte Hingabe an diesen Verein.
Mein
zweites RWE-Spiel habe ich dann schon aus der Westkurve verfolgt.
Wieder mit meinem Vater, der von diesem Platz weniger begeistert
war. Es war das vorentscheidende Spiel im Abstiegskampf gegen Offenbach
und wurde mit 2:3 auch verloren. Erste Tränensturzbäche der Trauer
und Enttäuschung waren die Folge, denen noch etliche folgen sollten.
Da mein Vater gegen den RWE-Virus weitestgehend resistent geblieben
ist, durfte ich in der Folgezeit die Spiele alleine besuchen. Erst
nur die Heim- und in den Folgejahren auch diverse Auswärtsspiele.
Bevor ich jetzt in einen Monolog über meine rot-weiße Fankarriere
verfalle, höre ich hier lieber auf. Jeder echte Rote wird nur zu
gut wissen, welche Höhen und (leider verdammt viele) Tiefen ich
in diesen jetzt 36 Jahren durchlebt habe…..
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Selbstporträt des Mitglieds Pottwahl
In einem Artikel über die Tücken der Erinnerung
habe ich kürzlich gelesen, dass sich der Mensch manchmal unbewusst
aus den unterschiedlichsten Gründen außergewöhnliche Teile zu
seiner Vergangenheit hinzu erfindet, sodass manche sogar von Ballonfahrten
erzählen sollen, die in Wirklichkeit nie stattgefunden haben.
Im Fall meiner eigenen RWE-Fan-Geschichte bin ich
mir aber relativ sicher, dass mein erstes selbst erlebtes Spiel
(animiert durch einen Schulkollegen) das 3:0 gegen Schweinfurt05
in der ersten Aufstiegsrunde 1965/66 war. Begeistert nahm ich
daraufhin im nächsten Heimspiel gegen Pauli meinen Papa mit zur
Hafenstraße, der mich, obwohl er eigentlich ein echter Malocher
war, als Kind häufiger mit zu den Schwarz-Weißen am "Uhlenkrug"
geschleppt hatte. RWE verlor zwar 0:1 - nach meiner Interpretation
damals aufgrund der Anwesenheit meines Papas (beim späteren 0:1
gegen den MSV war er auch dabei; danach habe ich ihm Stadionverbot
erteilt !) -, stieg aber trotzdem auf. Und so hatte ich, kaum
Fan geworden, bereits mit 13 Jahren das große Glück, Willi, Hase,
Kik und Co. gleich in ihrer ersten Bundesliga-Saison bewundern
zu dürfen, u.a. mit einem tollen 4:1 gegen S04 und einem 3:1 gegen
die favorisierte Maier-Beckenbauer-Müller-Fraktion. Der mächtige
Virus RWE hatte ungemein schnell von mir Besitz ergriffen.
Mutti färbte ein Bettlaken rot, nähte ein weißes darunter. Papa
befestigte es kunstfertig an einer großen Bambusstange, ans obere
Ende pflanzte ich selbst den Teufelskopf aus dem Kasperle-Theater
der Kindertage. Dazu Fanfare in der Hand und Onkels alten Seidenschal
um die langhaarige Stirn gewickelt: aus mir war ein echter Westkurven-Apache
geworden.
Es folgten bewegende Jahre mit unzähligen persönlichen Highlights
wie dem herausragenden 3:3 im Aufstiegsspiel 68/69 an der Bremer
Brücke in Osnabrück, meinem erster Betzenbergbesuch beim 0:0 69/70
gegen Kaiserlautern oder dem legendären 6:3-Sieg 73/74 gegen Frankfurt.
Dann aber kam eine längere Phase des wachsenden Desinteresses
am Fußball insgesamt, vielleicht auch bedingt durch eine gewisse
akademische Arroganz während der Studienjahre. Schließlich verließ
ich meine Heimatstadt Essen, ging später für einige Jahre ins
Ausland und warf nur noch hin und wieder in Zeitungen einen Blick
auf den jeweiligen Tabellenstand meines einstmals so geliebten
RWE.
Älter werdend und mittlerweile wieder nach Deutschland zurückgekehrt,
entdeckte ich dann in Berlin lebend beim Pokalspiel gegen Jena
und dem Endspiel gegen Bremen vor dem Fernseher erstmals die verschütteten
Gefühle wieder. Immerhin studierte ich in der Folge dann doch
mehr oder minder regelmäßig Spielberichte und Tabellen, freute
mich irgendwann über Angelo Viers Tore oder die wichtigen Siege
gegen Adler Osterfeld.
Wirklich zurück gefunden in den Essener Hafen habe ich letztlich
aber über die Wiederbelebung einer alten Freundschaft in meiner
Heimatstadt sowie häufigere Besuche bei den Eltern in Mülheim.
Gegen die Ost-Rot-Weißen aus Erfurt saß ich plötzlich nach über
25 Jahren wieder im guten alten Georg-Melches-Stadion. Zwar war
ich vom Anblick der nicht mehr existierenden Westkurve reichlich
erschüttert, und zudem schwer enttäuscht von der Spielweise der
neuen Aufstiegshelden. Aber RWE hatte mich endgültig wieder und
ich habe seitdem wieder RWE. Und das wird dieses Mal sicher bis
zum Schluss so bleiben...
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Selbstporträt
des Mitglieds Happo

Mein bürgerlicher Name ist nicht von ungefähr Helmut, Jahrgang
54, im Oktober geboren.
Deutschland Weltmeister, Siegtor durch "Boss" Helmut Rahn. Alles
klar ?!
Ich kann mich beim besten Willen nicht mehr an mein erstes RWE Spiel
erinnern. War auf jeden Fall 1.Bundesliga. Ja, tatsächlich, Rot-Weiss
war Erstligist.
Kaum zu glauben.
Beeindruckt war ich von der Atmosphäre an der Hafenstraße. Schräge
Typen, Schreihälse und Krakeler. Aber auch schon damals gab es Motzkis.
Und Kaugummi mit Torgeschmack., Kokusnüsse, Sirenenwilli, Morschi
und die Westkurve. Das Feeling hat mich bis zum heutigen Tag nicht
mehr losgelassen.
"Zick Zack Zick, Werner Kick."
"Hermann fausten"
Asbach Nobby,
Rot-Weiss wurde als kleinste Weinkellerei bezeichnet. Ein Weinberg
und 10 Flaschen....
Und natürlich Ente Lippens. So eine Art Fußballer fehlt heutzutage.
Aber ich will gar nicht in Erinnerungen schwelgen. Auf und Abs gabs
ja mehr als genug.
Wie oft habe ich diesen Verein verwünscht, wollte nie mehr hingehen
usw.
Und nun, gut 40 Jahre später, dackel ich nach wie vor jedes Heimspiel
zur Kultstätte im Essener Norden.
Egal welche Liga, dieser Verein bleibt immer meine große Liebe.
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