Uralt-Ultras Rot-Weiss Essen

 

Hier sagen die Uralt-Ultras ihre Meinung,
unabgesprochen und eigenverantwortlich.


Westfalia Rhynern gegen Rot-Weiss Essen - Kommentar von Happo

05.September 2010:

Bei herrlichem Sonnenschein machten unsere Youngster vor gut 2000 überwiegend Essener Fans da weiter, wo sie gegen Schermbeck aufgehört hatten. Offensiv, spielfreudig und mit einer Menge Selbstvertrauen.

Bezeichnend aber auch, daß der Führungstreffer durch Timo Brauer durch ein Freistoßtor 25,Minute) fiel. Egal, die Freude war groß , aber kurz. Denn bereits 2 Minuten später hieß es 1:1. Der Kopfballtreffer durch Nahsen war unhaltbar, hätte aber niemals fallen dürfen.

Auch die erneute Führung durch wiederum Timo Brauer (zweifelhafter Foulelfmeter, sorry) brachte keine Ruhe in das Spiel der Essener. Nur 1 Minute später sorgte Dotor Ledo mit ein harten Schuß für den Ausgleich. Erneut wurden Schwächen im Defensivverhalten deutlich.

Trotzdem, die Mannschaft besitzt ein Kämpferherz und versuchte irgendwie noch den Sieg herauszuholen. Leider auch mit Flugeinlagen im Strafraum. Sowas hat sie nicht nötig. Auch wenn der Schiedsrichter mehr als schwach war, einen weiteren Elfmeter hat er meiner Meinung zu Recht nicht gegeben.

Rhynern hat gar nicht übel gespielt. Mit dem Ergebnis muß ich zufrieden sein. Mit dem Spiel an sich bin ich es diesmal nicht.

Ich habe mich heute bereits dabei ertappt, vielleicht doch zuviel zu erwarten. Waldemar Wrobel wird sicherlich versuchen, die Konzentrationsschwächen der Mannschaft abzustellen. So leichtfertig darf auch eine junge Truppe sich nicht um den Lohn ihrer Arbeit bringen.

Ich bin felsenfest davon überzeugt, daß wir uns schon am Freitag davon überzeugen können.

In diesem Sinne,

euer Happo


Wöchentliche Wasserstandsmeldung Aufkleber

04.September 2010:

Dank Steffies Geburtstagsgästen befinden sich aktuell 63€ in der Kleberkasse. Das läßt hoffen !

puppi

 


Info zur Aukleber-Aktion

31.August 2010:

So Leute, jetzt ist das Angesammelte investiert.

Gekauft wurden 10 "ermäßigte" Dauerkarten und 2 "Vollzahler" für die Ost-Tribüne.
Dadurch soll sozial Benachteiligten und/oder behinderten MitbürgerInnen ein Besuch zu einem Heimspiel ermöglicht werden. Organisiert werden diese Events, wie es so blöd in Neudeutsch heißt , von den Mitarbeitern des AWO-Fan-Projektes. Herzlichen Dank für die tolle Unterstützung !

Ein Dankeschön von Herrn Jamro von der RWE-Geschäftsstelle gebe ich hier gerne an alle UnterstützerInnen der Aufkleber-Aktion weiter!

Wir hoffen, ihr seid mit dem Verwendungszweck der Spenden einverstanden. So kann RWE das komplette Geld behalten und dazu habt ihr noch eine "Gute Tat" vollbracht. !

Die Uralt-Ultras sind stolz auf euch !

Aber es geht ja noch weiter. Schließlich sind 6€ "über", dazu kamen heute von einem farblich Fehlgeleiteten weitere 5€ hinzu. Will heißen, wir haben bereits 11€ frisches Geld in unser aller Spendenkasse !

Nur der RWE !


Info zur Aukleber-Aktion UPDATE

02.September 2010:

Und wieder ist eine neue Lieferung eingetroffen. Diesmal sind die Aufkleber etwas größer und nicht transparent, sondern mit weißer Schriftfarbe. Es soll schließlich überall sichtbar werden, daß Rot-Weiss Essen UNKAPUTTBAR ist.

Postzustellung kostenlos, außer für die Uralt-Ultras !

unkaputtbar

Ein Aufkleber, der haften bleibt. Vor allen Dingen im Kopf !

 


Info zur Aukleber-Aktion

31.August 2010:

So Leute, jetzt ist das Angesammelte investiert.

Gekauft wurden 10 "ermäßigte" Dauerkarten und 2 "Vollzahler" für die Ost-Tribüne.
Dadurch soll sozial Benachteiligten und/oder behinderten MitbürgerInnen ein Besuch zu einem Heimspiel ermöglicht werden. Organisiert werden diese Events, wie es so blöd in Neudeutsch heißt , von den Mitarbeitern des AWO-Fan-Projektes. Herzlichen Dank für die tolle Unterstützung !

Ein Dankeschön von Herrn Jamro von der RWE-Geschäftsstelle gebe ich hier gerne an alle UnterstützerInnen der Aufkleber-Aktion weiter!

Wir hoffen, ihr seid mit dem Verwendungszweck der Spenden einverstanden. So kann RWE das komplette Geld behalten und dazu habt ihr noch eine "Gute Tat" vollbracht. !

Die Uralt-Ultras sind stolz auf euch !

Aber es geht ja noch weiter. Schließlich sind 6€ "über", dazu kamen heute von einem farblich Fehlgeleiteten weitere 5€ hinzu. Will heißen, wir haben bereits 11€ frisches Geld in unser aller Spendenkasse !

Nur der RWE !


Wasserstandsmeldung Aufkleber

30.August 2010:

Aktueller Kassenstand : 700€

Dank einer wiederholt überaus großzügigen Spende von einem milde gestimmten (Seifen-)Spender und CD-Liebhaber aus dem RS-Forum sowie ein wenig Wechselgeld aus der UU-Portokasse haben wir , also alle Unterstützer dieser Aktion, immerhin 700€ zusammen gekriegt. Eine runde Summe.


Morgen wird der Präses zur Hafenstraße dackeln und das Bargeld eintauschen. Wir werden darüber zeitnah berichten.

Die Aufkleber dürfen auch weiterhin gekauft und bestellt werden.
Wir haben nochmals investiert und etwas größere, ovale und mit weißem Hintergrund versehene "UNKAPUTTBAR" Aufkleber bestellt.

Irgendwann muß doch das richtige Format gefunden werden !

puppi


Rot-Weiss-Essen gegen SV Schermbeck - Kommentar von HDKRWE

28.August 2010:

Der Bann ist gebrochen.
Endlich ist der erste RWE-Sieg gegen Schermbeck eingefahren……..

Spaß beiseite…….obwohl….nee……nicht Spaß beiseite, denn ich hatte heute wieder mal richtig Spaß inne Backen, genauso wie gegen Homberg und in Velbert.
Es ist einfach unglaublich; ich hätte nie gedacht, wie viel Spaß Fünftligafußball machen kann.
Und ich sage das nicht etwa aus kindlichem Trotz, um bloß nicht zugeben zu müssen, wie verzweifelt ich über die aktuelle Situation von RWE bin.
Verzweifelt war ich noch vor ein paar Wochen wegen des trostlosen Zustandes von RWE. Verzweifelt und dazu noch depressiv angesichts des Siechtums von RWE in den letzten Jahren.
Und wie in meinem Kommentar zum Saisonbeginn nachzulesen ist, hatte ich auch keine großen Hoffnungen was die neue Saison angeht, sondern eher große Befürchtungen.
Als Berufspessimist bin ich diese Befürchtungen auch noch nicht ganz los geworden, schließlich ist die Saison noch sehr jung.
In diesem Zusammenhang muss ich allerdings noch einmal auf meinen eigenen – nicht viel Zuversicht versprühenden - Kommentar zum Saisonbeginn eingehen.
Ich hatte darin die Hoffnung geäußert, dass mich unsere „Feierabendfußballer“ Lügen strafen und mit herzerfrischendem Fußball begeistern werden.
Und genau das ist den Jungs – zumindest bisher – absolut gelungen. Sie erinnern mich irgendwie an die guten alten Straßenfußballer, die richtig Bock auf Fußball haben und wirklich mit herzerfrischendem Fußball einfach drauflos spielen.
Diese junge Mannschaft ist die beste Medizin und ein geniales Antidepressivum für einen krankhaften Pessimisten und notorischen Bedenkenträger wie mich.

Zum Spiel und zu einzelnen Spielern will ich gar nicht viel schreiben. Von unserer aktuellen Mannschaft würde ich ohnehin auch heute noch bestenfalls Vincent Wagner erkennen, wenn er mir denn auf der Kettwiger entgegen käme.
Ich hab gestern einfach nur da gestanden und das Spiel und die Atmosphäre genossen.
Im Gegensatz zu den letzten Jahren, wo ich aufgrund der gebotenen Grottenkicks den Abpfiff meistens herbeigesehnt habe, hätte ich gestern gerne eine Verlängerung gesehen…..
Dazu über 5800 Zuschauer; also ein Schnitt von über 6000 Zuschauern in zwei Heimspielen der 5. Liga und eine Stimmung von der die meisten Zweitligisten nur zu träumen wagen.
Wo gibt oder gäbe es so etwas sonst noch?????
RWE lebt und strotzt vor Lebensfreude wie schon seit Jahren nicht mehr und das genieße ich in vollen Zügen so lange es geht.
Denn diese RWE-Bubitruppe wird zur Zeit sicherlich noch von einer – allerdings auch von ihr selbst durch schönen Fußball ausgelösten – Euphoriewelle getragen.
Diverse Rückschläge werden noch kommen und man wird abwarten müssen, ob und wie diese dann weg gesteckt werden können.
Ich kann auch immer noch nicht einschätzen, wie stark diese Liga wirklich ist.
Schermbeck war ja genauso schwach wie Homberg im ersten Heimspiel.
Ohne den nächsten Gegnern Rhynern und Bergisch-Gladbach zu nahe treten zu wollen (über die weiß ich nämlich auch nichts), aber der erste echte Härtetest dürfte das Spiel am Uhlenkrug werden.

Deswegen war mein erster Gedanke nach dem Spiel meiner Frau die Stornierung unseres nächste Woche beginnenden Urlaubs vorzuschlagen, um so die Kicks gegen Rhynern, Bergisch-Gladbach und den ETB nicht zu verpassen………

Ok, das war jetzt wirklich Spaß………obwohl…….ich hab 1989 mal einen USA-Urlaub drei Tage vor dem eigentlich geplanten und natürlich auch schon gebuchten Rückflug mit nicht unerheblichen Umbuchungskosten abgebrochen, weil ich nach einer durch den Urlaub verpassten Serie von drei 1:0 Siegen in Folge unbedingt das kommende Spiel gegen den damaligen Tabellenführer Saarbrücken sehen wollte, was RWE dann prompt mit 1:2 verloren hat.
Allerdings war ich damals auch noch nicht verheiratet…….
Also fahr ich am kommenden Samstag nach Kroatien und bau auf Euer aller Unterstützung für RWE in den kommenden Spielen.


Aufkleberaktion geht weiter

25.August 2010:

Wir haben uns entschlossen, die Aktion bis zum Schermbeck-Spiel zu verlängern. Selbstverständlich versenden wir auch Aufkleber und zwar kostenlos. Das Porto bezahlen wir aus der Portokasse. cool

Gerade außerhalb von Essen sollen die BürgerInnen merken, unser RWE lebt noch.

Damit die Kasse noch ein wenig praller gefüllt wird, haben wir weitere Aufkleber anfertigen laßen.

eckig

Übrigens, der Entwurf stammt aus der Feder von Arminia-Bielefeld Super-Fan "Micha". Thanks !

oval

Abbildung in Originalgröße

Okay, jetzt werden Einige sagen, die sind mir zu klein. Stimmt, dafür waren die anderen zu groß. :-))

Wieviel kosten die Teile ? Ganz einfach, soviel wie sie euch wert sind. Unser Verein ist es allemal wert unterstützt zu werden. Die Aktion ist nur ein kleiner Beitrag dazu.

Denkt daran, jeder Cent kommt Rot-Weiss-Essen zu Gute.

Bis Freitag vor dem Spiel gegen Schermbeck am Ultras-Stand ?! Oder per Mail, dann geht die Post ab.

Und jetzt noch ein "Leckerbissen" für Sammler und Nostalgiker. Präses Happo trennt sich (auch wegen chronischen Körpererweiterungen ) von einem heißbegehrten Trikot , Größe M-plus, aus dem Jahre 1986/1987, als das Unterhaltungselektronic-Fachgeschäft SCHOSSAU noch Trikotsponsor von RWE war. Es sind nur ganz leichte Gebrauchsspuren sichtbar. (Freudestränen).

Der Höchstbietende erhält das seltene Exemplar vor dem Schermbeck-Spiel überreicht oder per Post zugesandt.

Der Erlös geht auch hier selbstverständlich komplett an RWE !

Und so sieht das Teil aus:

vorne

von hinten:

hinten

Es wäre toll, wenn viele Leute die Aktion unterstützen.

DANKE !!!!!!!!!!!!!!!!


SSVg. Velbert gegen Rot-Weiss-Essen - Kommentar von Happo

22.August 2010:

Wer der gut 2500 Anhänger im mit über 3700 sehr gut gefüllten Stadion "Sonnenblume" hätte sich nicht einen Sieg in Velbert gewünscht. Um es kurz zu machen. Am Ende trennte man sich von der SSVg. leistungsgerecht mit 2:2.

Nach sehr starkem Beginn und der Führung durch Leon Enzmann in der 4.Minute bestimmte RWE auch in der Folgezeit das Geschehen. Ein 2:0 lag im Bereich des Möglichen, statt dessen lag der Ball in der 22.Minute im Tor der Essener. (Sebastian Janas). Mit einem sehenswerten Treffer von Lukas Lenz fand Rot-Weiss schnell wieder zurück in die Erfolgsspur.

Daniel Nigbur bedankte sich für das Geschenk der Essener Abwehr und unterstrich seine Torgefährlichkeit mit dem Ausgleichtreffer kurz vor der Halbzeit. Ein völlig unnötiger Treffer.

Leider nicht ohne Folgen, denn in der 2.Hälfte spielte RWE überaus zerfahren. Velbert agierte nun selbstsicherer und gestaltete das Match überlegen. Torwart Lamczyk war es zu verdanken, daß Rot-Weiss nicht in Rückstand geriet.

Aufregung nochmals im Lager der Essener, als Vincent Wagner im Strafraum der Velberter "unterlaufen" wurde, der Pfiff des nicht überzeugenden Schiedsrichters Nowak blieb aus. Für mich eine Fehlentscheidung.

Trotzdem lag es nicht am Schiri, daß RWE nicht gewonnen hat. Die Velberter besaßen in den letzten Minuten noch einige Torchancen, die zum Glück für Essen allesamt versiebt wurden.

Bereits das 2.Spiel, in dem RWE keinen Last-Minut-Treffer zuließ.

Das Abwehrverhalten muß ohne Frage extrem verbessert werden. Mut macht allerdings, daß beide Stürmer erfolgreich waren.

Enttäuscht bin ich nicht, natürlich ist ein Sieg immer besser.

Obwohl im Stadion einige "professionelle Kameras" das Spielgeschehen filmten, können wichtige Szenen hier schon mal zur Überbrückung angeschaut werden.

Übrigens, es sind wieder 30€ in die Aufkleber-Kasse eingeflossen. Immerhin. Danke den Spendern !


Infos zur Aufkleberaktion

14.August 2010:

Eigentlich müßten wir enttäuscht sein. Gut die Hälfte der Aufkleber konnten wir nicht an Frau und Mann bringen. Aber das ist nur die halbe Wahrheit.

Dank der Großzügigkeit einiger Fans befinden sich aktuell 211 € in der Spendenkasse. Ein tolles Ergebnis. Dafür kann RWE auf alle Fälle schon mal den großen Zeh eines Knipsers verpflichten.

Klar, das DIN A4 Format ist nicht ganz so beliebt, aber die Aufkleber haben mehr symbolischen Wert. Eigentlich geht es darum ein Zeichen zu setzen, wenn auch nur ein bescheidenes. Auf alle Fälle kann die Stadt Essen ein wenig Farbe vertragen und dafür sind die Teile dann doch bestens geeignet.

Zum nächsten Heimspiel werden wir wieder am Stand der Ultras stehen und wie heißt es so schön, die Ware feil bieten. Vielleicht mit erweitertem Angebot!!!!

lach

Soeben flattert noch eine weitere größere Bestellung aus Karlsruhe herein. Jep, das hört sich gut an.

Allen Unterstützern sagen wir ganz herzlich DANKE. Einen besonderen Gruß an die Ultras für ihre spontane Hilfe.

Denkt daran, jeder Cent ist für RWE !

Es wäre toll, wenn in Foren und Fan-Clubs Werbung für die Aktion gemacht würde. Gerne können auch Vorschläge gemacht werden, was der Verein mit dem Geld finanzieren sollte.

Wir sehen uns..... die Uralt-Ultras


Rot-Weiss-Essen gegen VfB Homberg - Kommentar von Happo

14.August 2010:

Egal wo letztendlich der Gegner aus dem Duisburger Stadtteil Homberg leistungsmäßig einzustufen ist, der gestrige Fußballabend war das Beste, was ich seit dem Magdeburg-Spiel mit RWE erlebt habe.

Während des Spiels hatte ich völlig vergeßen, daß es ein Match der 5.Liga war. Über 6000 Zuschauer beweisen eindrucksvoll, daß Rot-Weiss-Essen tatsächlich UNKAPUTTBAR zu sein scheint. Es passte natürlich vieles zusammen, das Wetter, die Bundesligafreie Zeit und auch die Neugier auf die neue Mannschaft.

Apropos Mannschaft, die jungen Burschen präsentierten sich wirklich wie eine solche. Vor allen Dingen imponierte ihr Kampfgeist , der spürbare Willen zum Sieg. Hatte ich ebenfalls lange vermißt.

Da konnte ich locker über einige Schwächen hinwegsehen, die diese Truppe verständlicherweise (noch) besitzt. Vor allen Dingen fehlt ein echter Knipser. Obwohl Enzmann und Lenz keineswegs hoffnungslose Fälle sind. Im Gegenteil. Wagner ist ohne Frage ein wichtiger Spieler, mit 1 - 2 Aussetzern pro Spiel muß allerdings gerechnet werden.

Jeder RWE-Fan hat größten Respekt vor den letzten Spielminuten. Und wie gewohnt fiel tatsächlich ein Treffer. Aber sensationell für die eigene Truppe, durch einen ebenfalls sensationellen Seitfallinderluftfliegendgeschlagenen Volleyschuß vom 27jähren "Opi" Alexander Thamm. Ein Kandidat für das Tor des Monats. Aber welcher Fernsehsender filmt schon ein 5.Ligaspiel ?

Ich hatte meine Kamera nicht dabei. Natürlich hätte ich die Highlights gerne veröffentlicht. Aber es war einfach fantastisch sich ganz auf das Spiel und den Bierkutscher zu konzentrieren.

Zum Glück hat RWE-Fan "TheAufschlitzer" (netter Name :-) ) das Tor eingefangen und auf YouTube veröffentlicht.

Dafür mußte ich schon vor dem Spiel malochen. Auch wenn noch viele Aufkleber übrig blieben, ein Reinfall war die Aktion dank einiger großzügigen Spenden keinesfalls. Mehr darüber an anderer Stelle in Kürze.

Schade, daß Rot-Weiss nicht heute schon in Velbert spielt.

In diesem Sinne,

euer Happo


Aufkleber zu Gunsten von Rot-Weiss-Essen

07.August 2010:

Hallo Freunde von Rot-Weiss-Essen,

Kleinvieh macht auch Mist.

Wer einen Aufkleber mit diesem Motiv gern sein Eigen

elektrisiert

nennen will, darf sich gerne an die Uralt-Ultras wenden. Wir haben gut 90 Exemplare im DIN A-4 Format herstellen laßen. Für einen Betrag ab 2,50€ sind wir im Geschäft.

Natürlich ist das Geld nicht für die Uralt-Ultras bestimmt, sondern wird komplett an den Verein weiter geleitet.
Da könnt ihr hundertprozentig sicher sein.

Außerdem gibt es noch zwei Poster (laminiert !) im Format von 90 x 60 cm in erstklassiger Qualität. Das müßte euch allerdings 10€ , besser mehr wert sein. Ist ja für einen guten Zweck.

Ganz herzlichen Dank und ein dickes Lob an Reinhard, alias "XYLeser1000", der mit seinen Bildbearbeitungskünsten die Ideen der UU optimal umgesetzt hat !

Wir stehen am Freitag vor dem Spiel gegen Homberg am Stand der Ultras, unschwer anhand unserer Lebensringe an diversen Körperstellen von den Jungs zu unterscheiden.

Gerne versenden wir die Kunstwerke auch per Post.

 

 


Rot-Weiss-Essen gegen Borussia M´Gladbach 2 - Kommentar von Happo

01.August 2010:

Kurzentschlossen und völlig unerwartet habe ich gestern mein Drahtesel geschnappt und  in „Mark Cavendish-Manier“ Richtung Hafenstraße gedüst.
Viele Zuschauer hatte ich nicht erwartet, aber etwas mehr als 850 hätten es doch sein sollen.
Ich weiß, wir sind nur noch in Liga 5.

Sitztribüne ist nichts für mich, noch nicht. Von den Schalensitzen kriegste Rücken.

Trotzdem habe ich nicht bereut das Spiel live zu verfolgen.
Die junge Truppe hat Mut nach vorne zu spielen,  gute spielerische Ansätze und zeigt teilweise nette Kombinationen. 
Es fehlt ein Knipser, aber so ein Spielertyp wünscht sich jeder Verein.

Das Abwehrverhalten ist schwach gewesen. Auffällig sind die vielen Konzentrationsfehler. Irgendwie scheinen sich einige Spieler immer mal eine Auszeit zu nehmen. Umso wichtiger wäre dann ein rausragender Keeper. Lamczyk wirkte gestern unsicher, ich hoffe er fängt nicht nur sich, sondern auch demnächst Flankenbälle.
Und so solche Aktionen wie von Dutschke (nicht Rudi ) vor dem 2:3 Gegentreffer dürfen in keiner Liga passieren.
Das Spiel hätte locker mit 3:1 gewonnen werden können, aber….

Man sollte der Truppe einfach Verständnis entgegenbringen, wie lange wird sich zeigen. Ich kenn mich ja .
Sie kommt sympatisch rüber und hat das Potential sich weiter zu entwickeln.
Mit Huschka könnte ein neuer Publikumsliebling heranwachsen. Nur muß dieser Bengel noch körperlich zulegen, aber vor allen Dingen torgefährlicher werden. Er verhaspelt sich zu oft und macht es sich damit selbst schwer.

Hier mal ein Beispiel:

Nur wenn er das abstellt wird er der Liebling der Fans werden. Vor allen Dingen der Jungen.
Gestern fand sich doch überwiegend älteres Semester im Nicht-Stadion ein. War ein tolles Gefühl zu den Jüngeren zu gehören.

Gegen Bottrop im Pokal muß die Mannschaft Werbung in eigener Sache betreiben, damit es zum ersten Meisterschaftsspiel mehr als 3000 Zuschauer werden.
Ich habe Hoffnung , dass es gelingt.

Man sieht sich….

Euer
Happo


"Rettet die Nord" - Kommentar von Happo

26. Juli 2010:

Die Überschrift klingt reißerisch, ein wenig überzogen.
Gerade nach den schrecklichen Ereignissen in Duisburg. Dadurch relativiert sich der Unmut um die Fast-Sperrung der Nordtribüne auf brutalste Weise.
Das hat mich tief betroffen gemacht und mein Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Toten dieses Dramas. Und hier spreche ich wohl für alle Rot-Weiss-Essen-Fans.

Nicht so beim Thema Nordtribüne. Da scheiden sich die Geister.
Einige meinen, auf der Nord stehen eh nur Fußballgucker, keine Supporter. Was und wer das auch immer sein mag. Etwa der Besucher im Block C auf der Haupttribüne ? Die sollen sich nicht so anstellen usw. ist zu hören.
Oder es gibt „gutgemeinte“ Ratschläge wie „Holt doch erstmal die Karten, dann wird man schon sehen“.
Eine Katze im Sack kaufen nennt man das wohl. Ein schlechter Witz, zumal hinsichtlich der Nutzung der Stehgeraden mehrfach die Zusagen vor dem Kauf der Dauerkarten für die zurückliegende Saison nicht eingehalten wurden. Egal aus welchen Gründen dies letztendlich geschah.

Als Kompromiss wird von Vereinsseite die Lösung mit der Nutzung des Blocks „N“ verkauft.
Also am äußeren Rand zur Osttribüne stehen, in einem eingezäunten Käfig mit beschissener Sicht auf das Spielfeld. Auch Dank eines sogenannten Fangnetzes. Wobei das Wort Netz mehr als geschmeichelt ist. Ein Seemann würde spontan sagen  „Denn man Tau“. 

Angeblich wurden Fans nach ihrer Meinung befragt. Welche Fans ?
Und wer trifft aktuell die Entscheidungen bei Rot-Weiss-Essen ?
Der Insolvenzverwalter ?
Herr Stütz ? Oder eher Herr Dr.Bückemeyer ? Vielleicht doch Herr Jamro ?

Sparen ist angesagt. Keinerlei Widerspruch , absolut nicht.
Opfer habe ich in den letzten Jahren immer wieder gebracht.
Aber wer sagt denn, daß durch diese Maßnahme tatsächlich gespart wird ? Ist es nicht eher ein Schuß ins eigene Knie ? Welche Alternativen wurden durchgespielt ? Gibt es eine Kosten/Nutzenrechnung ? Oder handelt es sich doch eher um eine Milchmädchenrechnung ? 
Es darf auch nicht vergessen werden, dass Rot-Weiss nur noch in Liga 5 rumdümpelt, die Preise aber weiterhin Drittliganiveau besitzen.
Würde ich ohne Murren akzeptieren, aber nur mit der Lizenz zum Fußballgucken im Stehen auf Höhe der Mittellinie oder drum herum.

Ob auf den anderen Spielstätten auch die besten Plätze für die Gästefans bereitgestellt werden ?
Wo sind dort die Fangnetze wohl platziert ?

Ich rufe hier nicht zu irgendeinem Boykott auf ! Wollte nur mal das Wort für einige alte „Nordler“ ergreifen, die sich teilweise seit Jahrzehnten dort zusammen finden und trotz der oft enttäuschenden Spiele dem Verein Rot-Weiss-Essen nach wie vor die Treue halten. Um sich Gehör zu verschaffen muß man wohl lauter schreien.

Noch ein Hinweis:
Vielleicht sind wir ja alle nach dem Interview von Herrn Stütz und Herrn Wrobel am 29.Juli 2010 ab 20 Uhr auf Radio Hafenstraße etwas schlauer.
Wenn das überhaupt möglich ist :-)))

Gruß,
Happo


Wie ich es sehe.... - Kommentar von HDKRWE

22. Juli 2010:

Wer hier schon ab und an mal einen meiner geistigen Ergüsse gelesen hat, dürfte so in etwa wissen, wie ich gestrickt bin; ein mittlerweile 51jähriger RWE-Junkie, der auf eine jetzt 39jährige Fankarriere zurück blicken kann.
Kurzum; ich hab bei und mit RWE schon einiges erlebt.
Aber es gibt auch nach 39 Jahren immer wieder etwas Neues. In der kommenden Saison spielt mein RWE nämlich in der NRW-Liga, in der Fünftklassigkeit.
Eine völlig neue Erfahrung, auf die ich allerdings wirklich leichten Herzens verzichten könnte.
Aber gut……..

Rückblickend muss man wohl sagen, dass es mit RWE seit dem letzten Abstieg aus der Bundesliga 1977 – von einigen kurzen bis sehr kurzen Zwischenhochs abgesehen – zwar stetig, aber wenigstens langsam bergab gegangen ist.
Nicht so in den letzten drei Jahren.
Bei einem Absturz von der zweiten Liga in die fünfte Liga innerhalb von drei Jahren mit einer Insolvenz als „Krönung“ ist die Umschreibung „langsam bergab“ wohl nicht mehr ganz zutreffend.
Da passt es sicher besser, von einem „freien Fall“ zu sprechen.
Die vergangenen drei Jahre haben meine „Liebe“ zu RWE wahrlich auf eine verdammt harte Probe gestellt bzw. haben diese Liebe teilweise sogar etwas abkühlen lassen.

Nichtsdestotrotz bin ich natürlich heilfroh darüber, dass es mit der Insolvenz- und anschließenden Lizenzbeantragung rechtzeitig geklappt hat (obwohl es fast schon wie blanker Hohn klingt, sich über eine RWE-Insolvenz zu freuen).
Schließlich wäre die Alternative nun mal das Ende von RWE und damit für mich der Anfang eines Lebens ohne RWE gewesen………unvorstellbar.
Also freue ich mich tatsächlich über die Insolvenz und die damit verbundene Chance auf einen schuldenfreien und somit „echten“ Neuanfang.
Sehen wir es medizinisch; mein RWE, der für mich ohne Übertreibung immer noch eine Herzensangelegenheit ist, lebt noch bzw. ist quasi durch eine Not-OP dem Sensenmann soeben noch von der Schippe gesprungen.

Man kann also jetzt wohl davon ausgehen, dass der „freie Fall“ erst einmal gestoppt sein dürfte.
Das Stoppen des freien Falls bedeutet für mich allerdings nicht zwangsläufig, dass es mit RWE nicht noch weiter bergab gehen könnte.
Denn (um beim obigen Vergleich zu bleiben) RWE ist zwar dem Sensenmann von der Schippe gesprungen, liegt aber immer noch auf der Intensivstation und wartet darauf, in Kürze auf Krücken loshumpeln zu können.
Und genau hier komme ich an den Punkt, an dem ich feststellen muss, dass meine Freude über den Fortbestand von RWE nicht gleichbedeutend mit Freude über den aktuellen Zustand ist, sondern diese Freude über den Fortbestand vielmehr von einer gewissen Sorge überlagert wird.

Wenn alles gut geht werden wir nach Abschluß des Insolvenzverfahrens mehr oder weniger schuldenfrei sein.
Ok, das wäre natürlich schön und auch eine neue Erfahrung für mich, auf die ich wiederum nicht verzichten möchte.
RWE wäre dann wirtschaftlich also wieder gesundet.
Aber sonst? Wie sieht es sportlich aus und wie geht es sportlich weiter?
Denn das ist es doch, was einen Fan im Wesentlichen interessiert.
Wir sind ein Fünftligist und werden in dieser fünften Liga allem Anschein nach mit einer Truppe von Feierabendfußballern (ich bitte das nicht als Beleidigung unserer Jungs zu verstehen) irgendwo im Tabellenniemandsland herumdümpeln und vielleicht sogar gegen den Abstieg spielen.
Und das alles in unserer vertrauten 2 ½ Tribünen-Bruchbude, bei der die Verantwortlichen allen ernstes darüber nachdenken, möglicherweise aus Kostengründen auch noch die NORD zu schließen.
Wahrlich nicht unbedingt die Aussichten, die einen gemeinen Fan wie mich „elektrisieren“.

Mit all dem könnte ich aber dennoch gut leben, wenn - ja wenn - ich zumindest die leise Zuversicht hätte, dass mein RWE irgendwann einmal wieder völlig gesunden wird (und damit meine ich sportlichen Erfolg mit mindestens 2. Liga)
Mit dieser Zuversicht hapert es bei mir jedoch etwas.
Ich habe angesichts der aktuellen sportlichen Situation vielmehr schlicht und ergreifend Sorge vor der ja nicht allzu unwahrscheinlichen  Möglichkeit, dass RWE zwar dem plötzlichen Tod entronnen ist, dafür aber in Zukunft langsam dahinsiechen und letztlich wie viele andere Traditionsvereine nicht nur kurzfristig, sondern auf Dauer in der völligen Bedeutungslosigkeit versinken wird.
So schön wie die Rettung auch ist; RWE in der 5. Liga ist für mich indiskutabel und eigentlich kaum zu ertragen; und ich bin davon überzeugt, dass etliche RWE-Fans genauso fühlen.
Daher bin ich ebenso davon überzeugt, dass ein längeres Verweilen in diesem Tal der Tränen mit wahrscheinlich entsprechendem Zuschauer- und Sponsorenrückgang nichts anderes wäre als ein langsames Dahinsiechen mit vorhersehbarem Ende.
Wird RWE es aber jemals wieder schaffen in höhere Gefilde vorzudringen?
Ich habe keine Ahnung und wie gesagt auch keine große Zuversicht.

Deshalb bleibt mir zum x-ten Male nur mal wieder das Prinzip Hoffnung; dass nämlich dieses Jahr tatsächlich nur eine Konsolidierung auf allen Ebenen stattfinden wird, mir ein nervenaufreibender Abstiegskampf erspart bleibt und RWE im nächsten Jahr dann endlich wieder mal „angreifen“ kann.

Da ich RWE niemals im Stich lassen würde, werde ich selbstredend auch weiter zu den Spielen dackeln und unsere Jungs unterstützen wo ich kann.
Jede halbwegs gelungene Aktion werde ich bejubeln und wie in den vergangenen 39 Jahren wird es keinen einzigen Pfiff oder sonstiges Gemotze von mir geben, wenn es mal wieder schlecht laufen sollte.
Ich hab mir nur das erste Training angesehen und mir ansonsten alle Testkicks geklemmt.
Am ersten Spieltag wird ich mich überraschen lassen.
Wäre natürlich herrlich, wenn mich die „Feierabendfußballer“ Lügen strafen und mit herzerfrischendem Fußball begeistern würden……..

Auf alle Fälle verspüre ich trotz der „Rettung“ absolut keine Vorfreude auf die neue Saison.
Die künftigen Spielbesuche, um abschließend bei dem Beispiel aus der Medizin zu bleiben, sind für mich erst mal so etwas wie ein Besuch am Krankenbett.

Wir sehen uns am 15.08.


Angekommen - Kommentar von Pottwahl

18. Juli 2010:

Waldemar Wrobel, der sicher deutlich mehr Ahnung von Fußball hat als ich, hatte es ja bereits prognostiziert: „Wir werden gute Spiele machen, und sehr gute. Aber manchmal auch grottenschlechte.“ Und für meinen Vater, der eher wenig Ahnung von Fußball hat (nicht nur, weil er schon in den Goldenen Zeiten als Malocher zum ETB statt zu RWE gegangen ist), waren die 90 Minuten an der Bäuminghausstraße am Ende nicht "unbedingt eine Werbung für den Fußball." Ich selber, der für sich beansprucht zumindest mehr Ahnung zu haben als sein Vater, war angesichts der rot-weissen Darbietung einfach nur reichlich geschockt.

Natürlich hatte ich mich bemüht, angesichts all der Diskussionen und Beiträge im Vorfeld meine Ansprüche stark herunterzuschrauben. Ich hatte unsere Zweite vorher nie gesehen und kenne die Spielstärke einer 5. Liga auch nur aus Hamburg, wo ich ein paar Mal den Verein meines derzeitigen Wohnortes Buchholz, den TSV Buchholz 08, habe spielen sehen und stets beruhigt feststellte, dass mein RWE in der 4. Liga da doch immer noch eine ganz andere Hausnummer war. Bis gestern!

In der erwähnten Oberliga Hamburg hätte ein RWE mit dem aktuellen Leistungsstand nicht viel mehr als einen guten Mittelfeldplatz zu erwarten und dass diese Truppe in einer sicher besser aufgestellten NRW-Liga tatsächlich oben mitspielen sollte, ist seit gestern damit ebenfalls für mich eine geplatzte Seifenblase, die ich insgeheim trotz allem in meinem Hinterstübchen gehütet hatte. Ich muss fürchten, ich habe da gestern wohl schlichtweg die bittere Realität von RWE 2010 gesehen: Nicht der Stand der Vorbereitung, nicht die noch unabgestimmten Laufwege, nicht das noch fehlende Mannschaftsgefühl stellte für mich die Ursache für diesen flachen Auftritt dar, sondern leider das unterstellt sehr begrenzte Leistungsvermögen des Großteil dieser Spieler.

Ganz gut gefallen haben mir noch Brauer, Avci und Lehmann. Thamm finde ich doch sehr langsam und im Spielaufbau mit vielen Fehlern. Lenz, wie der vorher so positiv erwartete Huschka, waren glatte Ausfälle, sowie überhaupt der RWE-Sturm seinen Namen aber auch durch gar nix rechtfertigen konnte. Beim 2. Anzug dann hier und da noch kurzes Aufflackern bei dem einen oder anderen leider für mich noch Namenlosen. Das war’s, und insgesamt trennen diese Truppe in der Tat leider Lichtjahre vom alten Team aus der Regio West.

Aber ich will nicht meckern. Wer alles gibt, aber nicht mehr kann, hätte das nicht verdient - auch nicht bei RWE. Und wenn Wrobel meint, das mögliche Mehr sei auf dem Platz in Altenessen nur nicht abgerufen worden: Bitte, ich lasse mich sehr gern eines Besseren belehren.

Und so werde ich trotz der ernüchternden Eindrücke versuchen, das eine oder andere Spiel zu sehen: am Stimberg, gegen Fortuna Köln und Westfalia Herne oder natürlich auch gegen den ETB. Ich bin und bleibe schließlich RWE-Fan und wenn ich gerade in Essen bin, dann fahre ich sicher auch nach Velbert.

Dass jedoch in der kommenden Saison tatsächlich ein Schnitt von 3000 pro Spiel erreicht werden kann, wenn die Mannschaft wirklich nicht mehr zu bieten hat, als gegen die munter dagegen haltenden Asche-All-Stars (deren Fans hatten ehrlichen Spaß!), möchte ich stark bezweifeln. Geduld, Nachsicht und Unterstützungsbereitschaft sind zweifellos positive Eigenschaften. Aber auch ein RWE-Fan will ja letztlich guten Fußball sehen: Die Samstags-Vorstellung der Jungs im schwarzen Sparkassen-Hemd hatte damit leider nur herzlich wenig zu tun...


Wie ich es sehe - Kommentar von Happo

10. Juni 2010:

Wieviel kann und muß ein RWE-Fan ertragen, um den Glauben an eine bessere Zukunft nicht zu verlieren ?
Keine Ahnung.
Ich spüre aber, viel geht da nicht mehr.

Eigentlich ist das hier kein Kommentar, vielmehr eine Therapieeinheit, um Frust, Enttäuschung und Angst um den Verein zu ertragen.

Zu einer sachlich objektiven Analyse der Ereignisse bin ich sowieso nicht in der Lage. Nicht nur aufgrund mangelndem Intellekt. Ich bin einfach zu sehr Fan. "Entscheidungsträger" werden sagen, nur Fan.

Dank aufklärender Worte von Kennern der Materie sehe ich das Insolvenzverfahren mittlerweile nicht mehr gleichbedeutend mit dem Ende von RWE an. Es eröffnet, besser gesagt kann neue Perspektiven für den Verein eröffnen.
Jetzt wo Herr Paß und seine SPD doch noch "Pro RWE" umschwenken, sollte das Tal der Tränen durchschritten sein.

Allein, mir fehlt der Glaube. Dafür bin ich, sind wir , über Jahrzehnte zu oft belogen und betrogen worden. Von Verantwortlichen aus dem Verein, vom Geldadel, sprich Unternehmen und von den Politikern sämtlicher Couleur. Zudem wird über Rot-Weiss-Essen in der WAZ-Mediengruppe tendenziell negativ und größtenteils leblos berichtet. Dieses Blatt hat sportlich eh nur "Königsblau" auf dem Zettel. Klar, auf Seite 1 DIE Schlagzeile schlechthin , "Wechselt Ballack zu Schalke "? Das sagt einiges, fast alles über die Gesinnung aus. Ist nur ein Randthema , aber doch bezeichnend für die fehlende Unterstüzung der Medien.

Wie konnte es soweit kommen, wer sind die Schuldigen ?
Fragen, die momentan Keine(r) beantworten kann oder will. Deshalb muß, entgegen der Auffassung von Aufsichtsratchef Dr.Bückemeyer und anderslautenden Kommentaren für mich eine schonungslose Aufklärung der unsäglichen Abläufe erfolgen. Wie soll denn was bitteschön geändert werden, wenn die Ursachen einfach ausgeblendet oder gar nicht erkannt werden ?
Einverstanden, bis zum Ende des Verfahrens werde ich "geduldig" warten.

Egal was alles noch ans Tageslicht gespült wird, meine Meinung über die Person Reinhard Paß werde ich niemals revidieren.
Wer in seiner Eigenschaft als erster Bürger dieser Stadt den Heimatverein öffentlich bloßstellt und damit Antiwerbung betreibt, verdient keinerlei Verständnis für sein Handeln, geschweige denn Respekt.
Der Verein wiederum hat durch jahrzehntelanges inkompetentes, suizidal anmutendes Handeln eine unerträglich hilflose Situation heraufbeschworen. Der blanke Horror.

Wen interessiert momentan Fußball ? Die WM ist noch sooo weit weg, gefühlsmäßig jedenfalls.

Sollte Rot-Weiss dem Tod doch noch von der Schüppe springen wäre ich erleichtert, nicht glücklich. Die letzten Ereignisse haben viel zerstört.
Auch die Mär von der großen RWE-Familie ist nicht mehr aufrecht zu halten.
Man braucht nur in diversen Foren nachlesen was einige User zum "Besten" geben, wie arrogant und selbstgefällig über Andersdenkende geurteilt wird. Sorry, das ist nicht mehr meine Welt, meine Rot-Weisse-Welt.

In ein paar Wochen werden wir wissen, ob Rot-Weiss-Essen noch existiert. Sollte der Verein aufgelöst werden, ist mein Fanleben zu Ende. Eine Neugründung ist halt eine Neugründung.
Da fällt mir spontan "Friedhof der Kuscheltiere ein".

Danke für´s Lesen.

Euer trauriger Happo


Die Unterschriftenlisten werden überreicht - Kommentar von Happo

29.Mai 2010:

Zum sportlichen Wert habe ich weiter unten meine unwichtige Meinung niedergeschrieben.
Der eigentliche und wichtige Grund an diesem Tag die Ruine an der Hafenstraße zu betreten , war die Aktion "10.000x". Nach der Blamage gegen den ETB und der erbärmlich verlaufenden Saison war nicht damit zu rechnen, daß mehr als 3000 Fans erscheinen werden.

Daß letztendlich über 5000 Unterstützer die maroden 2-1/2 Tribünen füllten, zeigt einmal mehr, dieser Verein lebt immer noch, trotz chronischer Erfolglosigkeit.

Und wenn Fans aus Wien (hallo Austria) und Bremen einen Viertligisten helfen wieder auf die Beine zu kommen, ist das mehr als eine Randnotiz wert. DANKE !

Thomas Imhoff überreichte stellvertretend für die RWE-Fans Essens Bürgermeister Jelinek in der Halbzeitpause die über 21000 abgegebenen Unterschriften "Pro Stadion".


Mit Danksagungen an den harten Kern der Initiatoren werde ich noch warten, schließlich geht der Kampf um ein neues Zuhause für unseren Club weiter. Rot-Weiss braucht euch.

Hier die Rede von "Bosco".


Rot-Weiss-Essen gegen FSV Mainz 05 II - Kommentar von Happo

29.Mai 2010:

Mainz 05 war der erwartet schwere Gegner. Der Punkt kann für RWE noch Gold wert sein.

Mein Fazit: Es war ein Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Das Endergebnis ist gerecht. Es hätte allerdings auch umgekehrt ausgehen können.

Mehr ist zum "sportlichen" Wert dieser Begegnung nicht anzumerken.

Vorsicht, IRONIE !

Alles Weitere und etwas ernsthafter folgt ggfs. zu einem späteren Zeitpunkt.


Rot-Weiss-Essen gegen ETB Schwarz-Weiß - Kommentar von HDKRWE

20.Mai 2010:

Was soll das alles noch?

Nach Monaten endlich mal wieder ein Spiel, auf das ich mich wirklich gefreut habe.
Das gute alte „RWE-Feeling“ war kurzfristig bei mir zurück gekehrt.
Noch dazu war es ein eminent wichtiges Spiel.
Ein – wenn auch nur kleines – Pokalfinale gegen den ETB.
Worum ging es?
Es ging – natürlich - ums Prestige.
Es ging darum, die vierte Katastrophensaison hintereinander halbwegs versöhnlich abzuschließen und
es ging vor allem darum, dringend benötigte Zusatzeinnahmen mit dem Einzug in die Pokalhauptrunde zu beschaffen.

Ganz offensichtlich war ich auch nicht der einzige, bei dem die Gefühle für RWE wieder entflammt waren.
Knapp 10500 Zuschauer waren im Stadion.
Davon waren maximal 500 ETBler; also sind rund 10000 Leute wegen RWE ins Stadion gekommen.
Was haben die zu sehen bekommen?
Eine vom Anpfiff an konzentrierte und bis in die Haarspitzen motivierte Truppe des ETB und eine fast schon aufreizend pomadig auftretende RWE-Mannschaft, die einfach alles hat vermissen lassen, was zu den elementarsten Grundlagen des Fußballsports gehört.
Eine RWE-Mannschaft, die es „geschafft“ hat, mit einem unsäglichen Katastrophenspiel wieder einmal punktgenau zu versagen und seine weiß Gott mehr als gebeutelten Fans erneut maßlos zu enttäuschen.
Auf jeden Fall hat diese RWE-Mannschaft aber an bewährte „Pokaltraditionen“ angeknüpft.
Im letzten Jahr lag man gegen einen Sechstligisten nach einer Minute mit 0:1 hinten.
Dieses Mal ging es immerhin gegen einen Fünftligisten; ok, da kann man schon mal nach vier Minuten mit 0:2 hinten liegen…………

Aber warum noch viel zum Spiel schreiben? Es lohnt sich nicht wirklich.

Mein „RWE-Innenleben“ hab ich in dieser Rubrik schon mehrfach nach außen gekehrt und ich will mich hier nicht groß und langweilend wiederholen.
Über die Phase, in der mir solche Pleiten wie gegen den ETB noch höllische Seelenqualen bereitet haben, bin ich mittlerweile auch schon länger hinweg.
Aber ich merke jetzt mehr und mehr, dass mir RWE immer „fremder“ wird.

Also stelle ich mir wirklich die Frage:
Was soll das alles noch?
Ich habe erst mal fertig.

Ach ja, so viel Anstand muss sein; meinen ehrlichen Glückwunsch an den verdienten Pokalsieger ETB.