• Hier sagen die Uralt-Ultras ihre Meinung,
    unabgesprochen und eigenverantwortlich.

     

     

    Rot-Weiss Essen gegen Hönnepel-Niedermörmter -Anmerkungen von Happo

    17.05.2012


    Ich will es mal so schreiben: Hönnepel war der erwartet schwere Gegner, nein, er war noch schwerer als erwartet. Bis auf die ersten 10 Minuten in denen RWE dominierte, schaffte es der Niederrheinligist die Partie offen und bis zuletzt spannend zu gestalten. Hö-Ni hat sich sportlich und fantechnisch als würdiger Finalgegner präsentiert. Respekt !

    Überragender Akteur bei den Gästen ohne Zweifel mit der Nr.13, Daniel Boldt. Der wuchs förmlich mit seiner Aufgabe, so schien es. Als er einmal an der Westkurve vorbeiging, konnte ich ihm direkt in die Augen schauen.

    Bei Essen war es Timo Brauer, der auch aber nicht nur wegen seiner 3 Tore bester Akteur auf Feld war. Auf dem Platz war er nicht zu halten. Hoffen wir, daß Doc und Co ihn an der Hafenstraße halten können. Das wünsche ich mir auch bei Dennis Lamczyk. Spieleröffnung hin oder her, er ist als Typ, als "Treiber" einfach ein Muß für die kommende Saison !

    Überhaupt, der aktuelle Kader ist zwar überwiegend mit jungen Burschen besetzt, aber es sind ganze Kerle. Eine Söldnertruppe hätte dieses Enspiel nicht mehr gedreht. Beispiele gibt es zu Hauf in der Geschichte von Rot-Weiss.

    Meine Fan-Karriere fing auf der West an, gestern durfte ich von dort noch einmal in Erinnerungen schwelgen, wenn auch nur ganz kurz. Sind wirklich schon 45 Jahre vergangen ? Überwiegend war ich wie Dan schon schrob, tatsächlich mit repräsentativen Aufgaben voll......und ganz ausgelastet.

    Geld spielte keine Rolle, ich hatte genügend Spenden in der Tasche. Dafür einfach nochmals RIESEN DANK ! Auch an Vincent Wagner. Samstag, gut 1 Stunde vor Spielbeginn werde ich die restlichen Preise an den Mann bringen. Börnie Bernd, Peter Micha Dahl, Nachtigall Mattes , seit pünktlich. Gerne nehme ich auch noch Spenden entgegen.

    Wann die Handschuhe und das Oberteil-Set ausgelost werden, muß ich noch abklären. Die Verhandlungen mit "Bone Crusher" Vincent laufen auf Hochtouren.

    Auf euch RWE-Fans und UU-Freunde,

    bis Samstag !!!

     


     

     

    Rot-Weiss Essen gegen Hönnepel-Niedermörmter -Kommentar von Dangerous Dan

    17.05.2012

    Die Fakten:
    Endergebnis: 3:2, Halbzeit: 2:2
    Tore: 0:1 Trienenjost (21., Elfmeter), 1:1 Brauer (23., Elfmeter), 1:2 Haddad (25.), 2:2 Brauer (41.), 3:2 Brauer (61.).
    Zuschauer: knapp unter 10000 ?

    Niederrhein-Pokalfinale Rot-Weiss Essen – SV Hönnepel/Niedermörmter

    Seien wir ehrlich. Wer in diesen Tagen bei all’ den vermeintlich wichtigen, vorangegangenen und noch anstehenden Fußball-Partien auch nur den Hauch von Fußballsachverstand sein Eigen nennen darf, konnte sich eigentlich nur für ein Spiel wirklich interessieren und
    zwar für das ‚große’ Pokalfinale zwischen Rot-Weiss Essen und dem SV Hönnepel/ Niedermörmter!

    Der Underdog vom Niederrhein in der Nähe von Kalker hatte ja bekanntlicher Weise den Reviernachbarn aus Oberhausen mit seinem strahlenden Auswärtssieg nach Verlängerung und Elfmeterschießen in eine tiefe Depression gestürzt und durfte sich auf das wohl bislang bedeutendste Match seiner Vereinsgeschichte freuen.

    Rot-Weiss musste also gewarnt sein. Bei sonnigem, aber eiskalten Wetter waren die Hönnepelraner dann auch der erwartet unbequeme Gegner. Und wie das dann an bestimmten Tagen im Sportlerleben so ist: Die riefen bis auf ihren unsicheren Torwart so gut wie allesamt 110 Prozent ihres normalen Leistungsvermögens ab, während unsere Lieblinge bis auf wenige Ausnahmen deutlich darunter zurück blieben. Und dann wird so eine Partie
    selbst für einen zwei Klassen höher kickenden Verein bei imposanter Kulisse (fast 10.000 Zuschauer) im eigenen Stadion zu einer äußerst schwer zu lösenden Aufgabe.

    Kommen wir zum Spielverlauf. Die erste hochkarätige Doppelchance von RWE (Avci schießt letzendlich aus erstklassiger Position nur den Abwehrspieler auf der Linie an) wurde durch H/N mit einem Kopfball nach einer Ecke an den Pfosten beantwortet. Kurze Zeit später setzte Benedikt Koep den Ball volley mit dem rechten Fuß aus 5 Metern in den Himmel, statt einfach nur gezielt einzuköpfen.

    Als Vincent Wagner sich im eigenen Strafraum an einem Scherenschnitt, ähm Scherenschlag
    am Mann versuchte, zeigte der nicht immer glücklich, aber konsequent agierende Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt. Ich kannte für solche Fälle bisher immer nur den indirekten Freistoß als Folge für dererlei Vergehen, zumal keine echte Torchance vorlag.
    Aber egal. Hönnepels Schütze hatte das Elfmeterschießen gegen Uerdingen studiert und wählte die nicht bevorzugte Ecke von Dennis Lamczyck. 0:1.

    Fast im Gegenzug im anderen Strafraum: Zwar den Ball getroffen, aber mit gestrecktem Bein auch den Gegner, auch hier zeigte der Unparteiische wieder mit genau so stoischer Ruhe auf den Punkt für RWE.  Timo Brauer verwandelte sicher. Wer gedacht hatte, dass jetzt der Weckruf erfolgt wäre, sah sich getäuscht. Wiederum nutzten die Unterklässler auf dem holprigen Essener Acker (...) ihre Kopfballhoheit aus und gingen durch den einschiebenden Rafael Haddad erneut in Führung. Spätestens jetzt dürfte jedem klar gewesen sein, dass dieser Abend kein Spaziergang werden würde.

    Gott sei Dank gab es Timo Brauer, um dessen Verbleib ja viel spekuliert wird (schön und wichtig wär, wenn er bliebe, verständlich aber auch und alles Gute, wenn er neue, sportlich attraktivere Herausforderungen annähme – der Junge hat sich hier immer vorbildlich gegeben). Der stellte den Gleichstand mit einem direkten Freistoß noch vor der Pause her.

    Wer auf die wundersame Wirkung einer galligen Wrobel-Halbzeitstandpauke gehofft hatte, der wurde schnell eines Besseren belehrt. Die Rot-Weissen bissen sich trotz läuferischem und optischem Übergewicht an der Kopfball- und Zweikampfstärke der Nordniederrheiner weiter die Zähne aus. Vor allem ihr ‚langer’ Dreizehner, von Dirk Nowitzki-Statur,  räumte immer wieder in höher gelegenen Sphären ab (für Holger Lemke z. B. nur mit Bergsteigerausrüstung erreichbar), verlängerte sehr geschickt und machte selbst am Boden eine passable Figur.

    Letztendlich gab an diesem Abschiedsabend aber Timo Brauer den Unterschied. Er machte dank des schwachen Hönnepeler Torwarts seinen Dreier mit einem 18m-Schuss nach einem Abpraller perfekt. Aber auch jetzt änderte sich nichts Wesentliches. Im Gegenteil, das große (so oft erlebte) Zittern begann.

    Kevin Lehmann krönte zunächst seine mehr als überschaubare Leistung mit einer unnötigen roten Karte (ich habe ehrlich gesagt nicht verstanden, warum er nicht längst vorher ausgewechselt wurde). Dann übernahm der fußballerische Nobody sogar die Spielkontrolle. Zwar hatten der diesmal irgendwie aufgebraucht wirkende und nicht göttlich spielende, ‚Fußballgott’ Holger Lemke (gute Vorarbeit vom eingewechselten Maik Kuta) und Kerim Avci noch zwei dicke Einnetzmöglichkeiten bei den zwangläufig anfallenden  Kontern, aber bei zwei Riesenchancen für Hönnepel (einmal davon grandios von Lamczyck mit einem Reflex über die Latte geklärt) wäre ein Gang zu diesem Zeitpunkt in die Verlängerung nicht unverdient gewesen.

    Aber was soll’s, es blieb beim schmeichelhaften 3:2-Sieg (trotzdem Glückwunsch an die Mannschaft!) und es gab letztendlich nur Gewinner: Die mit wirklich toller Leistung unterlegenen Hönnepeler Spieler und mitgereisten Fans, die einen für sie außerordentlichen Tag mit Stolz in guter Erinnerung behalten können; einen überragenden Timo Brauer, der in seinem vielleicht letzten wichtigen Spiel für RWE noch mal seinen großartigen Charakter bestätigt hat und zum Matchwinner mutierte; eine junge Mannschaft und ihr Trainergespann, die trotz Höhen und Tiefen, nicht zu vergessen die üble Verletzungsmisere, insgesamt eine zufriedenstellende Saison hingelegt haben; der Verein RWE selbst, der durch die Qualifikation für den DFB-Pokal (Dortmund, Bayern & Co.: Das Double für die nächste Saison könnt ihr euch schon jetzt abschminken...) ein paar wichtige Zusatz-Penunzen im Rahmen des vernünftigen Konsolidierungsprozesses einstreichen darf.

    Mich, der noch einmal seinen über fast 30 Jahre währenden Platz auf der Nord in Block L (ohne sichtbehinderndes Walfangnetz) einnehmen konnte, Vincent Wagner, der im Rahmen seiner tollen, beispielslosen Wettaktion (auch in Sachen Fannähe, großes Lob dafür!) - initiiert vom diesmal (vermutlich nur mit Stauder-begleiteten Repräsentationsaufgaben) auf der West beschäftigen UU-Präsidenten – weiter seinen Igel in der Tasche behalten darf , und letztendlich die RWE-Jugendabteilung, die erneut einen satten Betrag der restlichen Wettbeteiligten einstreichen darf!


    Anmerkung von El Presidente:

    Danke Dan für Deine Hilfe. Ich bin ehrlich, eine Spielanalyse hätte ich nur in "Guttenbergischer-Manier" verfassen können. Trotzdem werde ich mir den Mund nicht verbieten laßen und euch mit einigen Anmerkungen beglücken. :-)


     

     

    Fortuna Düsseldorf U23 gegen Rot-Weiss Essen - Kommentar von Happo

    12.05.2012

    Die Fakten:
    Endergebnis: 0:2, Halbzeit: 0:2
    Tore: 0:1 Koep (26.), 0:2 Koep (38.).
    Zuschauer: 905

    Ich bin immer noch völlig sprachlos von der Leistung der Truppe. Keinen einzigen Fehlpass, keine unnötigen Ballverluste, keine taktischen Fehler habe ich gesehen. Kein Wunder, ich war nicht vor Ort.

    Die Englischen Wochen und "arbeitsintensiven" Aktionen sind auch an mir nicht spurlos vorübergegangen. Und so habe ich mir dieses für die Nachwelt wohl eher unbedeutungsschwangere Match einfach mal geklemmt.

    Freundschaftsspiele verlieren mit der Zeit halt ihren Rei(t)z, nur die WAZ-Gruppe nicht. Kleiner Spaß am Rande. Mmmmh. Gut daß Doppeltorschütze "Benne" Koep vor kurzem seinen Vertrag bei RWE verlängert hat. Kein Spieler stellte die Parkuhr ein, keiner verletzte sich.

    Jetzt geht es am Mittwoch im Endspiel des Diebels-Pokal um den Einzug in die DFB-Pokalhauptrunde gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter. Ich laß´ mich nicht von diesem Zungenbrechernamen einlullen. Die haben gute Fußballer in ihren Reihen. Es wird ne harte Nuß, es wird ein echtes Flutlichtspiel, das Letzte im GM-Stadion ! Wie sagt unser Tom123 immer so schön: "Ich bin heiß wie Frittenfett".

    Trotz aller Vorsicht bin ich sicher, die Hönnepeler werden, auch wenn sie aus der Nähe von Kalkar anreisen , nicht vor Freude strahlend die Hafenstraße verlaßen.

    Nur der RWE !



     

     

    Rot-Weiss Essen gegen Borussia Dortmung U23 - Kommentar von HDKRWE

    05.05.2012

    Die Fakten:
    Endergebnis: 0:4, Halbzeit: 0:1
    Tore: 0:1 Boyd (11.), 0:2 Boyd (54.), 0:3 Benatelli (56.), 0:4 Vrancic (66.)
    Zuschauer: 5922

    So, das war es dann also, mein letztes Spiel im Georg-Melches-Stadion.

    Nachdem im letzten Herbst ziemlich schnell feststand, dass RWE mit dem Aufstieg nichts zu tun haben wird, hatte ich keine Einwände mehr, die „Doppelkopfkasseversauftour“ an den Bodensee in die Zeit vom 16. – 20.05. zu legen.
    (Dass ich allerdings dadurch neben dem letzten Heimspiel auch das Pokalfinale verpassen werde, hatte ich Volldepp im letzten Herbst natürlich überhaupt nicht auf dem Plan)

    Aber zurück zum heutigen Spiel.
    Ich muß ehrlich zugeben, dass ich als ansonsten durchaus sentimental veranlagter Zeitgenosse bei diesem für mich letzten Spiel im GMS keinerlei Wehmut empfunden habe.
    Und dies trotz der Jahrzehnte, die ich in diesem Stadion verbracht habe.
    Am 01.05.1971 – also fast auf den Tag genau vor 41 Jahren - hab ich den Tempel zum ersten Mal zum Spiel gegen Hertha BSC betreten.
    Natürlich habe ich in diesem alten Kasten in all diesen Jahren unendlich viele unvergessliche Momente erlebt…….darunter sehr viele Schöne, aber leider auch viel zu viele äußerst Schmerzhafte…….
    Sieben Aufstiege durfte ich mitfeiern und 10 Abstiege musste ich ertragen.
    Von diversen Lizenzentzügen und einer Insolvenz als Krönung abseits des Platzes mal ganz zu schweigen.
    Bei so einer Fangeschichte könnte man vermuten, dass mich heute doch die Wehmut gepackt haben müsste.
    Is aber nich so, überhaupt nich.
    Mag sein, dass ich unter den RWE-Fans mit meiner Einstellung ziemlich alleine da stehe, aber das Georg-Melches-Stadion, an das ich mein Herz verloren hatte, ist für mich schon lange nicht mehr existent.

    Den Abriss der Westkurve 1993 hab ich noch ganz gut verkraftet, da die Westkurve als „Fankurve“ zu diesem Zeitpunkt schon lange ausgedient hatte und „Block K“ an ihre Stelle getreten war.
    Viel härter hat mich persönlich die Neuordnung der Fanblöcke im Jahre 2005 getroffen, als unser Heimblock zum Gästeblock umfunktioniert werden musste.
    Auch danach gab es selbstredend noch Spiele mit „Gänsehautstimmung“, aber es war – zumindest habe ich es so empfunden – nie mehr so wie zuvor.
    Und spätestens nach dem Abriss der halben Nord, konnte ich den Anblick meines verstümmelten und kastrierten zweiten Wohnzimmers kaum noch bzw. gar nicht mehr ertragen.
    Das war und ist nicht mehr mein Georg-Melches-Stadion.
    Ist jetzt sicherlich ein gewagter und vielleicht auch unpassender Vergleich; aber bei einem sterbenskranken und schon lange dahinsiechenden Menschen spricht man nach dessen Ableben immer – mit Recht – von einer Erlösung für alle Beteiligten.
    So in etwa sehe ich auch den anstehenden Abriss des GMS, auch wenn wie gesagt der Begriff „Erlösung“ in einem solchen Zusammenhang unpassend sein mag.

    Auf jeden Fall hat mich aus den oben genannten Gründen beim Spiel heute absolut keine Wehmut gepackt.
    Wie gesagt; ist meine ganz persönliche Meinung und Einstellung.

    Aber genug vom Einblick in mein Seelenleben.
    Kommen wir wieder zum Spiel heute, meinem „Abschiedsspiel“.
    Da hat sich für mich ein bisschen der Kreis geschlossen.
    Bei meinem ersten Spiel GMS am 01.05.1971 hab ich ein trostloses 0:3 mit ansehen müssen und in meinem letzten Spiel im GMS am 05.05.2012 ein noch trostloseres 0:4 gegen den BVB II.
    Zu diesem Spiel viel zu schreiben lohnt nicht wirklich.
    Nur so viel; ich finde es absolut ok und nachvollziehbar, dass Trainer Wrobel nach der enormen Belastung der letzten Wochen und angesichts des bevor stehenden Pokalfinales fast die komplette erste Elf geschont hat.
    Nur hätte ich mir dann an seiner Stelle im Vorfeld die Ankündigung verkniffen, dass man es der Liga schuldig ist, das Spiel nicht abzuschenken und man endlich auch mal eine Truppe aus den „Top Five“ schlagen möchte.
    Das passt nicht so ganz zusammen.
    Wobei man wirklich nicht sagen kann, dass sich die Ersatztruppe auf dem Platz irgendwie hätte hängen lassen.
    Allein Enzmann hatte in der ersten Halbzeit zwei gute bis sehr Möglichkeiten.
    Aber auf Dauer war diese Mannschaft gegen einen Aufstiegskandidaten vollkommen unterlegen.
    Es wurde dabei mehr als deutlich, warum diverse Spieler keinen neuen Vertrag bekommen, und von denjenigen, bei denen noch keine Entscheidung getroffen worden ist, hat sich wahrlich keiner für einen neuen Vertrag empfehlen können.

    Und auch wenn die Lotteraner an der heutigen RWE-Aufstellung nicht wirklich viel Spaß gehabt haben werden; sollten sie tatsächlich auf der Zielgeraden noch abkacken, werden sie das nicht ernsthaft am heutigen Spiel festmachen wollen.
    Die Saison ist für RWE nun mal schon lange gelaufen und die Luft ist entsprechend völlig raus.

    Meine gute Laune kann in diesen Tagen ohnehin nichts vermiesen;
    Emily wurde geboren und mein Spezi Benedikt Koep hat bis 2014 verlängert.

    Man sieht sich in der neuen Saison.

     

    TSCHÜß „GEORG-MELCHES-STADION“, WILLKOMMEN „WIE-IMMER-DU-AUCH-HEIßEN-WIRST-STADION“



     

     

    KFC Uerdingen gegen Rot-Weiss Essen - Zusatz-Kommentar von Dangerous Dan

    03.05.2012

    Die Fakten: ..siehe Kommentar von HDKRWE

    Fußball ist und bleibt ein unberechenbarer Sport. Das macht ihn so interessant und faszinierend. Bestes Beispiel war wieder der Pokalfight am gestrigen Abend zwischen dem KFC Uerdingen und unseren rot-weißen Lieblingen vor gut 6.500 Zuschauern.


    Da beherrscht eine Mannschaft die andere über vierzig Minuten in allen Belangen und eine erste kleine Unsicherheit sowie eine kurze Zeit später folgende, ziemlich fragwürdige Elfmeterentscheidung bringt ein bis dato stabiles Gebilde ins Wanken. Aber fangen wir vorne an. Es schien, als wenn die Jungs sich meine harsche Kritik nach dem schwachen Homberg-Spiel zu Herzen genommen hätten und mir es mal so richtig zeigen wollten. Fast schon lehrbuchartig demonstrierten sie, wie man als höherklassig spielender Verein in einem Pokalspiel, einem motivierten Außenseiter, den Wind von Anfang an aus den Segeln nimmt.
    Es wurde aggressiv gepresst, selbstbewusste Körpersprache an den Tag gelegt, wunderbar kombiniert und sogar dabei nicht vergessen, Tore zu schießen. 1:0 durch Koep nach herrlichem Pass von Kaya durch die Abwehrkette , der den Torwart eiskalt umkurvte und locker einschob. Ich fragte mich spontan, wann ich das letzte Mal erlebt hatte, dass ein RWE-Spieler eine solche 1:1 Situation derartig abgezockt gelöst hatte.
    Dem nicht genug, es folgte Chance um Chance und noch ein weiteres Tor. Nach einem tollen, langen Seitenwechsel aus der eigenen Hälfte wurde der Ball staffettenartig laufen gelassen und der überragende Kerim Avci netzte final mit einer furztrockenen, platzierten linken Außenristflachklebe zum umjubelten 2:0 ein. Uerdingen stand wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange, die übler Weise an diesem Abend auch noch mit elf Köpfen und ebenso vielen hungrigen Mäulern bestückt zu sein schien.
    Und es folgten die nächsten Gelegenheiten, den Vorsprung weiter auszubauen. Die Krefelder hätten sich nicht beschweren können, wenn sie mit einem aussichtslosen 0:4-Rückstand in die Pause gegangen wären. Doch es sollte anders kommen. Kurz vor der Halbzeit gelang es ihnen erstmals, sich auf der rechten Seite durchzutanken. Die bisher resolut abräumenden Abwehrspieler (dabei Jasmund überragend) ließen den Uerdinger Angriff gewähren, schöne Flanke und ein herrlicher Seitflugkopfball von Ferati mit derartigem Effet, dass er vom Innenpfosten genau ins Netz flutschte. Kurz nach der Pause rennt ein Uerdinger dem völlig unbeteiligten Benedikt Koep (bis dahin wieder mal eindrucksvoll den ‚Drecksack‘ im offensiven Mittelfeld praktizierend) von hinten in die Parade, stürzt und der recht schwache Schiedsrichter Thomsen (samt seiner Linienrichter) zeigt zur Überraschung aller Anwesenden auf den Elfmeterpunkt. Saka verlud Lamczyck sicher.
    Es stand 2:2 und ein bis dahin sicher kontrolliertes Spiel war plötzlich aus den Fugen geraten. In der Restzeit war - trotz weiterhin läuferischer und optischer Überlegenheit - der rot-weiße Spielfluss gerissen. Die Uerdinger standen besser und agierten jetzt auch wesentlich energischer. Von Avci gingen nicht mehr die Ideen aus, es folgte lediglich eine mäßig anzusehende Mixtur aus Kampf, ‚Langholz‘ und ‚Klein-Klein‘, die nur noch von der Spannung getragen wurde.
    Die paar wenigen Chancen, die es gab, wurden von dem zwar fleißigen, aber ohne Kaltschnäuzigkeit und körperlichem Durchsetzungsvermögen ausgestatteten Kaya liegen gelassen. Fast hätte der agile Saka sogar noch den Uerdinger Führungstreffer geköpft, als der eingewechselte Maik Kuta beim Kopfballduell den Gesetzen der Erdanziehungskraft nicht entgegenzuwirken gedachte. So blieb es auch nach 120 Minuten bei einem unbefriedigenden, aber irgendwie (dank der Uerdinger Moral) doch gerechten Unentschieden.


    Dann schlug die Stunde des Dennis Lamczyck, dessen Weiterbeschäftigung für die öffentliche RWE-Gemeinde ja immer noch in der Schwebe hängt (der Fall Thamm lässt grüßen…). Nicht zu vergessen allerdings auch die drei Elfmeterschützen Jasmund (Bestnote für ihn), Grummel (mit starker Vorstellung in der ersten Halbzeit) und Brauer (mit toller Leistung über die gesamte Partie), die dem Druck stand hielten und sicher verwandelten. Dennis wehrte alle drei Uerdinger Elfer in seiner Paradeecke mit Bravour ab, und sicherte Rot-Weiß erneut die Aussicht, an die attraktiven Geldtöpfe des DFB gelangen zu können.
    Er rannte allerdings nicht zur Essener Bank, sondern sofort zum rot-weißen Anhang und wurde zur Belohnung mit euphorischen Sprechkören gefeiert. Waldemar Wrobel mimte dann aber doch den Gentleman und umarmte irgendwann später den Keeper. Trotzdem hatte die Szenerie so etwas von einem sich anbahnenden Abschied. Für mich persönlich, egal wie auch immer, was da hinter den Kulissen abläuft, Rot-Weiss hat für die neue Saison sicher wichtigere Personalfragen (Stürmer/Stabilisierung der Innenverteidigung mit weniger verletzungsanfälligen Spielern) zu lösen.


    Summa Summarum ein unterhaltsames Pokalspiel mit einer schönen und letztendlich erfolgreich ausgegangenen Dramaturgie, die nichts für schwache Nerven war. Glückwunsch an die Mannschaft! Jetzt gilt es nochmal für ein Match, die Kräfte zu bündeln und den psychologischen Vorteil gegenüber (ich vermute mal, dass RWO sein Halbfinalspiel trotz nicht beneidenswerter Situation gewinnen wird) den angeschlagenen und abgestiegenen Oberhausenern zu nutzen. Vor mir aus gerne auch wieder nach Elfmeterschießen mit Vincent Wagner zum Dritten…!


     

     

    KFC Uerdingen gegen Rot-Weiss Essen - Kommentar von HDKRWE

    03.05.2012

    Die Fakten:
    Endergebnis: 5:2 n.E., 2:2 nach 90 Minuten und Verlängerung, Halbzeit: 1:2
    Tore: 0:1 Koep (11.), 0:2 Avci (21.), 1:2 Ferati (38.), 2:2 Saka (Foulelfmeter, 56.).
    Zuschauer: 6201

    Uerdingen gegen RWE.
    Da wurden Erinnerungen an gute alte RWE-Zeiten wach, auch wenn Uerdingen damals noch als Bayer Uerdingen auflief.
    Und in der Tat war die Atmosphäre in der Grotenburg gestern abend echt „Old school“.
    Flutlichtspiel, eine heruntergekommene nicht überdachte Stehkurve und zwischendurch immer wieder leichter Regen; da fühlte man sich fast wie ein Zeitreisender und hatte so ein bisschen das Westkurvenfeeling der 70er.

    Vor dem Spiel war ich nicht ganz so grenzenlos optimistisch wie viele andere RWE-Fans, die schon auf dem Parkplatz lauthals und siegesgewiss „EUROPA-POKAL“ im Chor anstimmten.
    Immerhin hat Uerdingen – wie RWE - für einen Amateurverein nicht nur einen relativ großen Namen, sondern auch nicht unbedingt die schlechteste Truppe beisammen.
    Und dass klassentiefere Mannschaften durchaus mal über sich hinaus wachsen können, hat nicht zuletzt RWE in der Vergangenheit mehrfach unter Beweis gestellt.
    Union Berlin, Düsseldorf und auch Wuppertal lassen da grüßen.

    Aber nach einer gespielten halben Stunde war ich die Lässigkeit in Person.
    Nachdem was RWE bis dahin geboten hatte, musste selbst ein Pessimist wie ich auch nicht ansatzweise die Sorge haben, dass da irgendwas anbrennen könnte.
    RWE war turmhoch überlegen und hat den KFC mehr oder weniger an die Wand gespielt.
    Die waren bis zu diesem Zeitpunkt mit dem 0:2 mehr als gut bedient und hätten sich über ein 0:3 oder 0:4 nicht beschweren dürfen.

    Tja, und dann lag die Kugel plötzlich irgendwie hinter Lamczyk im Tor.
    Es war der erste Ball (zugegeben, ein sehr schöner Kopfball), der auf das RWE-Tor kam…und der passte sofort.
    Danach war es dann ein durchweg spannendes typisches Pokalspiel zweier insgesamt gleichwertiger Mannschaften, auch wenn ich RWE in spielerischer Hinsicht als die bessere Mannschaft gesehen habe.
    Obwohl ich auch irgendwie das Gefühl nicht los geworden bin, dass die RWE-Kicker angesichts ihrer wirklich starken Leistung in den ersten 30 Minuten zu selbstsicher waren und genau wie ich auch nicht mehr mit einem „Comeback“ des KFC gerechnet haben.
    Dementsprechend haben sie sich zu Beginn der zweiten Halbzeit etwas schwer getan, den nun beginnenden „Pokalkampf“ anzunehmen.
    Die zweite Halbzeit und die Verlängerung waren jedenfalls nichts für meine schwachen Nerven.
    Kann natürlich auch sein, dass ich wegen der „Freundschaftsspiele“ in der Meisterschaft keinen echten Wettkampfstreß mehr gewöhnt bin.
    Uerdingen ist jedenfalls durchaus verdient zum Ausgleich gekommen und beide Mannschaften hatten anschließend ihre Chancen zum Sieg.

    Für das abschließende Elfmeterschießen kann ich meinem RWE nur eine glatte 1 geben.
    Drei eigene Elfer todsicher verwandelt und drei Uerdinger Elfer von „Hexer“ Lamczyk fast schon aufreizend lässig entschärft.
    Besser kann man es nicht machen.
    Für mich war das gestern ein rundum erfreulicher Abend mit einer erneut bemerkenswerten Leistung einer echten MANNSCHAFT.

    Ich darf gar nicht darüber nachdenken, dass ich das Endspiel nicht sehen kann…….



     

     

     

    FC Schalke 04 U23 gegen Rot-Weiss Essen - Kommentar von Happo

    29.04.2012

    Die Fakten:
    Endergebnis: 2:3 Halbzeit: 2:2
    Tore: 1:0 Wiegel (17.), 2:0 Iberdemaj (22.), 1:2 Avci (25.), 2:2 Brauer per Elfmeter (43.), 2:3 Koep (65.)
    Zuschauer: 2400

    Was soll ich immer wieder von alten Zeiten faseln. Es ist wie es ist, RWE muß sich halt mit der U23-Manschaft von Schalke 04 messen und zwar in einem Pflichtspiel. Dementsprechend liefen meine Helden nicht in der Arena, sondern im Mondpalast von Wanne-Eickel auf.

    Wenn schon nicht erstklassiger Fußball, dann aber eine erstklassige und äußerst komfortable Hinfahrt genießen. Möglich machte das "WAZist" Ralf, dem ich diesen exclusiven Kurztripp zu verdanken hatte. Freundliche Begrüßung durch Schalker Urgesteine und Funktionsträger wie den Leiter der Nachwuchsabteilung Bodo Menze (sehr netter Zeitgenosse), Kuchen, Kaffee und Säfte im Presseraum, Sitzplatz für Nüsse und herrlicher Sonnenschein, wie sollen da negative Gedanken aufkommen ?

    Selbst das 0:1 der "Blauen" in der 17.Minute tat meiner guten Laune keinen Abbruch. Eher schon das 0:2. Dennis Lamczyk wollte wohl beweisen, daß er ein mitspielender Torhüter ist. Seine "Hacke-Spitze-Eins-Zwei-Drei-Einlage" ging völlig in die Hose. Ich hatte die Szene schon abgehakt, die Kamera entschärft, als Iberdemaj dem an sich guten Dennis den Ball wegspitzelte und die Führung der Gastgeber ausbaute. Trotzdem, Dennis Lamczyk hat gerade in den letzten Spielen herausragende Leistungen geboten, deshalb Schwamm drüber. Er wird sich am meisten darüber ärgern, ganz dicht gefolgt von Waldi Wrobel.

    Es war aber nicht so, daß S04 drückend überlegen war. Beide Mannschaften spielten vorsichtig, kontrolliert und waren zunächst um Sicherung des eigenen Strafraums bemüht. Die Tore bewirkten, daß RWE das Tempo erhöhte und mehr Risiko einging. Bereits nach wenigen Minuten zahlten sich die Bemühungen aus. Der spielstarke Avci zog aus gut 18 Metern ab, Himmelmann streckte sich vergeblich. Neuer Spielstand 1:2. Essen war nun spielbestimmend. Holger Lemke wurde im Sechzehner von den Beinen geholt, anstelle eines Elfmeter gab es die Gelbe für den "Fußballgott". Eine strittige Entscheidung. Noch strittiger für meinen Geschmack allerdings der gegebene Elfer für RWE. Ob tatsächlich ein Foulspiel vorlag, als Benedikt Koep beim Torschuß gehindert wurde ? Bildet euch selbst ein Urteil anhand der Videoaufzeichnung. Timo Brauer (starke Leistung heute !) verwandelte sicher.

    Mit dem 2:2 ging es dann in die Kabine.

    Die zweite Hälfte begannen beide Teams etwas verhaltener, der Temperatur angepasst. Je länger die Partie lief, umso stärker wurde RWE. Der Führungstreffer lag in der Luft. Koep, Lemke und Kaya mit guten Tormöglichkeiten. Das 3:2 war dann ein echter Hingucker. Bendedikt Koep zog aus über 20 Metern ab. Wieder war Himmelmann chancenlos. Jubel beim Essener Anhang.
    Auch in der Folgezeit bestimmte Rot-Weiss das Geschehen, war einem weiteren Treffer näher als die Gelsenkirchener. In den letzten Minuten versuchte der Gastgeber zwar noch den Ausgleich zu erzielen, das allerdings oft zu zaghaft. Lediglich ein gefährlicher Freistoß ließ meinen gut eingestellten Blutdruck nur minimal ansteigen.

    Es war ein verdienter Sieg, keine Frage. Keine überragende Leistung, aber vor dem Hintergrund der letzten Wochen und der Tatsache, daß RWE nach der Auswechslung von Thomas Denker ohne gelernte Innenverteidigung auskommen mußte, eine lobenswerte.

    Timo Brauer und Bendikt Koep zeigten eindrucksvoll, wie wichtig sie für das Team sind. Ich würde sofort mit ihnen die Verträge verlängern. Wenn ich genügend Geld hätte. Auch Avci hinterließ einen starken Eindruck. Insgesamt eine geschlossene Manschaftsleistung.

    Pechvogel bleibt Abwehrrecke Thomas Denker. Was der in den letzten Wochen so alles einstecken mußte, unfassbar. Ist wohl auch seiner Spielweise geschuldet, ebenso wie die von Bendekit Koep.

    Das Saisonziel, ein Platz zwischen 9 und 10 wird zwar nicht realisierbar sein, Platz 9 aber ist bereits so gut wie sicher. Waldi, gib für nächste Saison doch Platz 1 als Minimalziel vor. Augenknipser-Buttom aus.

    Wofür brauch´ich ein Handy, wenn die Nachtigall eines der modernsten Multimediasprechfunkgeräte wo gibt besitzt und damit meine Rückreise mit Fahrerin "Mit-Karte-Karin" organisierte. Übrigens, Schwesterchen ist ein Gehimtipp für jeden Kreisverkehrliebhaber. In einem Solchen fuhr sie 3 Runden Vorsprung auf den Zweitplatzierten heraus. :-)

    Mittwoch geht es dann hoffentlich richtig rund. Uerdingen, wir kommen !




     

    Rot-Weiss Essen gegen Idar-Oberstein - Kommentar von HDKRWE

    21.04.2012

    Die Fakten:
    Endergebnis: 0:0 Halbzeit: 5:0 :-)
    Tore: Fehlanzeige
    Zuschauer: 5600

    Was soll man zu solch einem Spiel groß schreiben?
    Sehr viel fällt mir wirklich nicht ein.

    Ich möchte das jetzt auch keinesfalls als Kritik  aufgefasst wissen; aber es wird höchste Zeit, dass die Saison zu Ende geht.
    Die Mannschaft hat mich in dieser Saison im Rahmen ihrer Möglichkeiten zufrieden gestellt und mir auch sehr oft richtig viel Spaß bereitet, aber jetzt ist die Luft offensichtlich völlig raus.
    Und zwar nicht nur bei den – noch einsatzfähigen – Spielern.
    Während des Spiels waren etliche Zuschauer auf der Nord mehr mit Unterhaltungen mit den Nebenleuten, als mit dem Geschehen auf dem Rasen beschäftigt.
    Das Spiel hat allenfalls noch am Rande interessiert.
    Aber auch da will ich niemandem einen Vorwurf machen.
    Wie könnte ich auch? Bei mir war es nämlich genau so.
    Hab schon lange kein Spiel mehr miterlebt, bei dem ich so oft auf die Uhr gesehen habe….

    Obwohl ich gemessen am dem, was da für eine RWE-Formation auf dem Platz stand, das Spiel selbst vergleichsweise gar nicht mal soooo langweilig oder gar besonders schlecht fand.
    Da gab es sicherlich schon schlechtere und ödere Kicks von RWE…….man frage z. B. nach bei Happo und anderen Fans, die am Mittwoch in Verl waren…..
    Es war ja wirklich nicht so, dass die Jungs nicht alles versucht hätten; und ein paar Chancen haben sie sich ja auch erspielt.
    Aber alles in allem war offensichtlich, dass die Truppe nach den ganzen englischen Wochen insgesamt nur noch auf Notstrom läuft und aus dem letzten Loch pfeift.
    Wenn man dazu – erneut – berücksichtigt, wer heute alles nicht gespielt hat/nicht spielen konnte, ist solch ein Spielniveau nicht unbedingt überraschend.
    Nur tendiert der Spaßfaktor bei solchen Spielen natürlich gegen Null.
    Bei den Spielern und erst recht bei den Zuschauern.
    Also; bringen wir die letzten vier Meisterschaftsspiele irgendwie einigermaßen anständig hinter uns.
    Obwohl da ja noch zwei Derbys anstehen und zumindest der Kick gegen den BVB II – falls die dann noch aufsteigen können – noch mal ein bisschen prickeln könnte.

    Was ansonsten wirklich noch bleibt ist natürlich der Pokal.
    Bleibt zu hoffen, dass ein paar Haudegen wie Heppke, Wagner oder Koep für Uerdingen wieder fit sind und die Mannschaft irgendwie noch ein paar Energiereserven aktivieren kann.
    Die zu erwartende Atmosphäre in der Grotenburg könnte diesbezüglich durchaus hilfreich sein.



     

     

     

    SC Verl gegen Rot-Weiss Essen - Kommentar von Happo

    19.04.2012

    Die Fakten:
    Endergebnis: 2:1 Halbzeit: 0:0
    Tore: 1:0 Schröder (62.), 2:0 Martinovic (72.), 2:1 Brauer (84./Handelfmeter).
    Zuschauer: 410

    Findet ein Spiel im Stadion an der Poststraße statt, heißt das noch lange nicht, daß auch tatsächlich die Post abgeht. Gerade mal 410 zahlende Zuschauer plus einer Handvoll Laugucker lockte die Begegnung zwischen dem Ortskrösus SC Verl gegen Rot-Weiss Essen an diesem frühen Mittwochabend an.

    Was dann in der ersten Hälfte von beiden Mannschaften geboten wurde, erinnerte eher an ein lockeres Einlagespiel denn an ein Meisterschaftsspiel in der Regionalliga. Naja, in dieser Saisonphase ging es für beide Teams lediglich darum, kosmetische Korrekturen in der Tabelle vorzunehmen. Aufgrund der Verletztenliste, neben den Langzeitverletzten gesellten sich Wagner, Koep und Kuta hinzu, hatte ich eh keine großen Erwartungen gehegt. Zudem nahm Kapitän Brauer zunächst Platz auf der Reservebank.

    Doch all das entschuldigt keinesfalls die desolate Vorstellung gerade in Halbzeit Eins. Auch der Kräfteverschleiß der letzten Wochen reicht nicht als Erklärung aus. Eher war es eine Sache der Einstellung. Dienst nach Vorschrift, etwas was auch ich hervorragend beherrsche. An aufregende Strafraumszenen kann ich mich momentan nicht erinnern, da ist nichts haften geblieben.

    In Hälfte Zwei steigerten sich wenigstens die Hausherren, zeigten mehr Engagement und erspielten sich einige hochkarätige Torchancen (u.a. Lattentreffer). Dem eingewechselten Verler Schröder war es vorbehalten das viel, oder besser gesagt umjubelte 1:0 zu erzielen. Als dann 10 Minuten später das 2:0 fiel, schien die Partie entschieden und RWE geschlagen. Das Stadion glich einem Hexenkesselchen.

    Erst jetzt wachte Essen auf, so ganz kampflos wollte man sich doch nicht geschlagen geben. Timo Brauer (wurde in der 66.Minute eingewechselt) verwandelte einen Handelfmeter zum Anschlußtreffer. Und fast wäre kurz vor dem Ende der Partie noch der Ausgleich gefallen, doch Thomas heißt nicht umsonst Denker. Chance vertan. Abpfiff.

    RWE verpaßte auch die Chance in der Tabelle weiter nach Oben zu klettern. Wie sagt Waldemar Wrobel immer so schön, das Kollektiv hat nicht funktioniert. Einzelkritiken sind überflüssig.

    Spannender ging es am Rande des Spiels zu. Stille Post, mal nicht auf die Atmosphäre während des Spiels gemünzt, machte die Runde. Es hieß, Timo Brauer wechselt kommende Saison zum MSV Duisburg. Gerüchte halt, dachte ich. Als mir dann aber Uwe Weidemann über den Weg lief, bewertete ich die Sachlage doch anders. Wäre schade und macht die Sache nicht einfacher für die kommende Spielzeit die Mannschaft zu verstärken.

    Das Spiel werde ich nicht lange auf meiner Festplatte speichern, wohl aber den Besuch der Ostwestfalenfraktion mit Detlef, Marc, Micha und seinem Sohnemann "Bomber" Louis. So wurde der Fußballabend doch noch wertvoll und lohneswert.

    Ganz großes Dankeschön auch an meinen Fahrer, Sir Roland, auch als "The Eagle" bekannt. Die knapp 300 KM legte er wie im Flug zurück. Meine Gesichtshaut ist jetzt wieder faltenfreie Zone.

    Wir sehen uns dann Samstag an der Hafenstraße, wenn Idar-Oberstein das wahre Gesicht von RWE zu sehen bekommt.

    So long, der Happo

    Wer will, kann sich ein paar wenige bewegte Bilder vom Spiel antun. Die Kamera hatte ich zwischenzeitlich ausgeschaltet. Atmosphäre und Spielqualität kommen trotzdem einigermaßen gut rüber. Die Kommentare sind allemal hörenswert :-))

    Hinweis: Der Film ist nicht für Jugendliche unter 16 Jahre sowie YouTube geeignet




     

     

    SC Wiedenbrück 2000 gegen Rot-Weiss Essen - Ohne Kommentar, wir waren ja nicht da

    16.04.2012

    Die Fakten:
    Endergebnis: 0:1 Halbzeit: 0:1
    Tore: 0:1 Lemke (32.)
    Zuschauer: 954

    Einen Satz doch noch dazu: Vor dem Hintergrund, daß neben Heppke auch noch Avci und Grund ausfielen, zu allem Übel Vincent Wagner verletzungsbedingt ausgewechselt werden mußte, können wir nur den imaginären Hut vor dieser Energieleistung der Truppe ziehen.

    Die hauen rein, als ginge es noch um Auf- oder Abstieg. Respekt !


     

     

     

    Rot-Weiss Essen gegen Eintracht Trier - Gast-Kommentar von Herrn Ex-OB Uwele

    12.04.2012

    Die Fakten:
    Endergebnis: 0:4 Halbzeit: 0:2
    Tore: 0:1 Pintol (35.), 0:2 Kulabas (37.), 0:3 Kraus (47.), 0:4 Pagenburg (69.).
    Zuschauer: 5812

    HAUAHAUA – Was war dass denn ???

    Essen gegen Trier : NULL zu VIER !!!!!!

    Was sich hier jetzt vielleicht noch rein „lautmalerisch“ recht nett anhört, ist natürlich für jeden RWE-Fan, der ein wenig was auf sich hält, sowas ähnliches wie „Seelen-Porno“ ! Neeneenee ... das war dann gestern mal wirklich ein Fußball-Abend zum knicken!
    Aber was soll´s ! Jeder, der selbst schon mal auf dem Platz gestanden, und gegen das runde Leder „gekloppt“ hat, weiß wie solche Spiele zustande kommen. Es gibt einfach solche Tage, wo man morgens aufsteht, und sich schon bei der allerersten „Tagesbeschäftigung“ den Finger in der Nase abbricht. Blöd wird es eigentlich nur, wenn sich dann an ein-und-demselben Tag gleich 11 solcher „Leidensgenossen“ zum gemeinsamen Fußball-Spielen treffen ! Irgendwie ist dann das Ergebnis schon vorprogrammiert !
    Und genau solch einen Unglückstag haben unsere Jungs dann wohl gestern abend erwischt !
    Wie gesagt – Es kommt dann eben Eins zum Anderen ! Und am Ende steht dann eben ein desaströses Endergebnis auf der „schnuckeligen“ Anzeigetafel ! 0 : 4 – Heimpleite ! Schon krass – irgendwie ! Und noch krasser, daß am Ende eigentlich kein einziger Beteiligter so ganz genau sagen kann, wie das jetzt passieren konnte ! So ist er eben – der von uns allen so sehr geliebte Fußballsport. Gerade diese Unberechenbarkeit macht auch den ganz besonderen Reiz dieses Spiels aus ! Dieses mal waren eben WIR die Leidtragenden. Gönnen wir es ganz einfach den Jungs von der Mosel. Auch deren Saison läuft absolut nicht so, wie sie es sich vorgestellt hatten !

    Eine Einzelkritik für jeden RWE-Spieler erübrigt sich an einem solchen Abend, und verbietet sich im Prinzip von alleine. Ich jedenfalls werde einen Teufel tun, auch nur einen einzigen unserer Truppe weder positiv noch negativ aus dem gestrigen „Gesamt-Kunstwerk“ herauszuheben ! Die gesamte Mannschaft hat ganz einfach mal so richtig einen auf den Latz gekriegt ! Und – Ist das jetzt sooooooo schlimm ! Das ist schon ganz anderen ( und erheblich besser bezahlten ! ) Mannschaften passiert ! Ich kann mich an genügend Spiele der 1.Bundesliga erinnern, in denen die unterlegenen Teams noch höchst dankbar gewesen wären, wenn sie „NUR“ 0 : 4 verloren hätten. Also : Im Prinzip alles halb so schlimm. Auch wenn es gestern natürlich in den Augen und auch der Seele weh getan hat. Daß unsere Jungs auch ganz anders Fußball spielen können, haben sie in den zurückliegenden Wochen zu genüge bewiesen. Und die Grund-Tendenz ist deutlich ansteigend. Daran sollten wir RWE-Fans uns nach einem solchen Abend hochziehen.
    Wenn der Akku nach etlichen englischen Wochen irgendwann eben mal leer ist, hilft auch noch so viel guter Wille ab einem gewissen Zeitpunkt einfach nicht mehr weiter. Und dieser „Gewisse Zeitpunkt“ war im Spiel gegen die Eintracht allerspätestens nach dem sehr schnellen Gegentor zum 0 : 3 kurz nach der Pause gekommen ! Daß dieses Tor dann von unserem Standpunkt von der Nord-tribüne aus auch noch ganz extrem nach Abseits gerochen hat, ergänzt dann einen solchen „Seuchen-Abend“ auf´s trefflichste ! Shit happens ! Wie schon weiter oben erwähnt – An einem solchen Tag kommt ein Unglück zum Anderen ! An solch einem Abend kann man dann nur noch irgendwie Schadens-Begrenzung betreiben. Das zumindest ist unseren Jungs noch halbwegs gelungen !
    Ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher, daß unserer Truppe das gestrige Ergebnis selbst am meisten peinlich ist. Zumal es ja irgendwie ein historischer Abend war. Zum vermutlich letzten mal brannten gestern Abend zu einem Pflichtspiel die Flutlichtmasten an unserer alten Hütte. Und jeder RWE-Fan weiß, was Flutlicht an der Hafenstraße heisst ! Was gab es da schon für dramatische und unvergessene Spiele im GMS ! Wir Fans werden uns immer daran erinnern, und werden diese magischen Nächte in unserem Gedächtnis abspeichern. Immer in der Hoffnung, daß diese manchmal geradezu unglaublichen Abend-Spiele in unserem neuen Stadion eine entsprechende Fortsetzung finden werden !!!
    Und wo ich gerade beim Thema „Einzigartige Hafenstraßen-Atmosphäre“ bin, möchte ich an dieser Stelle unseren Fans für ihren gestrigen Support dann auch noch ein allerhöchstes Lob aussprechen. Wer es tatsächlich fertigbekommt, an einem solch desaströsen Abend 10 Minuten vor Ende der Partie beim Stand von 0 : 4 voller Enthusiasmus den „Schreck vom Niederrhein“ zu intonieren, verdient jeglichen allerhöchsten Respekt. Und auch die Choreographie nach Ende des Spiels hatte absoluten Gänsehaut-Charakter. Ganz großes Kino, und eines solch historischen Abends absolut würdig. Und es hat auch gezeigt, daß man mit Pyro-Technik auch sehr verantwortungsvoll umgehen kann. Pyro ist beileibe nicht immer und überall „kriminell“. Manchen „Leuten“ an entscheidenden Stellen hätte es vielleicht ganz gut zu Gesicht gestanden, wenn sie die Abschluß-Choreo unserer Ultras gestern abend selbst live erlebt hätten. Könnte möglicherweise zum „Nach-u. Überdenken“ anregen !
    Also - Auch wenn man sich hier jetzt vielleicht schon zum zigsten Male wiederholt – Ich sag´s ganz einfach NOCHMAL :
    Die meisten Klubs in dieser Republik würden sich die Finger nach einer solch treuen und begeisterungsfähigen Anhängerschaft ablecken. Die RWE-Fans sind absolut einmalig ! Unkaputtbar ! Durch nichts vom Glauben abzubringen ! Diese Fans sind das größte Faust-Pfand unseres Klubs. Ohne diese Jungs und Mädels wäre ROT-WEISS ESSEN längst mausetot !!!

    Ich für mich kann jedenfalls trotz einem etwas „unschönen“ Endresultates ein in fast in jeder Hinsicht positives Fazit aus meinem erneuten „Abstecher“ zur Hafenstraße ziehen! Klasse Atmosphäre – Wie gewohnt lauter „nette“ Leute wiedergesehen – und beim letzten Flutlchtspiel im GMS dabeigewesen ! Viel mehr geht ja kaum ! Ich komme wieder – Verlasst euch drauf !
    Und irgendwann erlebe ich auch mal wieder einen schönen „gepflegten“ RWE-Heimsieg ! Wär´ ja noch schöner !
    Nur über das Verhalten eines gewissen Herrn HDK... wird noch in aller Deutlichkeit zu sprechen sein. So einfach „Mir-Nix-Dir-Nix“ beim Stande von 0 : 2 die von allerhöchster präsidialer Stelle ausgesprochene Berichterstattungspflicht an einen völlig unbedarften und weitgereisten RWE-Verrückten abzutreten, halte ich auch jetzt immer noch für höchst skandalös !!!

    UNGLAUBLICH DIESER MANN - Eigentlich UNTRAGBAR !!!

    In diesem Sinne – Euer Ex-OB !





     

     

     

    VfL Sportfreunde Lotte gegen Rot-Weiss Essen - Kommentar von Happo

    09.04.2012

    Die Fakten:
    Endergebnis: 1:1 Halbzeit: 0:1
    Tore: 0:1 Grund (43.), 1:1 Schlösser (92.)
    Zuschauer: 2204

    Tradition hin, Tradition her, die Sportfreunde aus Lotte haben RWE sowohl in sportlicher wie auch finanzieller Hinsicht den Rang abgelaufen. Das ist Fakt. Und so gab es keine zwei Meinungen, wer als Favorit in die Begegnung ging. Dabei ist Rot-Weiss nicht ganz unbeteiligt an deren Höhenflug, stehen doch mit Maczkowiak, Czyszczon, Gorschlüter, Neubauer, Zinke, Wiwerink und Schnier immerhin 7 Spieler im Kader des aktuellen Spitzenreiters der Liga 4. Ob der Straßenname "Im Walpurgistal" tatsächlich zu Ehren des Trainers Maik Walpurgis getauft wurde, ist allerdings nicht erwiesen.

    Bei strahlendem Sonnenschein machte ich mich gemeinsam mit Kilometerfresser Jost, Navigator Jascha, RWE-Edelfan Willi B. (B steht nicht für Birgel), Jörg die Kachelschlampe und den auf einen Kinder- und Spielsitz platzierten Super-Driver Achim auf den Weg Richtung Lotter Kreuz. Nach den letzten Erfolgen mit breiter Brust.

    Auf einem in die ländliche Umgebung wunderbar integrieten und naturbelaßenen Parkplatz wurden wir bereits von unseren Ostwestsfälischen Freunden Micha, Detlef und Marc in Empfang genommen. Wie immer ging das nicht ohne innige Umarmungen und gegenseitig ausgesprochenen Komplimenten über die Bühne. Demnach sahen wir alle gut aus.

    Weniger lustig und friedlich ging es im Eingangsbereich zu. Höchste Sicherheitsstufe, die Essener kommen. So verpaßte ich die ersten gut 10 Minuten von einem der besten Auftritte der Rot-Weissen auf des Gegeners Plätzen in dieser Saison.

    Der Rasen schien in einem sehr guten Zustand zu sein, eine Diskussion zu diesem Thema erübrigt sich somit.

    RWE war hellwach, wurde von Minute zu Minute mutiger und forscher. Zwangsläufig ergaben sich einige Torchancen (Kaya, Grund, Lemke), bis es dann endlich im Tor der Lotterraner einschlug. Der wiederum überragend agierende Kevin Grund überlistete mit einem gefühlvollen Heber nach Vorarbeit von Kaya den Sportfreunde Keeper Buchholz. Mit der verdienten Führung ging es in die Halbzeitpause.

    Leider schlug das Verletzungspech vorher erneut zu. Bendekit Koep wurde übel gefoult, machte zunächst weiter. David Czyszczon hatte wohl etwas dagegen und senste unsere Nr.30 erneut um. Gelb empfand ich als zu milde Strafe.

    Doch RWE steckte auch diesen Ausfall weg, knüpfte unverändert an die Leistung der ersten 45 Minuten an. Zwar erhöhte Lotte nun den Druck, Essen gelang es aber immer wieder Nadelstiche in Form gefährlicher Konter zu setzen. Natürlich besaß auch der Spitzenreiter Möglichkeiten zu einem Torerfolg zu kommen. Doch Dennis Lamczyk zeigte sich in bestechender Form und verhinderte den Ausgleich. In einer Szene wäre auch er machtlos gewesen, als der Pfosten für ihn retten mußte.

    Große Aufregung dann gegen Ende der Partie. Lukas Lenz bugsierte die Kugel über die Linie, doch aus einer vermeintlichen Abseitsstellung. Die Zeichen standen trotzdem auf Sieg. Aber im Fußball darf man sich nie zu sicher sein. Ein Ostersonntagsschuß schlug unhaltbar im Winkel des Essener Tores ein. Keine Frage, ein richtiges Pfund !

    So ist es nunmal. In Homberg haderte der VfB mit dem Schicksal, heute war RWE der Leidtragende. Irgendwie gleicht sich Alles im Laufe einer Saison aus.

    Lotte ist so eben noch mit einem blauen Auge davon gekommen. Rot-Weiss kann stolz auf das Angebotene sein. Unwissende hätten meinen können, RWE wäre Tabellenführer.. Unsere Arminen-Freunde bestätigten das vorbehaltlos. Sie müßen es wissen, es sind allesamt ausgewiesene Fachleute.

    Fazit: Die Truppe harmoniert immer besser, auch spielerisch hat sie einen weiteren Schritt in der Entwicklung gemacht. Kämpferisch gab es eh nur ganz selten was zu meckern. Das Trainergspann macht wohl doch einen guten Job.

    Lotte werden wir vielleicht nächste Saison nicht wieder sehen. Ein letzter Blick zurück zu den Bullen auf der Weide und dann hieß es Abschied nehmen. Nicht ohne den versprochenen Blue-Cores-Schals vom Schäffe Marc überreicht zu bekommen. Tolles Teil. Tränen der Rührung konnte ich beim Präfecten Micha sichten, als Kachelschlampe ihm einen Freundschaftsschal schenkte. Danke an das Dreigestirn für die Unterstützung. Man sieht sich dann Sonntag in Oberhausen. Gute Besserung lieber ALT !!!!

    Auf unserer Rückfahrt ging es entspannt und locker zu. Auch ohne Stauder Ich muß schon sagen, der Jost ist ein echter Vollprofi am Lenkrad. Schade nur, daß der Wagen keine Antischlupf-Regulierung besaß. :-)

    Wünsche Allen noch ein gemütliches Rest-Osterfest.

    Euer Happo

    P.S. Peter "Micha" Dahl, hoffe Du bist sicher zu Hause gelandet und Dein Hund hat Dich von oben bis unten abgeleckt.


     

     

     

    VfB Homberg gegen Rot-Weiss Essen - Anmerkungen von Vincent Wagner, unserer Nr. 11

    05.04.2012

    Fakten:
     RWE 8ter Platz 4. Liga Homberg 13.ter 5.Liga
    -für Homberg das Spiel der Saison wo man nur gewinnen kann
    -für RWE ein undankbares schweres Spiel wo man nur verlieren kann
    - ein Platz der mehr Löcher hatte als ein Mienenfeld/ der Rasen seit mind. 3 Wochen nicht gemäht und an manchen stellen 15 cm hoch was schnelles Kurzpassspiel unmöglich macht
    -RWE mit der 3.ten Englischen Woche in Folge
    -Licht was die Bezeichnung nicht verdient hat, denn auf jedem Realparkplatz ist es heller
    -alle gesunden Feldspieler die der Kader noch zu bieten hat waren im Aufgebot/mehr sind von 27 nicht übrieggeblieben
    Letzten beiden Begegnungen gegen Homberg zwar gewonnen, aber beide nur mit 1zu0 in den letzten Minuten.
    Die sportlichen Verantwortlichen sprechen von Anfang an von einen sehr schweren Spiel, für die Watz ist RWE haushoher Favorit...

    Fakten zum Spiel:
    Torschüsse: Homberg 4 Essen 16
    Großchancen Homberg 2 Essen 5
    Ballbesitz: 1 HZ.: Homberg 40% Essen 60%
    2 HZ.: Homberg 25% Essen 75%
    VL.: Homberg 30% Essen 70%
    Ecken: Homberg 1 Essen 10
    Freistöße: Homberg 2 Essen 10
    (Statistiken sind aus Erinnerungen und den beiden Videos zusammengetragen und sogar für Homberg geschönt)

    Jetzt kurz und bündig meine Meinung zum Spiel:
    Es war den Umständen entsprechend, ein spannender Pokalfight, in dem wir mit zunehmender Spieldauer die harte Homberger Gangart angenommen haben und uns spielerisch nach und nach sowohl ein Übergewicht als auch teilweise große Torchancen erspielt haben. Es wurde bis zum Ende an den Sieg geglaubt und auch bis zum Ende alles gegeben,was sich dann auch ausgezahlt hat.

    Was gibt es meiner Meinung nach zu kritisieren:
    Chancenverwertung(was aber wiederum schwierig war da ein kontrollierter Abschluss schwer möglich war),
    schlechte Standards,2
    Unkonzentriertheiten in der Defensive.

    Fazit:
    Wenn wir im Elfmeterschießen ausgeschieden wären,hätte ich mich zwar geärgert, hätte aber mit ruhigen Gewissen schlafen können, da wir zumindest körperlich alles gegeben haben(In diesem Zuge empfand ich blutleere Vorstellung, als Schlag ins Gesicht gegenüber jeden Spielers, der sich gestern 120 Minuten den Arsch aufgerissen hat. Das da nicht die größte Spielkultur dabei war weiß jeder!

    ps.: Wenn meine Kollegen am Wochenende Fußball in der Kreisliga B spielen, orientiere ich mich bei der Bewertung ihres Spiels auch an der Liga wo sie spielen und vergleiche sie nicht mit RegioNiveau. Unser Spiel nicht mit Buli zu vergleichen, würde manchmal manche Dinge relativieren.(Wenn ich mich erinnere wie Kloppo seinerzeit über unseren Rasen im Stadion gemeckert hat, hätte der seine Spieler gestern garnicht aufs Feld gelassen ;)

    ps.:2 Wenn ich für jede Gute Tat eine Kerze frei habe, habe ich Hoffnung das ich noch im Plus bin:) Aber natürlich sind die 50ig Euro Wetteinsatz weg. Falls wir den Pokal nicht holen sollten sowieso und bei Sieg werde ich die Kohle gegen Unkaputtbar Aufkleber beim Happo tauschen.
    ps.:3 Obwohl wir der große RWE sind, mit dem ich mich aus voller Überzeugung zu 1907% identifiziere, sollten wir unsere Gegner mit dem Respekt den ihnen gebührt behandeln.Das ,zumindest empfinde ich es so, kommt bei uns als Gesamtverein manchmal zu kurz.
    ps.:4 Kostruktive Kritik ist immer erwünscht! Denn ein Arschtritt zur rechten Zeit ist Gold wert!

    gez. Vincent "Kampfkoloss" Wagner

    Anmerkung von Happo I:
    Ich sage unserer Nr.11 einfach "Herzlichen Dank" für dieses faktenreiche und engagierte Statement. Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie hat Vincent es geschafft, mich zum Nachdenken zu bringen. Das hat bisher noch kein Pädagoge geschafft. :-)


     

     

     

    VfB Homberg gegen Rot-Weiss Essen - Gast-Kommentar von Dangerous Dan

    04.04.2012

    Die Fakten:
    Endergebnis: 0:1 nach Verlängerung, Halbzeit: 0:0
    Tore: 0:1 Lukas Lenz (120. !!!!)
    Zuschauer: 1300

    Was ist schief gelaufen im Leben, dass man sich einen solchen Grottenkick über zwei Stunden zwischen einem, in unteren Tabellenregionen liegenden Fünft- und einem mittelklassigen Viertligisten im Niederrheinpokal antut? Ursachenforschung: Ich bin in Duisburg-Homberg geboren, mein Großvater, mütterlicherseits, den ich nie persönlich kennengelernt habe (starb relativ früh), besuchte die Spiele des VFB Homberg mit großer Leidenschaft. Mein Vater, im benachbarten Moers lebend und kurz nach meiner Geburt nach Rheinberg ziehend (wo ich auch, bis auf drei Jahre in Paderborn, Zeit meines Lebens wohnhaft bin), war schon in den fünfziger Jahren glühender RWE-Fan und besuchte die Spiele teilweise noch mit dem Fahrrad.
    Irgendwann nahm er mich Anfang der Siebziger mit an die Hafenstraße  und als ich in der Stadionkneipe mit Herbert Burdenski und „Ente“ Lippens (nach dem Ablösefreundschaftsspiel für Harry de Vlugt) an einem Tisch verweilen durfte, war es spätestens um den kleinen Daniel geschehen. Und es folgten dann ja auch einige schöne, wenn auch zu Schulzeiten als einziger, von Schalke-, Gladbach-,- Bayern- und Duisburg-Anhängern umzingelter RWE-Fan, recht schwierige Jahre. Die Hauptschuld ist insgesamt gesehen also meinem alten Herrn anzukreiden.
    Zu seiner Entlastung muss man allerdings erwähnen, dass er frühzeitig mein Talent in einer anderen Ballsportart erkannte, was sich immerhin in fast zwanzig Erst- und Zweitliga-Jahren niederschlug - Sphären und auch sicherlich sportliches Niveau, von denen unsere Kicker zur Zeit nur träumen dürfen. So kehrte ich an diesem sonnigen, aber schnell recht kühl werdenden Abend, an den Ort der Ausschüttung meiner Gene zurück.

    Zum Spiel an sich ist nicht viel zu sagen. Trotz optischem Übergewicht von RWE erspielte sich der fleißige Homberger Mittelstürmer (mit Alex Löbe-Gedächtnis-Frisur) in Hälfte eins die dickste Chance, die nur durch ein energisches in den Ball Hineinwerfen von Dirk Jasmund vereitelt werden konnte. Nach gut einer Stunde in der zweiten Halbzeit gab es eine kurze rot-weiße Drangphase, in der sowohl Benedikt Koep, und Kevin Grund (im Doppelpack) als auch Güngör Kaya nach schöner Einzelleistung völlig freistehend den Homberger Keeper anschossen. Mehr war leider nicht.

    Auch die Verlängerung brachte das gleiche planlose Gewurschtel. Von der von Waldemar Wrobel immer wieder so vehement eingeforderten Galligkeit keine Spur. Als man sich so langsam auf ein Elfmeterschießen einzustellen begann, gelang den aufopferungsvoll kämpfenden Duisburgern doch tatsächlich noch ein Konter, der knapp über dem oberen linken Dreieck des RWE-Tores endete. Dank der Leidenschaft des Underdogs (mehr brachte der letztendlich auch nicht entgegen) wäre ein Sieg letztendlich nicht unverdient gewesen.
    Aber dem nicht genug, Sekunden vor dem Abpfiff wurde bei einer scharfen Hereingabe ein Homberger angeschossen. „Hand!“ erschallte es überlaut aus den Kehlen der gut 1.000 mitgereisten RWE-Anhänger und dies führte wohl zu einer Sekundenstarre der Homberger Abwehrspieler. Im Gewühl erkannte der eingewechselte Lukas Lenz die Situation am schnellsten, drehte sich mit dem abgeprallten Ball um Gegner und die eigene Achse und netzte unten links zum schmeichelhaften 1:0-Sieg ein.

    Fazit: Ok, es gibt gerade nach so spielintensiven und recht erfolgreichen Wochen (dazu kommen die vielen verletzten Spieler) irgendwo immer mal einen Durchhänger. Letztendlich zählt hier nur das Weiterkommen. In einer Woche ist die Geschichte eh wieder Schnee von gestern. Fakt ist aber auch, dass man, um die nächsten beiden Runden zu überstehen (auch in Uerdingen) und, um an die lukrativen Geldtöpfe des DFB-Pokals wieder kommen zu können, sich solch eine schwache, pomadige Leistung nicht noch einmal erlauben darf.

    Im Rahmen der Abmachung zwischen dem nicht anwesenden Uralt-Präsidenten (die Ärztin hatte in Sache ‚Verlängerung seiner Genesungsphase‘ - so vermute ich - strengste Bettruhe verordnet…) und Vincent Wagner schlage ich allerdings folgenden Kompromiss vor: El Presidente Happo der I. hält, wie ausgemacht, sein Wettversprechen ein (na klaro!), Vincent gibt aber für jede seiner gestrigen Kerzen im Spiel 5 Euro (also insgesamt 20…) und zieht seinen beteiligten Mannschaftskollegen samt Trainergespann für die grausame Vorstellung auch nochmal einen Zehner Richtung Jugendabteilung aus der Tasche.


    Komm, und ich lass auch noch einen Solchen springen!

    gez. Dan



     

     

     

    Rot-Weiss Essen gegen Bayer Leverkusen U23 - Kommentar von Pottwahl

    31.03.2012/01.04.2012

    Die Fakten:
    Endergebnis: 2:1, Halbzeit: 1:0
    Tore: 1:0 Lemke (9.), 2:0 Koep (73.), 2:1 Al Ghaddioui (82.)
    Zuschauer: 6611

    Nach dem Frust pur bei meinem letzten Spielbesuch an der Hafenstraße gegen Kölle II waren meine Erwartungen durch die tolle Erfolgserie innerhalb der letzten drei Wochen natürlich gewaltig gewachsen. Zumal mein letzter Besuch eines Spiels gegen die Zweite von Leverkusen durchaus aus von Erfolg gekrönt war: In jenem Mai 2009 gewann RWE durch Tore von Mölders (2x) und Wunderlich 3:0. Damals wie heute ging’s dabei um nix, aber irgendwie ist die Sicht aufs „Nix“ (als Teil des rot-weissen Selbstheilungsprozesses?) heute wohl einfach eine andere geworden.
    Denn schließlich konnte man bei einem weiteren Sieg das gesteckte Saisonziel zunächst um einen Platz verbessern, dabei an den lieben Nachbarn aus dem Bergischen vorbeiziehen und mit etwas Glück sogar auf Platz 3 der Rückrundentabelle vorstoßen. Als ich durch Happos holde Tochter und Opamacherin dann sogar noch in den Genuss kam, meinen Sicherheitschef Manni auf die „West“ zu begleiten, waren meine Erwartungsantennen endgültig voll auf Empfang.
    Und die Jungs in Rot-Weiss gingen auch schnell auf Sendung. Nach nur neun Minuten schloss Holger Lemke Fussballgott eine sehenswerte Kombination über Guirino und Grund mit etwas Glück direkt unter unseren Augen zum 1:0 ab und ich stellte mich auf weitere wohl gestaltete Angriffswellen ein. Leider kam dann aber in Halbzeit 1 nur noch Magerkost und auch der Gegner – zu früheren Zeiten eigentlich immer Garant für einen gepflegten Ball – präsentierte sich überwiegend einfallslos.
    Kurz nach Anpfiff der zweiten Hälfte bemühte sich RWE dann zumindest wieder um etwas mehr Druck, war dabei aber nur wenig zwingend. So lud man langsam aber sicher den Gegner ein, es doch auch mal zu versuchen und der schaltete auch tatsächlich einen Gang hoch. Ständig angetrieben durch den seine Mitspieler gestenreich aufpeitschenden Sechser näherte Leverkusen sich nun mehr und mehr dem Tor vor der West und als das Unvermögen der Rheinländer „endlich“ ein Ende zu haben schien, musste der gute Lamcyk all sein Können aufbringen um den Ball am Einschlag in unseren Kasten zu verhindern.
    Wie in längst vergessen geglaubten Zeiten schien RWE nun wieder mal um den Ausgleich zu betteln, aber dann bewies Wrobel erneut ein äußerst glückliches Händchen mit einer Auswechslung: Der für den heute trotz seines schönen Abseitstores (?) etwas farblos wirkenden Kaja aufgelaufene Lenz bediente nicht einmal eine Minute nach seiner Arbeitsaufnahme sehr geil mit Köpfchen Koep, der ebenfalls per Kopf das 2:0 machte. Der Drops schien gelutscht; ein derart schwacher Gegner konnte sich eigentlich davon nicht erholen.
    Aber zu sehr gehofft: Der Sechser drehte noch mehr auf, spielte geschickt seinen Mitspieler mit dem märchenhaften Namen Hamadi Al Ghaddioui frei und der überwand knapp acht Minuten vor Schluss Lamcyck mit einem ebenfalls recht märchenhaften Unhaltbaren. GRMMPFFF!!!
    Ein paar Tag vorher hatte ich in einem Anflug von Masochismus auf Youtube die letzten sechs Minuten einer alten Zweitligapartie gegen Paderborn geguckt, wo RWE 2 Minuten vor Schluss ebenfalls mit 2:0 führte. Leute, die sich erinnern, werden meine Verspannungen (aber ging es nicht eigentlich um nix?) nachvollziehen können. Aber das Glück war mit dem zumindest Tüchtigeren, zwei letzte gefährliche Standards der Bayerkreuzer verpufften und dann war der Jubel zwar nicht grenzenlos (wie gesagt, ging ja um nix), aber das Wochenende war trotzdem gerettet.


    Und heute bei Abschicken meiner Zeilen an Happos Zensurabteilung sind eigentlich fast alle meine Hoffnungen und Erwartungen eingetroffen. RWE holt tatsächlich den nächsten Dreier, ist Achter und der WSV liegt drei Punkte dahinter. In der Rückrundentabelle hat man allerdings erstmal „nur“ Platz 5 geschafft, aber das bei zwei Spielen weniger als die Konkurrenz! Also, alle Achtung trotzdem, die Wrobel-Truppe scheint wieder auf dem richtigen Weg und ich freu mich jetzt schon aufs nächste Mal…



     

     

     

    Rot-Weiss Essen gegen TuS Koblenz - Kommentar von HDKRWE

    28.03.2012:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 2:0, Halbzeit: 1:0
    Tore: 1:0 Haben , Eigentor (27. ), 2:0 Kaya (51.)
    Zuschauer: 6033

    RWE gegen TuS Koblenz……..Flutlichtspiel, angenehme Temperaturen, gediegene Atmosphäre mit einer für einen Werktag akzeptablen Anzahl von Gästefans und ein geschmeidiger 2:0-Sieg.
    So was nennt man dann wohl einen rundum entspannten Abend.

    Wobei mir die ersten 20 Minuten eigentlich etwas  zu entspannt waren.
    Da hab ich mir bei mehreren herzhaften Gähnern fast den Kiefer ausgerenkt und mich – ganz gegen meine sonstige Gewohnheit – mehr den ausführlichen Vorträgen meines Präsidenten als dem Spiel gewidmet.
    Aber nach der wirklich recht öden Anfangsphase hat RWE dann richtig sehenswerten Fußball gespielt.
    Nachdem ein Koblenzer nach einer knappen halben Stunde eine Ecke elegant ins eigene Tor genickt hatte, nahm das RWE-Spiel bereits bis zur Pause ordentlich Fahrt auf.
    Und in der zweiten Halbzeit konnte man als RWE-Fan dann nur noch genießen.
    Es war zwar nicht ganz der „Powerfußball“ wie in der ersten Halbzeit gegen Wuppertal, aber dennoch eine absolut überlegene Vorstellung von RWE mit wieder einmal richtig schönen und durchdachten Angriffsaktionen, wobei die für mich auffälligsten Spieler Guirino und Grund über die „linke Seite“ herausragend agiert haben.
    Man mußte noch nicht mal ansatzweise  die Befürchtung haben, dass da irgendwie was anbrennen könnte.
    Wenn man nach einem solchen Abend unbedingt etwas bemängeln möchte, könnte man sich an der – leider erneut – mangelhafte Chancenverwertung hochziehen.
    RWE hätte gestern eindeutig höher gewinnen können/müssen.
    Wenn ich alleine an den schönsten Angriff des Spiels über Kaya und Grund mit anschließender Traumvorlage für Avci denke, der dann aus 8 Metern blank vor dem Keeper zum Schuß kommt..
    Ein Klassiker aus der Kategorie „Den muß er machen“.
    Aber wer will nach einem solchen Abend schon meckern? Ich jedenfalls nicht.

    Natürlich war Koblenz gestern nicht unbedingt ein Maßstab.
    Offensiv war das eine der harmlosesten Mannschaften war, die ich dieses Jahr im GMS gesehen habe.
    Dafür haben sie eine durchaus stabile Defensive, die man erst mal knacken muß.
    Diese Aufgabe hat RWE gestern souverän gelöst.

    Und das alles erneut ohne etliche Stammkräfte.
    Da sinniert man durchaus mal darüber, wie die Saison ohne dieses unglaubliche Verletzungspech möglicherweise hätte laufen können………von Jansen oder gar Rodenberg wird ja schon fast gar nicht mehr gesprochen……dazu ist Tokat langfristig außer Gefecht….gestern fehlten noch Heppke und Koep…….

    Ich gehöre sicherlich nicht zu den Phantasten, aber ich behaupte, dass wir eine überdurchschnittliche Regionalligamannschaft haben, die ohne Verletzungen tabellarisch erheblich besser da stünde.

    Es gibt ja mittlerweile etliche Wrobel-Kritiker unter den RWE-Fans.
    Das ist auch legitim, denn unfehlbar ist Wrobel natürlich nicht.
    Wer- außer seiner Unfehlbarkeit Happo I. – ist das schon?
    Aber wenn ich mir ansehe, welche Spieler vor der Saison geholt wurden und zu welchen Leistungen diese Spieler unverletzt fähig sind, wenn ich dazu den vor der Saison angepeilten Tabellenplatz mit dem aktuellen Tabellenplatz vergleiche und – auch wenn’s langweilig wird – das Verletzungspech berücksichtige, dann kann ich keine allzu großen Fehler von Wrobel erkennen.



     

     

     

    Rot-Weiss Essen gegen TuS Koblenz - Kommentar von Happo

    27.03.2012:

    Verdammt lange her, daß RWE als Favorit in ein Spiel gegangen ist. Nach dem Tabellenstand (TuS belegt den vorletzten Platz) kam man daran auch nicht vorbei. Meinetwegen kann Rot-Weiss immer als Favorit ins Spiel gehen, ist doch ein gutes Zeichen.

    Das Hinspiel in Koblenz bleibt unvergeßen. Von wegen alles Gute kommt von oben. Wäre nicht schlecht, wenn Rot-Weiss heute die Koblenzer nass machen würde. Allerdings ein schwieriges Unterfangen, zumal laut WAZ-Vorbericht die Gäste in den letzten 5 Spielen 7 mal zu Null spielten, :-)).

    Die erste Viertelstunde gehörte dem TuS. Sie besaßen mehr Spielanteile und versuchten ihr Heil in der Offensive, ohne die Abwehr zu entblößen. Torgefahr strahlten sie allerdings nicht aus. So nach und nach nahm Rot-Weiss das Heft in der Hand. Auffälligster Akteur für mich der aufgrund des Fehlens von Heppke und Koep ins Mittelfeld zurück beorderte Kapitän Timo Brauer. Fast sämtliche Angriffe wurden von ihm eingeleitet. Noch fehlte allerdings die Präzision im Abspiel.

    Irgendwie lief alles ziemlich relaxt ab, auf dem Platz wie auf den Rängen. Gejubelt werden durfte dann doch. Nach einer Ecke köpfte der Koblenzer Stefan Haben ins eigene Tor. Was wir haben haben wir. RWE voll im Soll.
    Ab diesem Zeitpunkt bestimmte RWE dann eindeutig das Geschehen. TuS besaß glaube ich, eine halbe bis dreiviertel Chance kurz vor Ende der ersten Halbzeit.

    Der nicht ganz austrainiert wirkende Bundesligaschiedsrichter Thorsten Kinhöfer hatte übrigens kaum Probleme, die äußerst faire Partie zu leiten.

    Kurz nach dem Seitenwechsel überlistete der immer selbstbewußter auftretende Mittelstürmer Güngör Kaya Koblenz Keeper mit einem Schuß aus kurzer Distanz. Der Lärmpegel schoß in die Höhe.
    Im Gegensatz zu manch anderen Auftritten, wo das Ergebnis mehr oder weniger verwaltet wurde, drehte das Wrobel-Team mächtig auf. Doppelpässe, Kurzpassspiel vom Feinsten und enorme Laufbereitschaft, ich traute zeitweise meinen Augen nicht. Note 1 ! Einzig das Toreschießen wurde vergeßen oder wie Waldi Wrobel zu sagen pflegt "Der finale Abschluß fehlte".

    Das tat der Freude keinen Abbruch, der Sieg war niemals in Gefahr. RWE war an diesem Abend einfach zu stark für Koblenz. Wer hätte das vor einigen Wochen gedacht, ich jedenfalls nicht.

    Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Die Abwehrreihe vor Torwart Lamczyk mit Lehmann, Wagner, Denker und Guirino ließ nichts anbrennen. Das Mittelfeld harmonierte bestens und vorne sorgten Lemke wie auch Kaya stetig für Unruhe. Ob nun Koblenz so schwach war oder RWE so stark ist mir eigentlich egal. In dieser Saison habe ich Rot-Weiss jedenfalls noch nicht über einen so langen Zeitraum (ca. 70 Minuten) dominand spielen sehen.

    Einen Akteur möchte ich trotzdem noch hervorheben. Vincent Wagner hat sich obwohl von einem Infekt geschwächt, voll in den Dienst der Mannschaft gestellt und dabei noch eine gute Leistung geboten. Solche Typen braucht eine Mannschaft, ein Trainer und wir Fans !

    Dieser Fußballabend hatte keinen faden Beigeschmack. Selbst die Wurst schmeckte nicht nach Pfeffer.

    Bis Freitag,

    euer Happo


     

     

     

    FC Kaiserslautern II gegen Rot-Weiss Essen - Kommentar von Happo

    25.03.2012:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 1:2, Halbzeit: 0:0
    Tore: 1:0 Modica (46.), 1:1 Brauer, Elfmeter (70.), 1:2 Grund (74.)
    Zuschauer: 500

    Kommentar ist gut, denn weder war ich live dabei, noch mitten drin. So konnte ich erstmalig der Berichterstattung von Radio Hafenstraße lauschen (hat Spaß gemacht) und über den Live-Ticker des Reviersports das Spiel verfolgen.

    Übereinstimmend ist von einer wohl eher mauen 1.Hälfte berichtet worden. Nach der Pause waren die Lauterer besser und gingen folgerichtig in Führung. Mit dem verwandelten Elfmeter durch Kapitän Timo Brauer drehte sich das Geschehen zu Gunsten von RWE. Wie Aloys Schwartz (Coach von Lautern) in der Pressekonferenz bestätigte, hätte Rot-Weiss die kleinen Roten Teufel sogar noch abschießen können.

    Die Punkteausbeute im Vergleich zur Hinserie spricht für eine tatsächliche Leistungssteigerung und Weiterentwicklung der Mannschaft. Immerhin fehlte mit Markus Heppke wiederum ein äußerst wichtiger Spieler.

    Dienstag kann ich dann wieder live dabei sein, wenn RWE gegen den erstarkten TuS Koblenz weitere Punkte erbeuten will.

    Hier der (faire) Bericht vom Spiel auf dem Betzenberg aus Sicht der Gastgeber:

    Bei frühsommerlichen Temperaturen traf U23-Coach Alois Schwartz vor rund 500 Zuschauern auf seinen Ex-Verein Rot-Weiss Essen, wo er von 1995 bis 1996 aktiv war. Mit den Profis Leon Jessen und Richard Sukuta-Pasu in der Startformation gingen die Lautrer Amateure in die Partie, wo in den ersten 20 Minuten allerdings kaum Torraumszenen zu begutachten waren. Während die Gäste von der Hafenstraße kompakt standen und kaum etwas zuließen, taten sich die Pfälzer trotz mehr Spielanteilen schwer zwingende Offensivakzente zu setzen. Einzig Standards sorgten für etwas Spannung, wobei die beiden Keeper generell sehr wenig zu tun bekamen und kaum gefordert wurden. Der erste kleine Tormöglichkeit auf Seiten der Lautrer U23 folglich auch erst kurz vorm Halbzeitpfiff, als sich Enis Saiti über links durchsetzte und auf den im Zentrum wartenden Richard Sukuta-Pasu flankte, der aber deutlich über das Essener Tor köpfte (43.).

    Als hätte Alois Schwartz in der Pause die richtigen Worte gefunden, starteten die jungen Roten Teufel mit enorm viel Dampf in Hälfte zwei und belohnten sich nur wenig später mit dem Führungstreffer. Nach einer Ecke von Enis Saiti war es Innenverteidiger Giuliano Modica, der sich in die Höhe stemmte und zum 1:0 einnetzte (47.). Angestachelt durch dieses Erfolgserlebnis drückten die Lautrer Amateure weiter Richtung gegnerisches Tor, wobei unter anderem eine schön vorgetragene Kombination über Hendrik Zuck und Denis Linsmayer zu erwähnen ist, Linsmayer den Ball aber über das Gehäuse von RWE bugsierte. Mitten in dieser Drangphase dann der Ausgleichstreffer nach einem vermeidbaren Foul von Willi Orban im Strafraum, wodurch die Gäste aus dem Ruhrpott einen berechtigen Strafstoß durch Kapitän Timo Brauer souverän zum 1:1 verwandelten (69.).
    Wie gelähmt daraufhin die FCK-U23, die von den Essenern nahezu überrollt wurde und nur wenig später sogar das zweite Gegentor hinnehmen musste. Nachdem Keeper Chris Keilmann zunächst gut pariert hatte, fiel der Abpraller Kevin Grund vor die Füße, der aus dem Gewühl heraus zum 1:2 traf (73.). In der Folge nur noch die Rot-Weissen am Drücker, die in kürzester Zeit mehrere Großchancen hatten, die nur durch die guten Paraden von Schlussmann Keilmann sowie der Beihilfe von Pfosten und Latte nicht zu weiteren Treffern führten. Dem entgegen erholten sich die Pfälzer nur langsam und fanden kaum mehr in die Partie, während sich die Gäste in den letzten 10 Minuten aufs Kontern konzentrierten und den Sieg ungefährdet nach Hause fuhren.

    Entsprechend enttäuscht U23-Coach Schwartz, der wie schon beim Auswärtsspiel in Gladbach die mangelnde Chancenauswertung beanstandete: „Wir haben die ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte dominiert und haben den Gegner dann durch individuelle Fehler wieder ins Spiel zurückgebracht. Aus unseren Möglichkeiten haben wir erneut viel zu wenig Kapital geschlagen und können am Ende noch froh sein, dass wir nicht noch zwei bis drei mehr Gegentore kassiert haben.“

    Doch haben die jungen Roten Teufel bereits am Dienstag, 27. März 2012, die Chance die verlorenen Punkte wieder gut zu machen, wenn um 14.00 Uhr das Nachholspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 II ansteht.  

    FCK II: Keilmann – Becker (Catic, 87.), Orban, Modica, Jessen – Zellner, Linsmayer – Saiti, Stulin (Freyer, 75.), Zuck – Sukuta-Pasu
    Rot-Weiss Essen: Lamczyk - Lehmann (Koep, 60.), Denker, Wagner, Guirino - Grummel, Brauer - Lemke ( Kuta, 76.), Avci, Grund - Kaya (Vennemann, 87.)
    Tore: 1:0 Modica (46.), 1:1 Brauer (69. FE), 1:2 Grund (73.)
    Gelb: Avci, Koep
    Schiedsrichter: Schaal (Tübingen)
    Zuschauer: 500



     

     

     

    Rot-Weiss Essen gegen Wuppertaler SV - Kommentar von HDKRWE

    18.03.2012:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 1:1, Halbzeit: 1:0
    Tore: 1:0 Denker (30.), 1:1 Flottmann (83.)
    Zuschauer: 8713

    Es wird ja vielfach die Meinung vertreten, dass diese Saison für RWE bedeutungslos und von daher in gewisser Weise sogar langweilig ist.
    Objektiv gesehen ist das wohl auch richtig
    Die vor der Saison zart gehegten Durchmarschhoffnungen hatten sich schnell erledigt und die Wahrscheinlichkeit eines Abstieges bewegt sich im Promillebereich.
    Subjektiv ist es für echte RWE-Junkies allerdings eben nicht richtig. Wie könnte es auch?
    Ich kann da natürlich nur für mich sprechen.
    Aber nach dem 1:4-Desaster gegen Gladbach war ich fast schon traumatisiert; nur um nach den wirklich guten Spielen in Bochum und Elversberg wieder auf Wolke 7 zu schweben.
    Fühlt man so in einer „bedeutungslosen Saison“?
    Es gibt natürlich z. B. am Ende einer Saison zweifellos Spiele, die sportlich bedeutungslos sind.
    Aber eine bedeutungslose Saison? Gibt’s nicht.
    Und ein Derby gegen Wuppertal? Bedeutungslos? Schon gar nicht.

    Nach den erwähnten guten Leistungen in Bochum und Elversberg bin ich heute mit entsprechend großer  Vorfreude und auch recht optimistisch zum GMS gedackelt.
    Und RWE hat mich auch nicht enttäuscht. Die erste Halbzeit war wirklich gut.
    Das war der gleiche begeisternde Fußball wie in den beiden Spielen zuvor.
    RWE hat absolut dominiert, war zweikampfstärker, zielstrebiger und einfach die klar bessere Mannschaft.
    Wuppertal kam eigentlich nie so richtig aus der eigenen Hälfte und hat bis auf einen Fernschuß nach vorne nichts auf die Reihe bekommen.
    Das Problem war das, was RWE aus dieser Überlegenheit gemacht hat.
    Abgesehen von einem Freistoßlattenknaller von Heppke gab es noch drei weitere hochkarätige bzw. 100prozentige Torchancen für RWE, die allerdings allesamt vergeben wurden.
    Herausgesprungen ist jedoch lediglich ein Tor von Denker, das für mich keins gewesen ist.
    Ich hab den Ball schon im Stadion von der Latte auf die Linie und nicht dahinter klatschen sehen und die Fernsehbilder sprechen eigentlich auch eher für „kein Tor“.
    Sei’s drum, verdient war die Führung allemal, aber sie war angesichts der Überlegenheit viel zu niedrig.
    Deswegen war es aufgrund der Vielzahl der vergebenen Torchancen für mich auch nur eine „gute“ und keine perfekte erste Halbzeit.

    Nach der Pause begann RWE zunächst etwas verhaltener und der WSV wurde stärker, bis dann in der 53. Minute das Spiel dann unterbrochen werden musste.
    Was genau passiert ist, hab ich gar nicht gesehen. Auf jeden Fall lag plötzlich ein Ordner vor dem WSV-Block am Spielfeld, bei dem man vor lauter Blut das Gesicht kaum noch  erkennen konnte. Das sah echt übel aus.
    Bei den anschließenden Tumulten, die sich bis in den Block N erstreckten, zeigte sich die Polizei spendabel und gab mehrere Runden Pfefferspray aus, so dass ich auf meine alten Tage nach langer Zeit wieder mal in den „Genuß“ gekommen bin, in einer wahrlich „atemberaubenden“ Wolke zu stehen.
    (In dem Zusammenhang hat ein Kumpel im Hinblick auf die geschlossenen oberen Ausgänge der Nord nicht ganz zu Unrecht die Frage aufgeworfen, was eigentlich bei einer Panik passiert……denn raus aus der Nord geht es nur unten)

    Immerhin wurde der Zweck erreicht und es war recht schnell wieder Ruhe in den Blöcken.
    Allerdings nicht nur da, sondern auch auf dem Platz.
    Das Spiel – insbesondere das von RWE – verflachte gegenüber der ersten Halbzeit zusehends und einige RWE-Kicker erschienen mir zum Ende des Spiels „stehend ko“.
    Im Gegenzug dazu kam der WSV immer besser ins Spiel und in der 82. Minute auch folgerichtig zum Ausgleich, wobei Denker beim Kopfballduell recht alt ausgesehen hat.

    Tja, wer seine Torchancen nicht nutzt……..
    Hätte man die im Prinzip totale Überlegenheit der ersten Halbzeit in Tore und einen entsprechend großen Vorsprung umgemünzt, wäre das ein sicherer Dreier geworden.
    Man hat aber wie gesagt alle Großchancen vergeben – was ja auch eine Frage der sportlichen Qualität ist – und von daher geht dieses Remis aufgrund der zweiten Halbzeit in Ordnung.

    Als Fazit kann ich für mich sagen, dass ich ein insgesamt gutes und abwechslungsreiches Fußballspiel gesehen habe und mit diesem Punkt sehr gut leben kann..

    Was mir abseits von den Tumulten ein bisschen sauer aufgestoßen ist, war die Laudatio in der Pause zum 50. Geburtstag von Franky Kurth.
    Ich weiß nicht, wer der Redner war, aber dem WSV-Block zuzurufen, dass die Anzahl der Lebensjahre von Franky Kurth in etwa dem IQ der WSV-Fans entspricht, fand ich dann doch daneben.
    Der Spruch selbst ist zwar in der Tat lustig und mag bei einem Großteil der WSV-Fans auch zutreffend sein…..aber muß man ihn bei diesem Spiel bringen?
    Ich will damit ganz bestimmt nicht sagen, dass dadurch die Ausschreitungen der WSV-Fans provoziert wurden, aber „deeskalierend“ sind solche Beleidigungen – und nichts anderes ist es ja – sicherlich nicht.
    Jeder RWE-Fan, der anderer Meinung ist, möge sich ehrlich hinterfragen, wie er bei umgekehrten Vorzeichen argumentieren würde.
    Könnte mir sehr gut vorstellen, dass bei Ausschreitungen von RWE-Fans dann Sprüche nach dem Motto gekommen wären:
    „Die sind doch selbst an den Krawallen schuld, wenn sie die RWE-Fans vorher so beleidigen“

    Is aber nur meine ganz bescheidene persönliche Meinung.



     

     

     

    SV Elversberg gegen Rot-Weiss Essen - Kommentar von Happo

    14.03.2012:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 0:4, Halbzeit: 0:2
    Tore: 0:1 Brauer per Elfer (33.), 0:2 Kaya (35.), 0:3 Grund (47.), 0:4 Koep (80.)
    Zuschauer: 350

    Soweit ich mich erinnern kann, bin ich bis gestern lediglich 2 mal in meinem Leben mit einem Fan-Bus zu Auswärtsspielen von RWE gefahren. 1975 nach München gegen die Bayern (1:5 Klatsche) und 2008 nach Magdeburg (1:0 Sieg). Da war es nur folgerichtig und logisch, daß mich die dritte Busreise nach Elversberg führte. Und die machte dann auch richtig Spaß, was nicht wundert wenn man mit "Lawrenz von Arabien" reist. Nostalgie pur, Fahrer wie Gefährt.

    Die Spielstätte hatte was Gemütliches. Wenige, aber freundliche Menschen um mich herum. Aus Essen und Umgebung waren ca. 200 Fans angereist.

    Wie schon gegen Bochum II nahm RWE sofort das Heft in der Hand. 2 - 3 Torchancen waren die Folge. Die Abwehrreihe mit Brauer, Jansen, Wagner und Guirino machte einen sicheren Eindruck. Wenn ich was zu Meckern habe, dann die häufigen Abseitspositionen der Rot-Weissen.

    Pech für Sebastian Jansen. Eine Adduktorenverletzung hinderte ihn am Weiterspielen. Nein, es ist nicht das Knie ! Gute Besserung wünsche ich ihm nicht ganz uneigennützig.

    RWE ließ sich nicht beirren. Avci wurde im Starfraum gefoult, den berechtigten Elfmeter verwandelte der wiederum bärenstarke Timo Brauer zur Führung. Kurz darauf erneuter Jubel im Rot-Weisen Fan-Lager. Nach Freistoß von Heppke spielte Kaya den Putzmann und staubte zum 2:0 in Manier eines Torjägers ab.

    Eine beruhigende Pausenführung.

    Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte legte RWE nach. Grund überlistete gekonnt den Elversberger Keeper, 0:3 aus Sicht der Elversbergerraner. Als dann auch noch Holste vom Gastgeber wegen Holzerei den Platz verlaßen mußte, stand einem erneuten Auswärtssieg wirklich nichts mehr im Wege.

    Benedikt Koep meldete sich nach seiner Einwechslung eindrucksvoll zurück. Sein Heber ließ die Essener Anhänger erneut jubeln.

    Elversberg besaß in der gesamten Spielzeit 2 Tormöglichkeiten (wenn man es gut mit ihnen meint). Es war trotz des Platzverweises eine absolut faire Begegnung. Wie auch auf den Rängen. Das Karlsberg schmeckte ausgezeichnet, konnte aber meine klammen Hände nicht ausreichend wärmen. Und nicht nur die Hände.

    Wenn dies das wahre Gesicht der Mannschaft ist, dann braucht sie keine Schminke. Kleine Schwächen dürfen wir Fans locker übersehen. Die Truppe scheint für Samstag gerüstet zu sein.

    P.S. Möchte mich bei Radio Hafenstraßen-Webmaster Thomas bedanken. Er hat mir auf der Fahrt tolle Lieder um und über Fußballfans beigebracht. :-))

    Bis die Tage,

    euer Happo



     

    VfL Bochum U23 gegen Rot-Weiss Essen - Kommentar von Happo

    10.03.2012:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 2:4, Halbzeit:
    Tore: 0:1 Grund (27.), 0:2 Heppke (42.), 1:2 Wassinger (43.), 1:3 Kaya (56.), 1:4 Avci (60.), 2:4 Kyei (89.)
    Zuschauer: 1350 incl. Mit-Karte-Karin und Micha aus GE vonne Nord

    Ganz ehrlich, hätte Christian alias "CD - die Milde Seife" nicht einen seiner beschwörenden Einträge im Gästebuch hinterlaßen, wäre ich vielleicht gar nicht zum Spiel ins Lohrheidestadion zu Wattenscheid gefahren. Zur Strafe mußte er mich dann unterwegs aufgabeln. Zudem war die Aussicht eine der weltbesten Bratwürste im Ruhrpott zu intubieren ebenfalls verlockend. Unter uns, so gut war die gar nicht.
    Doch letztendlich war ausschlaggebend, die Antwort der Mannschaft auf die desolate Vorstellung gegen die Fohlen live mitzuerleben. Mittendrin statt nur dabei sozusagen. Zu meiner großen Freude baute sich Security-Boss HDKRWE im Schlepptau mit Tochter Steffie völlig unerwartet neben mir auf. Jaja, das RWE-Herz.

    Wie wird Bochum das Spiel angehen, volle Pulle etwa, nur weil der Trainer Metaxas heißt ? :-)) Nein, es war der RWE, der von Anfang an die Initiative ergriff und offensiv zu Werke ging.

    Die größte Überraschung war die Aufstellung von Waldi Wrobel. Mit Brauer als Außenverteidiger, Stefan Grummel im Mittelfeld und Sebastian Jansen (!!!!) in der Startelf. Dabei hieß es 2 Tage vorher noch, Herr Jansen würde kein Spiel für RWE bestreiten. Das Knie. Diese Info hatte ich dann brühwarm im RS-Forum verbreitet. Dumm gelaufen. Aber so ist es allemal besser. Der Ex-Aachener deutete an, wie wertvoll er für Rot-Weiss sein kann. Hoffentlich bleibt er gesund, denn damit steigt die Qualität im Abwehrverbund. Koep und Lenz fanden sich auf der Bank wieder.

    Der Rasen schien schwer bespielbar zu sein. Beide Mannschaften hatten so ihre Standschwierigkeiten. Ausrutscher sind wir vom RWE zwar gewohnt, nur in diesem Spiel spürten die Fans, hier und heute geht was.

    Glasklare Torchancen ergaben sich zunächst nicht. Klar war aber, dieses Spiel wird nicht 0:0 enden. Der Führungstreffer für RWE durch Kevin Grund per Kopf soll schön herausgespielt worden sein. Zu diesem Zeitpunkt war ich blasentechnisch verhindert. Der Torjubel der über 1000 mitgereisten RWEler war unüberhörbar. Die Jungs kamen wohl auf den Geschmack und setzten vehement nach, der zweite Treffer lag förmlich in der Luft. Markus Heppke war es vorbehalten per Freistoss das 2:0 zu erzielen.

    Es lief einfach. Doch fast postwendend erzielte Bochum II den Anschlußtreffer. Hier sah die Abwehr der Rot-Weissen nicht gut aus. Die Abseitsfalle schnappte nicht zu.

    Schade, so kurz vor der Halbzeit. Ist die Mannschaft nervenstark genug, das weg zu stecken ?

    Ja ! RWE war auch mit Beginn der 2.Hälfte präsent und hellwach. Avci hätte das 3:1 machen müßen/können. Der VfL erspielte sich anschließend 2 gute Tormöglichkeiten, nutze sie zum Glück für Essen nicht. Besser machte es der vielgescholtene Kaya. Sein Heber senkte sich butterweich über die Bochumer Torlinie. Riesenjubel !

    HDKRWE machte anschließend deutlich, wer bei den UU´s die Ahnung vom Fußball hat. Für ihn stand fest, Kevin Avci macht gleich sein Tor. Und tatsächlich. Brauer paßt, Avci schießt.....Tor, Tor, Tor....RWE ist ...naja, immerhin war es eine beruhigende Führung.

    Mit etwas mehr Glück und Konzentration hätten weitere Tore für "uns" fallen können, wobei der gut aufgelegte eingewechselte Venneman die größte Chance vergab. Auch Auswechselspieler Kuta glänzte mit seinen berühmt berüchtigten Sprints auf der rechten Außenbahn. Seine Flanken kamen heute weitaus gefährlicher als noch am Dienstag.

    Der Gegentreffer in der 89.Minute war den Fans mehr oder weniger egal. An diesem Abend gab es kein Zittern.

    Mein Fazit: RWE hat die ersehnte Antwort auf das Spiel gegen M-Gladbach abgeliefert. Kein Spieler fiel leistungsmäßig ab. Brauer war saustark, Kaya verbessert und Kevin Avci bleibt mein Hoffnungsträger.

    Der Abend tat gut. Es war eine erfreuliche Momentaufnahme. Schauen wir mal was die nächsten Spiele bringen. Gegen Elversberg nochmals so auftrumpfen wäre natürlich die beste Werbung für das Derby gegen den Winter-Schluß-Verkauf.

    Kann ich irgendwo mitfahren , so wie bei CD ?

    Schönes Wochende, euer Happo !


     

     

     

    Rot-Weiss Essen gegen Borussia Mönchengladbsch U23 - Kommentar von HDKRWE

    07.03.2012:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 1:4, Halbzeit: 0:3
    Tore: 0:1 Podszus (11.), 0:2 Podszus (28.), 0:3 Podszus (37.), 1:3 Heppke (61.),
    1:4 Podszus (69.).
    Zuschauer: 6130

    Oh, Mann, seit gefühlten 10 Jahren kein RWE-Spiel mehr an der Hafenstraße gesehen, mit entsprechenden Entzugserscheinungen und Vorfreude ins GMS gepilgert und dann so etwas……
    Zu diesem Spiel fällt mir echt nicht viel ein, es hat mich ehrlich gesagt ziemlich sprachlos gemacht.
    Deswegen mach ich es auch so kurz wie möglich.

    Eine Heimniederlage gegen Gladbach musste man ja im Vorfeld einkalkulieren, ok.
    Aber eine SOLCHE Niederlage??
    Ich kann mich spontan wirklich nicht daran erinnern,  wann ausnahmslos alle Spieler einer RWE-Mannschaft zum letzten Mal gegen einen Gegner aus derselben Klasse so dermaßen überfordert waren und abgeseift wurden, wie gestern in der ersten Halbzeit gegen GladbachII.
    Das war mehr als ein Klassenunterschied.
    Gladbach hat vom Anpfiff an herzerfrischend offensiv gespielt und Angriffsfußball vom Feinsten geboten, der auch mit drei Toren nach einer guten halben Stunde absolut verdient belohnt wurde.
    Sicher, auch RWE hatte Chancen, darunter zwei so genannte Hundertprozentige.
    Die wurden allerdings kläglichst vergeben wurden, weil Koep und Lenz es ein paar Meter vor dem leeren Tor nicht geschafft haben, den Ball einfach mal zu versenken.
    Insbesondere die vergebene Chance von Koep hat mich echt geschmerzt, weil es praktisch der Gegenzug nach dem 0:1 war und es ein eminent wichtiges Tor gewesen wäre.
    Man muß aber dazu auch deutlich sagen – oder zumindest ich habe es so gesehen - ,  dass RWE in dieser ersten Hälfte nur deswegen zu den Torchancen gekommen ist, weil Gladbach fast schon mit Mann und Maus gestürmt hat und hinten dementsprechend offen war.
    Zudem hatte Gladbach auch weit mehr Chancen, als die drei, die zu den Toren führten.
    Unser Keeper war wirklich die allerärmste Sau auf dem Platz, weil unsere Abwehr wahlweise nicht existent war, an Flanken und Hereingaben vorbeigerutscht ist oder dem Gegner den Ball in schöner Regelmäßigkeit in die Beine gespielt hat
    Sicher muß Kunz das 0:3 auf seine Kappe nehmen und auch ein Fernschuß ist ihm in der ersten Halbzeit durch die Hosenträger gerutscht.
    Andererseits hat er einen Kopfball aus kürzester Distanz hervorragend pariert und vor dem 1:4 zweimal prima abgewehrt, bis er gegen den zweiten Nachschuß dann endgültig machtlos war.
    Wie gesagt; unsere Abwehr hat ihn gestern so richtig schön hängen lassen.
    Die Rufe nach Dennis Lamczyk aus der Ost fand ich deswegen auch ziemlich schäbig.

    Na ja, als dann noch Lehmann kurz vor der Pause mit gelb-rot geflogen ist, hatte ich mich schon auf eine deftige Klatsche eingestellt.
    Und die hätte es auch gegeben, wenn die Gladbacher in der zweiten Halbzeit nicht gnädig gewesen wären und zwei Gänge runter geschaltet hätten.

    Das war gestern eine heftige Pleite, an der ich echt zu knabbern habe.
    Gladbacher Klasseleistung hin oder her; für diese rot-weisse-Nichtleistung ist auch die Verletztenmisere noch nicht mal ansatzweise eine Erklärung, geschweige denn eine Entschuldigung.

    Bin ich jetzt sauer? Nein.
    Bin ich jetzt wütend? Nein.
    Hab ich gestern gepfiffen? Nein.

    Aber ich bin mehr als ernüchtert und muß dieses Dingen erst mal verdauen.
    Das einzig Schöne gestern war der Ausblick auf das neue Stadion

    Für heute habe ich fertig und keinen Bock mehr.

     


     

     

     

    FC Kray gegen Rot-Weiss Essen , Niederrheinpokal - Kommentar von Happo

    01.03.2012:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 1:3, Halbzeit 1:1
    Tore: 0:1 Koep (36.), 1:1 Eloruiachi, Foulelfmeter (43.), 1:2 Wagner (73.), 1:3 Avci (80.)
    Zuschauer: 3200

    Länderspiel Deutschland gegen Frankreich ? Für gut 3200 Zuschauer kein Grund daheim zu bleiben. Immerhin fand das langersehnte Essener Stadtderby zwischen dem FC Kray und Rot-Weiss Essen statt, die Nr.1 gegen die Nr. 3 . In Städten wie München oder Berlin bedeutet das Erstligist gegen Zweitligist. In Essen heißt es nichts anderes als 4.Liga gegen 6.Liga. So sieht die Realität der Fußballszene in der Ruhrmetropole aus.

    Egal, wenn der Schiedsrichter das Spiel freigibt geht es nur um den Sieg.

    Beide Mannschaften testeten erst mal an, wie stark der Gegner wohl ist. Kray überließ mehr oder weniger RWE das Mittelfeld, zog sich in die eigene Hälfte zurück. Nur kein frühes Gegentor. Rot-Weiss kontrollierte das Geschehen, zwingende Torchancen blieben Mangelware. Also mußte ein Standart herhalten um in Führung zu gehen. Nach Freistoß von Kevin Grund (in der ersten halben Stunde bester Rot-Weisser) wuchtete Koep per Kopf das Leder ins Tor der Krayer. Die Führung war verdient, alles schien nach Plan zu laufen.

    Der Favorit schaltete in den "Sorglos-Modus" und wurde bestraft. Nach leichtfertigem Ballverlust konterte Kray. Dennis Lamczyk wollte retten, Schiedsrichter Margenberg meinte allerdings mit unfairen Mitteln. Elfmeter. Elouriachi verwandelte sicher zum Ausgleich.

    Das hatte gerade noch gefehlt.

    Die ersten 10 - 15 Minuten in der 2.Hälfte gehörten eindeutig dem Verbandsligisten. Zum Glück für RWE vergaben sie sage und schreibe 3 klare Torchancen ziemlich kläglich. Rot-Weiss riß sich nun zusammen und erhöhte das Tempo. Wenn auch nicht unbedingt erwartet, doch der Kopfballtreffer von Vincent Wagner ließ einige Rot-Weiss Anhänger tief durchatmen. Klar, der gute Vincent wollte mit aller Macht verhindern den 50ziger wegen der Wette mit mir zu zücken. Ist das eigentlich schon Bestechung ?

    Wenige Minuten später holte Krays Mittelstürmer Kehrmann Rot-Wess Keeper Lamczyk von den Beinen. Rot ! Auslegungssache, für mich ein Elfer der Marke kann man geben.

    Der Wiederstand der Krayer schien damit gebrochen zu sein. Das technisch klasse 3:1 durch Avci machte alles klar. RWE ließ nichts mehr anbrennen. Eine Runde weiter , das zählt.

    Kray hat eine gute Truppe, keine Frage. Und wie sooft, hätte....hätte....
    Der Sieg von RWE war verdient, so sehe ich es jedenfalls. Teilweise ging es hart zur Sache, von beiden Seiten. Sicher pfiff der Schiri nicht fehlerfrei, aber er übervorteilte keine Mannschaft.

    Als alter Krayer bin ich beruhigt, daß Rot-Weiss gewonnen hat. Der FC wird, wenn er so weiter macht, den ETB bald als Nummer 2 in Essen ablösen. Schade nur, daß einige Krayer Anhänger dieses Niveau nicht besitzen. In einem an sich friedlichen Umfeld waren Rufe wie "Wrobel Du Arschoch" völlig fehl am Platze.

    Solche Gesänge kennen wir an der Hafenstraße zum Glück überhaupt nicht. :-))

     

    Auf die nächste Runde,

    der Happo

     


     

    Rot-Weiss Essen gegen FC Köln U23 - Kommentar von HDKRWE

    29.01.2012:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 3:4 , Halbzeit 0:1
    Tore: 0:1 Robin Hömig (45.), 1:1 Lukas Lenz (49.), 2:1 Timo Brauer per Elfmeter (58.), 3:1 Lukas Lenz (61.), 3:2  Dino Bisanovic per Elfmeter (65.)
    3:3 Lucas Musculus (83.), 3:4 Stefan Thelen 87.)
    Besondere Vorkommnisse: Lamczyk hält Elfmeter von Bisanovic lt. Tom123
    Zuschauer: 6159

    Einen Tag nach einem „denkwürdigen“ Spiel fällt es mir immer noch etwas schwer, die richtigen Worte zu finden.
    Es hätte ein richtig schöner Tag werden können, denn UU-Justiziar und Geschäftsführer Pottwahl hatte sich mal wieder die Ehre gegeben und von der Bielefelder Fraktion hatten sich Linne und Bibi Su als Verstärkung ins GMS begeben.
    Na ja, zeitweise bzw. phasenweise war es ja auch ein schöner Tag……….allerdings nur für ungefähr 20 Minuten……so etwa  zwischen 16.30 Uhr und 16.50 Uhr…..

    Die erste Halbzeit war einfach nur öde.
    Ein ziemlich trostloser Kick von beiden Seiten, der nur von zwei herrlichen Kopfbällen auf Essener und Kölner Seite unterbrochen wurde, die von den Keepern allerdings genauso herrlich pariert wurden.
    Es gab schließlich noch eine weitere Großchance für den FC, als ein Kölner ein paar Meter vor unserer Bude  frei zum Schuß kam, aber Lamczyk mehr oder weniger angeschossen hat.
    Mit dem Pausenpfiff dann das 0:1, bei dem Lamczyk nach meiner bescheidenen Meinung die Hereingabe „zu kurz“ weg gefaustet hat und ein Kölner dann recht locker einnetzen konnte.
    Dieses Tor hat mich angesichts der ziemlich hilflosen rot-weissen Angriffsbemühungen in der ersten Halbzeit im Hinblick auf die Aussichten für die zweite Halbzeit in der Pause recht trübsinnig werden lassen.

    Aber dann brachte „Waldi“ zur zweiten Halbzeit den „Lucky“ und meine oben erwähnten schönen 20 Minuten nahmen ihren Anfang.
    Das war der RWE, der richtig Spaß macht.
    Druckvoller Angriffsfußball von Beginn an und schließlich drei Tore in 12 Minuten, wobei ich mich für Lenz wegen seiner beiden Tore besonders gefreut habe.
    Allein das Tor zum 3:1 war das Eintrittsgeld wert. Herrliche Balleroberung von Avci im Mittelfeld, anschließend ein perfekt vorgetragener Angriff über den linken Flügel, schöne Flanke und schulmäßiger Kopfball, besser geht es nicht.
    Bei der darauf folgenden Umarmung durch Pottwahl hatte ich echte Sorgen um meine Rippen.

    Na ja, nach diesem Tor war die schöne Phase des Tages allerdings auch schon wieder vorbei.
    Die Kölner, die von der Kulisse nach der Pause erst offensichtlich ziemlich beeindruckt waren, haben nach dem 3:1 das Heft wieder in die Hand genommen……..und RWE hat das – warum auch immer - zugelassen.
    Sicherlich hat es den Kölnern in die Karten gespielt, dass der Anschlusstreffer sehr früh nach dem 3:1 gefallen ist.
    Aber mir ist schon sauer aufgestoßen, dass RWE nach dem 3:1 praktisch nicht mehr statt gefunden hat.
    (Ob die Elfer für Köln berechtigt waren, konnte ich aus dem „Nordkäfig“ nicht beurteilen.
    Wobei ich aber auch ehrlich sagen muß, dass ich den Elfer für RWE niemals gepfiffen hätte)
    Aber wie auch immer; als Lamczyk den zweiten Elfer für Köln gehalten hat, war ich mir trotz meiner pessimistischen Grundeinstellung dennoch irgendwie sicher, dass der Drops jetzt gelutscht war.
    Zumal mir Linne angesichts des gestrigen 3:2-Sieges der Armina gegen Darmstadt in die Hand versprochen hat, dass RWE das 3:2 auch halten wird.
    Er hatte kaum ausgesprochen, als der Ausgleich fiel.

    Ein Spiel auf diese Art zu verlieren ist immer bitter und ein Remis wäre allemal gerecht gewesen.
    (Hätte Lamczyk seinen Kopfball in der Schlußminute zum 4:4 versenkt, wären wohl alle Dämme gebrochen…….ach lassen wir das mit dem „hätte“ und „wäre“ usw.)
    Aber als unverdient würde ich den Sieg für Köln auch nicht bezeichnen.
    Sie haben schon den „gepflegteren“ Ball gespielt und bezogen auf RWE muß man einfach sagen, dass es auch in der 4. Liga mit eben nur 20 guten Minuten keinen Blumenpott zu gewinnen gibt.

    Für „höhere Ziele“ müsste diese Mannschaft jedenfalls nicht unerheblich verstärkt werden.
    Da aber ohne Moos bekanntlich nicht viel los ist und nur Leute wie David Copperfield oder Harry Potter aus dem leeren Zylinder zaubern können, bin ich mal gespannt, ob und wie dieses Problem gelöst werden wird.

    Hätten wir mit Vince gewonnen?
    Mag sein, die Kombination Heppke/Denker in der Innenverteidigung war ja mal wieder aus der Not geboren und entsprechend uneingespielt.
    Allerdings hatte ich bei den Toren zum 3:3 und 3:4 schon den Eindruck, dass die Kölner da auf keine allzu große Gegenwehr gestoßen sind.
    Wie sagt man so schön? Wie ein heißes Messer durch weiche Butter…….
    Aber ich will da aufgrund der bescheidenen Sicht  aus dem „Nordkäfig“ keinen verurteilen, da warte ich mal auf Rot-Weiss TV.

    Das gestrige Spiel hat mich auf fatale Weise an den Kick gegen den BVB II im Dezember 2008 erinnert (der geneigte Leser wird sich ebenfalls ungern erinnern)
    RWE machte damals aus einem 0:2 ein 3:2, nur um dann in der 88. und 91. Minute die Tore zum 3:3 und 3:4 zu kassieren.

    Was soll es?
    Der gestrige Tag hat trotz allem auf jeden Fall mit einem mehrstündigen gediegenen „Stell-Dich-ein“ beim Iren im Girardet-Center einen versöhnlichen Abschluss gefunden, auch wenn die übertragene Niederlage der ersten Kölner Mannschaft, der ich von Herzen einen Sieg gegönnt hätte, zumindest meine „sportliche“ Laune nicht unbedingt verbessert hat.

    Die diversen Bierchen haben trotzdem geschmeckt und sind auch alle „drin geblieben“.
    So gesehen waren es doch mehr als nur 20 schöne Minuten……

    Kappen-Manni mit Geschäftsführer Pottwahl in allerbester Stimmung

    sehne

    ....mehr innerlich :-)


     

     

     

    Mainz 05 U23 gegen Rot-Weiss Essen - Kommentar von CD, die "Milde Seife"

    22.01.2012:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 1:2 , Halbzeit 1:0
    Tore: 1:0 Schneider (37.), 1:1 Koep (51.), 1:2 Grund (85.)
    Zuschauer: 100 Mainzer (incl. Ordner und Polente), geschätzte rd 300 Rote

    Unsere Mannschaft:
    Lamczyk - Lehmann, Denker (67. Jasmund), Wagner, Grund - Brauer, Heppke -
    Koep (72. Lenz), Lemke - Kaya (65. Enzmann), Avci
    Unser Trainer: Waldemar Wrobel
    Rot-Weiss zieht den Karneval vor.

     

    10:45 Uhr Abfahrt aus dem Pott bei leichtem Nieselregen und 8°C, und die Frisur sitzt.
    13:00 Uhr Ankunft in Mainz, 6°C und trocken, leicht böiger Wind, und die Frisur sitzt, dank Kappe.
    Bei der Ankunft auf dem Parkplatz vor dem Stadion wurde mir dieser Bericht reingedrückt. Nein, nein cd musst du nicht, so lauteten die einlullenden Worte des UU-Präsidenten, und machst du es? Wer gedient hat, kennt die Konsequenzen einer Befehlsverweigerung.

    Bereits beim Einzug aufs Stadionvorgelände erfolgte der erste Knall. Happos tragbarer Ü-Wagen wurde wegen urheberrechtlicher Bedenken der Mainzer Ordner beanstandet. Verständlich, denn Digitalfilme der 2. Mainzer Mannschaft sind auf der ganzen Welt begehrt. Somit wurde das kostbare Ding ordnungsgemäß abgegeben, worauf die Aufbewahrungsdame sich über die in der Tasche befindliche, supraleichte Titankamera merklich wunderte. Nun, wer hat, der hat, oder nicht?

    Im Bruchweg-Stadion fühlt sich der Nostalgiker wohl. Der Platz war augenscheinlich ausgezeichnet. Die ersten zehn Minuten waren ein unspektakuläres Abtasten beider Mannschaften. Nach einer Viertelstunde zappelte der Ball plötzlich im Mainzer Netz. Nach einem Eckball kam Heppke völlig frei zum Schuss, der von einem Essener Mitspieler vor Torlinie ins Netz beförderte. Abseits.! Obwohl Rot-Weiss jetzt seine beste Phase hatte,
    agierte er überwiegend zu defensiv und ohne Mumm. Das Spiel verlagerte sich
    größtenteils in der Essener Hälfte, wobei viele Rückpässe zum Torwart, ihn manchmal alt aussehen ließen.
    Sehr alt sah er aus, als er nach einem Mainzer Freistoß auf der Torlinie kleben blieb und durch große Unordnung in der Abwehr. das Tor für Mainz in der 37. Minute fiel. Verdient ist anders; obwohl Mainz durch seine Ballsicherheit und sicheres Passspiel auffiel, aber genauso harmlos vor dem gegnerischen Strafraum agierte. Mit 0:1 ging es in die Pause und wenig
    Hoffnung auf ein besseres Spiel.
    Fazit: Nie war der Siegeszeitpunkt besser, als heute.
    Ungewöhnliches tat sich auf, als sich unserer Torwart mit seinem Torwarttrainer kurz vor Ende der Halbzeitpause Aufwärmtrainingbetrieb. Als Koep in der 51. Minute den Ausgleich in Abstaubermanier schoss, glaubten wir an die Trendwende. Es war ein Trugschluss. Viele Abspielfehler und Fehlpässe konnten die Rot-Weisse Fanseele aber nicht trüben. Im Gegensatz zum Spiel wurde die Stimmung im roten Block immer besser. Die kritischen Stimmen auf der Tribüne sogar immer pastoraler. So bestand der Forist Peter Dahl darauf,
    den Zeitpunkt 15:30 Uhr ausdrücklich im Bericht aufzunehmen, als unser Torhüter einen senkrecht, ganz toll fallender Flatterball nahezu unbedrängt aus der Lüft pflückte.
    Keiner weiß warum, aber in den letzten zehn Minuten ging ein Ruck durch die Rot-Weisse Mannschaft. Plötzlich oder auch vielleicht durch die Auswechslungen verspürte die Mannschaft mehr Zug zum gegnerischen Tor. Und jetzt taten sich plötzlich auch vermehrt Torraumszenen für uns auf. Die Mannschaft hat sich in den Schlussminuten selbst belohnt
    und durch Kevin Grund das 2:1 den verdienten Sieg herausgespielt.

    Drei Punkte im Sack. Nach dem "Wie" fragt nur der Trainer intern und von den
    Fans nachher keiner mehr.
    Falls einer mit der cd-Sicht nicht einverstanden ist, dem sei gesagt: Kein Problem. cd ist Sympatmann, wollen immer gewinnen.

    Gruß an alle, cd

     

    Anmerkung vom Präses:
    Erstmal herzlichen Dank lieber Christian für Deinen wie nicht anders zu erwartenden hochqualitativen Kommentar. Da haste mir Arbeit erspart. Mußte mich ja schließlich auch noch um das Filmmaterial kümmern.

    Hast was gut bei mir !

    Ganz herzlichen Dank auch dem "Adler" Roland und der Navigatorin Claudia für die wieder mal entspannte und lehrreiche Reise. Die Erinnerungen habe ich bereits eingetütet und downgeloadet. Es muß einfach etwas zu bedeuten haben, daß der Adler mich exakt um 19:07 Uhr am Hbf Essen resozialisiert ablieferte. Auf einen Tripp nach Entenhausen freue ich mich schon heute riesig.

    Peter "Micha" Dahl, ich hoffe Du bist wohlbehalten und sicher zu Hause gelandet. Ein Leben in vollen Zügen geniessen kann man noch besser, wenn RWE gewonnen hat.


     

     

     

    Derby-Cup 2012 - Kommentar von Happo

    10.01.2012:

    Kinder wie die Zeit vergeht. Liegen zwischen meinem ersten Besuch eines Hallenfußballtuniers und wohlmöglich meinem Letzten tatsächlich 4 Jahrzehnte ?

    Ich bin eh kein Freund von Oldie-Veranstaltungen, die Vergangenheit läßt sich nunmal nicht in die Gegenwart transformieren. Es fehlt das Feeling.

    Und auch der äußere Rahmen war ein Anderer. Seinerzeit hieß es: Halle restlos ausverkauft, gestern blieb die Hälfte der Plätze frei. Auch war kein Erstligist zu Gast. Dazu der kundenunfreundliche Montag als Spieltag. Im Vorfeld wurde über die Preisgestaltung schon reichlich gewettert. Hätte ich doch ein paar Tage länger gewartet um Tickets zu besorgen, eine Menge Geld hätten ich/wir sparen können. Verbilligte Eintrittskarten für Mitglieder z.B. waren anfangs kein Thema.

    Wie dem auch sei, gefreut habe ich mich trotz Allem auf das Event, alleine schon wegen dem Wiedersehen mit Freunden. Linne ohne Helm mit Kumpel Lösel (korrekt ?), die Steinhagener Marlies und Detlef, Präfect Micha mit Ober-Blue Clore Marc und dessen Erzeugern Heike und Ari. Den beiden Letztgenannten an dieser Stelle nochmals ein "Herzlich Willkommen" im Club. Dazu bildeten die üblichen Verdächtigen der „Nord“ einen würdigen Peronenrahmen.

    Gut gelaunt und durstig erwarteten wir gemeinsam „unser“ Spiel RWE gegen Arminia. Die 1:4 Niederlage von Rot-Weiss konnte ich gar nicht so genau verfolgen. Leider boten die mit 30€ finanzierten Sitzplätze keine freie Sicht auf´s Spielfeld. Bandensteher verhinderten das. Der Ordnungsdienst war machtlos (kein Vorwurf an die unterbezahlten MitarbeiterInnen), der Veranstalter war tatenlos.
    Jetzt zahlte es sich aus, daß die Halle genug freie Plätze zu bieten hatte. Nach dem Sieg der Arminen ging es eine Etage tiefer, immerhin näher zum Tatort Fußballfeld.

    Übrigens, RWE zeigte in den ersten Minuten gegen die Ostwestfalen eine engagierte Leistung. Die Führung war folgerichtig. Doch damit hatte es sich, was sportlich für Essen positiv zu bewerten ist. Arminia war in Hälfte 2 klar besser und gewann verdient.
    Immerhin hatten unsere Gäste Grund zur Freude.
    Es sei ihnen gegönnt.
    Gegen Aachen bot RWE eine mega schwache Vorstellung. Die Printenstädter waren in sämtlichen Belangen besser. Rot-Weiss agierte wie auf einem Fußballfeld, auch taktisch. Ein Ballverlust in der Halle wird oft umgehend bestraft. Aachen tat das gleich 5 mal. Nach dieser ernüchternden 5:2 Niederlage konnte uns auch Bielefeld nicht mehr im Turnier halten, egal wie ihr Match gegen Aachen ausgehen würde.

    In der anderen Gruppe zeigten der MSV und Fortuna Düsseldorf  richtig guten Hallenfußball. Lampertz erzielte das schönste und spektakulärste Tor des Abends. Klasse !
    RWO enttäuschte ebenso wir RWE.

    Nach dem Ausscheiden der Heimelf verließ ein Großteil der Rot-Weiss-Fans die Halle. Die Atmosphäre war futsch, von einem Budenzauber war nicht mehr viel zu spüren.

    Immerhin hatten unsere Ostwestfalen noch ihre Arminia im Rennen, da kannste nicht einfach die Segel streichen. Doch auch für Bielefeld gab es nichts mehr zu bejubeln. Nach der 1:3 Niederlage im Halbfinale gegen den starken MSV mußten sie gar eine kleine Demütigung im Spiel um Platz 3 live miterleben. Mit sage und schreibe 9:3 bestrafte die Fortuna aus Düsseldorf die pomadige Einstellung der DSV-Truppe. Selbst Souverän Micha drohte kurzzeitig die Kontrolle zu verlieren, nur intensive Bemühungen der Anwesenden konnten seinen Blutdruck wieder in normale Gefilde drücken.

    Mit dem MSV und der Alemania standen die beiden besten Teams im Endspiel. Die Duisburger gewannen glücklich (4:3) sind aber unter dem Strich ein verdienter Sieger dieses Turniers.

    Für den Verein Rot-Weiss Essen war der gestrige Abend sicherlich keine gelungene Werbeveranstaltung. Ich habe heute schon einige Mails von Bekannten erhalten, die allesamt das vermeintliche Gaudi per TV von Sport1 verfolgten.
    Sie sind sich einig, es war sehr enttäuschend wie sich die Mannschaft und teilweise die Fans präsentiert haben.

    Als neutraler Zuschauer hätte ich wahrscheinlich frühzeitig die Fernbedienung aktiviert und auf „AUS“ gedrückt.

    Es ist aber auch eine Frage der Motivation, warum ich so ein „Event“ besuche. Ausschließlich wegen meinem Verein oder als Fußballfallfan im Allgemeinen.
    Von daher ist das Verhalten vieler Rot-Weiss-Fans vorzeitig die Halle zu verlaßen nachvollziehbar, wenn auch nicht unbedingt „sportlich“.

    Und wer weiß, wie ich mich verhalten hätte, wenn ich nicht von netten Leuten umgeben gewesen wäre. Hat man nicht alle Tage !

    Sportlich muß es für RWE auch bessere Tage geben.
    Ich gebe die Hoffnung nicht auf, wenn sie auch nach dem Derby-Cup ein wenig gedämpfter ausfällt.

    Rot-Weisse Grüße,

    euer Happo


     

     

     

    Fortuna Köln gegen Rot-Weiss Essen - Kommentar von Happo

    17.Dezember 2011:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 4:2 , Halbzeit 3:0
    Tore: 1:0 Pagano (10.), 2:0 Dahmani (20.), 3:0 Caspers (33.), 3:1 Enzmann (46.), 4:1 Yilmaz (77.), 4:2 Brauer (FE, 80.).
    Zuschauer: 1480

    Das letzte Punktspiel 2011, eine Pflichtveranstaltung für mich als Fan und ich wäre auch dabei gewesen, aber das Schicksal meinte es gut mit mir.

    Mitte der Woche war klar, das Wetter wird so bleiben. Die Aussicht in diesem Antistadion in der Kurve bei strömenden Regen zu stehen und nur ein Drittel vom Spielfeld korrekt einsehen zu können, trübte die Freude auf diese Veranstaltung mächtig. Noch bestand aber Hoffnung auf eine Spielabsage. Stattdessen flatterten die ersten Absagen der potentiellen Mitfahrer ins Haus. Als dann Securityboss HDKRWE wegen einem "Tennisarm" rechts und einer "Sehnenscheidenentzündung" links (für Nichtmediziner: eine Sehnenscheidenentzündung ist KEINE gynäkologische Erkrankung !) die Reise absagen mußte, blieb nur noch eine Option übrig. Gegen 17 Uhr tippte ich dann vorsichtig die Handynummer des Van-Fahrers ein. "Du Happo, ich bin noch immer in einer Besprechung, ich schaff´es nicht mehr pünktlich hier weg zu kommen". "Schade, da kann man nix machen".

    Aufgelegt.

    JJJJAAAAAAAAAAA !!!!!! Ich brauch´nicht fahren. Im Ernst, ich wäre es hundertprozentig, aber so kam ich sauber aus der Sache raus.

    Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, schaltete ich pünktlich um 19:30 Uhr den Liveticker ein. Nach 10 Minuten fuhr der PC dann wieder runter.

    Kaltabschaltung.

    Fortuna Köln war in Führung gegangen, schien klar besser zu sein. Ich dachte an die Fans......

    Eine Ananlyse kann ich selbstredend nicht anbieten. Unstrittig ist wohl die "Antileistung" von RWE in der ersten Halbzeit. So hatte ich das nicht erwartet. Liebend gerne hätte ich mich geärgert, nicht live vor Ort gewesen zu sein.

    Hier ein Auszug aus dem Bericht von Aaron Knopp vom Reviersport, der deutlich und unmissverständlich einen Eindruck vom gestrigen Spiel rüber bringt.

     

    "...Wrobel vermochte das freilich nicht zu besänftigen. Köln habe mit der 3:0-Führung im Rücken allen Grund gehabt, sich zurückzulehnen, eine Steigerung nach der Pause sei zudem nicht schwer gewesen, nach dem was RWE in der ersten Halbzeit gezeigt habe, ätzte der 41-Jährige. Angesprochen auf die ominösen 45 Minuten vor der Pause hob der Essener Coach sogar zu einer regelrechten Wutrede an. Kurzum: "In der ersten Halbzeit haben wir nicht stattgefunden. Das, was meine Mannschaft in der ersten Halbzeit angeboten hat, war schlicht gesagt eine Frechheit. Wir haben nur zugeschaut und den Gegner bei jeder Aktion begleitet. Alles, was wir zuvor thematisiert hatten, haben wir anscheinend vergessen. Alle Tore sind so gefallen, wie wir sie erwartet haben. Die erste Halbzeit war desolat und aus meiner Sicht die schlechteste, die wir in der Regionalliga gespielt haben. Völlig indiskutabel. Ich bin maßlos enttäuscht von meiner Mannschaft." Rumms!

    Erklärungen für den Blackout konnte der Coach indes nicht liefern. Allenfalls: "Wir haben einen Kader, der im Grenzbereich ist. Das ist keine Entschuldigung, aber ein Erklärungsansatz." RWE verabschiedet sich also mit einer abermals nachdenklich stimmenden Leistung in die Winterpause, die mehr oder weniger alle Höhen und Tiefen der Essener Hinrunde zusammenfasst. Neben einigen Erfolgserlebnissen ist der Aufsteiger auch an Grenzen gestoßen, was den Verantwortliche nicht verborgen blieb. Für mehr Qualität im Kader sind Wintertransfers ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Dennoch betont Wrobel: "Wir werden die Augen offenhalten, haben aber nach wie vor nicht die Voraussetzungen wie zum Beispiel Fortuna Köln. Deshalb kann es auch sein, dass nichts passiert." Zumal mit Rekonvaleszenten wie Sebastian Jansen oder Maik Rodenberg ja noch gefühlte Zugänge im Kader der Essener schlummern. Zumindest der Form der ersten Halbzeit kann RWE die gut gebrauchen."

    Damit will ich es belaßen, das Fußballjahr ist für RWE zu Ende. Gut so. 2012 wird es wieder besser.....


     

     

     

    Rot-Weiss Essen gegen Fortuna Düsseldorf II - Kommentar von HDKRWE

    11.Dezember 2011:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 3:1 , Halbzeit 1:0
    Tore: 1:0 Lemke(6.), 2:0 Kaya (55.), 2:1 Grimaldi (63.), 3:1 Kaya (76.)
    Zuschauer: 5575

    Mal wieder einen rundum gelungenen Samstag gehabt.
    Freikarten für die „Westkurve“ gewonnen, 3 Punkte für RWE erlebt und anschließend noch ein gediegenes UU-Treffen mit Live-Fußball im Irish-Pub im Giradet-Center genossen.

    Aber der Reihe nach.
    Durch mein mittlerweile fast schon biblisches Alter konnte ich vor einiger Zeit bei einem Preisausschreiben auf der RWE-Homepage eine Frage zum Jahr 1972 beantworten und kam so in den Genuß von zwei „Westkurven-Freikarten“ für das Spiel gegen Fortuna II.
    Da UU-Justiziar Pottwahl sich zum diesem Spiel angesagt hatte und Präsi Happo I. schon beim Pokalspiel gegen Union in der West „residiert“ hatte, hab ich die Bewachung des Präsidenten dieses Mal seinen anwesenden Töchtern überlassen und mich mit Pottwahl in die West begeben.
    Na ja, abgesehen von der Nostalgie, die diesen Standort umgibt, und dem „Trinken für lau“ ist der Platz nicht so prickelnd. Man steht dort recht „erhaben“ und ist der Witterung (Samstag war es nur der Wind) gnadenlos ausgeliefert. Wenn es auch noch geregnet hätte, wäre das in der Tat Nostalgie pur gewesen. Ich erinnere mich da an etliche Heimspielerlebnisse in der West in den Herbst- und Wintertagen der 70er Jahre……..
    Dafür ist aber immerhin die Aussicht auf die Baustelle unserer neuen Heimat und natürlich auch der Blick auf das West-Tor phänomenal.
    So konnten wir den herrlich heraus gespielten und von Fußballgott Lemke versenkten Treffer aus allernächster Nähe – ja, muß man tatsächlich so sagen – einfach nur genießen.
    Und damit wären wir auch schon beim Spiel, an dem ich nach längerer Zeit mal wieder richtig Spaß hatte.
    Ganz einfach deswegen, weil die Mannschaft im Gegensatz zu den vorherigen Spielen gegen blau-weiß und schwarz-gelb nicht nur gekämpft und gewonnen, sondern dieses Mal zumindest phasenweise auch mal wieder richtig gut Fußball GESPIELT hat.
    Auch das zweite Tor mit abschließendem Lattenknaller von Lemke und Abstauber von Kaya war, soweit ich das bei der in diesem Fall beschissenen Sicht aus der West beurteilen kann, ein schön heraus „gespieltes“ Tor.
    Überhaupt haben sich in der zweiten Halbzeit doch eine Vielzahl von Strafraumszenen vor dem Ost-Tor abgespielt, die wir von unserem Standort nur erahnen konnten.
    (Da freu ich mich schon auf Rot-Weiss TV)
    So haben wir uns beim Pfostenschuss von Jasmund und beim Abseitstor von Kaya schon jubelnd in den Armen gelegen………
    Im Zusammenhang mit Kaya muß ich übrigens auf die fast schon prophetischen Gaben unseres Justiziars eingehen.
    Er lag zwar mit seinem 3:0-Tipp vor dem Spiel nicht ganz richtig, hatte aber zwei Buden von Kaya absolut korrekt vorhergesagt.
    Wär schön, wenn der Knoten bei dem Burschen jetzt geplatzt sein sollte. Verdient hätte er es allemal.

    Sehr ordentlich fand ich auch die Leistung von Roberto Guirino.
    Es war sicherlich kein überragendes Spiel von ihm und er hatte einige Wackler.
    Aber insgesamt war das in meinen Augen ein mehr als solider Einstand, wobei mich vor allem gefreut hat, dass er sich nicht nur auf die Verteidigung beschränkt, sondern sich auch mehrfach nach vorne „getraut“ hat.

    Klar, es gab auch gegen Fortuna II wieder einige Aussetzer, spielerische Durchhänger und manch haarsträubenden Fehlpaß und nach dem 1:2, bei dem Lamczyk und Denker nicht ganz so gut aussahen, bin ich nicht nur wegen meiner kalten Füße unruhig hin und her getanzt.
    Aber es war letztlich ein mehr als verdienter Sieg nach einem mehr als ordentlichen Spiel mit einer deutlichen Leistungssteigerung im spielerischen Bereich.
    Dabei interessiert es mich herzlich wenig, dass Fortuna II sicher nicht so stark war wie z. B. die blau-weißen oder die schwarz-gelben.
    Auch „schwächere“ Mannschaften müssen erst mal geschlagen werden.
    Wie war das noch gegen Wiedenbrück……….?
    Auf jeden Fall hätte das Spiel gestern mehr als die für mich enttäuschenden 5575 Zuschauer verdient gehabt.
    Dafür war der Support zumindest von der Lautstärke umso besser.
    Das kam in der West richtig gut rüber.

    Spieler des Spiels?
    Wird für die meisten sicher „Günni“ Kaya oder „Fußballgott“ Lemke sein.
    Kann man sicher auch so sehen, weil beide zweifellos eine richtig gute Partie abgeliefert haben.
    Aber für mich persönlich war Benedikt Koep „Man of the Match“.
    Ok, ich geb zu, dass ich eine echte Schwäche für den Burschen habe, aber ich halte ihn für eine der besten Verpflichtungen der letzten Jahre.
    Und das hat er gestern nach meiner bescheidenen Meinung wieder mal eindrucksvoll gezeigt.
    Diese spezielle Mischung aus körperlicher Präsenz, kämpferischem Einsatz und durchaus vorhandener feiner Technik hat mir gestern zwar nicht die kalten Füße, aber dafür – ein bisschen Pathos muß erlaubt sein – das Herz erwärmt.

     


     

     

     

    BVB II gegen Rot-Weiss Essen - Gastkommentar von Jost

    03.Dezember 2011:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 0:1 , Halbzeit 0:0
    Tore: 0:1 Koep (94.)
    Zuschauer: geschätzte 958

    Wieder mal eine gelungene Auswärtsfahrt – auch das Ergebnis war richtig zufriedenstellend.
    Verlassen von der legendären Lippensbruderschaft hatte ich Unterschlupf bei den UU's gefunden und kam so in den Genuss einer ansehnlichen rot-weissen Leistung.

    Gut, das Tor hat für Einiges entschädigt, doch der Reihe nach.

    Häßliche Eintrittskarten und penible Ordner empfingen unseren gut gelaunten Haufen an der roten (!) Erde. Kaum hatten wir unser gemütliches Plätzchen auf der Tribüne eingenommen, legte unser RWE schon los, wie die Feuerwehr. Doch die zum Teil schön schnell gespielten Angriffszüge in der Anfangsphase wollten nicht zum Torerfolg führen.
    Besonders auffällig: Wili Lemke, der sich immer wieder schön durchsetzte. Auch die „Doppelspitze“
    mit Kaya und Lenz (haben wir wirklich 4-4-2 gespielt ?) hatte gute Aktionen. Die technisch beschlagenen Dortmunder waren nie ganz unter Kontrolle zu kriegen, aber unser RWE war am Drücker. Spätestens der fällige Elfer an Lemke hätte die Führung bringen müssen, aber der Schiri war zu dieser Zeit noch nicht bereit Entscheidungen zu treffen, was er später um so konsequenter tun sollte.

    Man ging zufrieden in die Halbzeit und hoffte auf Fortsetzung.

    Der BVB hatte sich aber wohl einiges anhören müssen, denn die Dortmunder kamen mit größerer Entschlossenheit aus der Pause. Doch das nutzte erstmal wenig. Auch wenn unser Kader nicht viel älter sein kann, so zeigte sich die schwazzgelbe Jugend doch ein wenig unreif und bewarb sich in Person des 13ers kräftig um eine Verwarnung, die nach ersten Versuchen in HZ 1 schnell zum Erfolg führte. Der kleine Diskutant konnte aber den Hals nicht voll kriegen und sah verdient Rot für übertriebene Uneinsichtigkeit.

    Erinnerungen an die Brut wurden wach und die Stimmung begann wieder optimistisch zu werden.

    Leider nicht im Kader der Roten. Während Dortmund jetzt einen Zahn zulegte, ließen wir jeden Einsatz vermissen. Der ein oder andere Ballgewinn im Mittelfeld hatte vorher immer Gefahr für den BVB gebracht, die Bemühungen der Roten den Gegner unter Druck zu setzen erlahmten  aber und es gab diverse brenzlige Situationen zu überstehen. Glück, in dieser Phase nicht in Rückstand zu geraten.
    Der Schiri begann, wohl überrascht von der eigenen Courage, fröhlich den gelben Karton zu ziehen, auch wenn die Partie weiterhin sehr fair blieb. In den letzten zehn Minuten schienen die Kräfte der Dortmunder zu schwinden und Rot-Weiss bekam wieder leichtes Übergewicht – ohne allerdings dem Tor gefährlich nahe zu kommen.

    Kurz vor Schluss überschlugen sich dann die Ereignisse: zweiter Platzverweis für die ehemaligen Fanfreunde und an den Funken Hoffnung legte Benny Koep dann in der Nachspielzeit richtig Lunte: 1:0 nach der x-ten Ecke und ne nette Freudenexplosion im Essener Block.

    Dass sich Kevin Grund beim erwiesenermaßen meckerfeindlichen Schiri noch gelbrot abholte, ging etwas unter, war aber trotzdem ärgerlich.
    Schwamm drüber. Zweimal leise, zweimal laut brachte das geile Gefühl von zwei gewonnenen Derbies nochmal schön auf den Punkt.
    Jetzt darf das Rheinland antreten zur weiteren Verschönerung der Winterpause.

    PS: dass ein paar pubertierende BVB-Anhänger die Siebziger Jahre mit Füßen treten mussten, war eher lächerlich. Peinlich allerdings, dass der gewohnt gesangsstarke RWE Ultrablock dann mit Chören auf Wuppertaler Niveau antworten musste.

    Man muß eben erst uralt werden, um Ultra zu sein :)

    rot-weisse Grüße,  Jossip


     

     

     

    Rot-Weiss Essen gegen Schalke 04 U23 - Kommentar von Happo

    26.November 2011:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 1:0 , Halbzeit 0:0
    Tore: 1:0 Eigentor (73.)
    Zuschauer: 6508

    "Der Sieg war verdient, vielleicht 1 Tor zu hoch". Mit diesem Spruch kann man das Spiel zwischen RWE und SO4 II wunderbar beschreiben.

    Die letzten Monate der Sieglosigkeit blieben nicht ohne Wirkung auf die Zuschauerresonanz. Lediglich 6508 Fans, davon noch nicht einmal 50 aus der Nachbarstadt wollten das kleine, letzte Derby im Georg-Melches-Stadion live miterleben.

    Natürlich durfte der Klassiker "Am Tag als FC Schalke ...." nicht fehlen. Dagegen fehlten in der 1.Halbzeit glasklare Torchancen gänzlich. Ein, zwei gefährliche Szenen vor dem Essener Gehäuse und wenn man es wie ich mit den Essenern gut meint, dann kann man den Schuß von Lukas Lenz als gefährlich einordnen.

    Für Aufregung sorgte wenigstens Schiedsrichter (Möbel-) Jablonski, als er den bereits gelbverwarnten Schalker Langlitz in der 33.Minute berechtigterweise vom Platz stellte.

    Eine lange Zeit für RWE, die zahlenmäßige Überlegenheit in Tore umzumünzen.

    In der zweiten Hälfte erhöhte Rot-Weiss das Tempo, ging aggressiver in die Zweikämpfe. Torgefahr strahlten sie aber weiterhin nicht aus. Kaya prüfte Timo Hildebrand mit einem Distanzschuß. Viel mehr war nicht. Warum Trainer Wrobel eben diesen Kaya in der 66.Minute gegen Mittelfeldakteur Avci auswechselte, konnte ich nicht nachvollziehen. Eine Verletzung war nicht zu erkennen. Sicher wird Waldi eine Erklärung für diese Maßnahme noch nachliefern.

    Spätestens in der 73.Minute dachte kein Fan mehr darüber nach. 1:0 für RWE. Als Torschütze wurde Lukas Lenz genannt, es war aber eindeutig ein Eigentor. Das war gut von der Nord, trotz zahlreicher Sicherheitsnetze zu erkennen. Ohne den Einsatz von Lukas wäre dem erfahrenen Fahrenhorst dieser Lapsus nicht unterlaufen. Endlich wieder Jubel an der Hafenstraße.

    Den Schalkern muß man fairerweise das Kompliment machen, trotz Unterzahl über weite Strecken das Spiel offen und spannend gestaltet zu haben. Ich traute dem Braten bis zum erlösenden Schlußpfiff nicht. Immer wieder Freistöße für die Gäste, zum Glück für RWE ziemlich schwach ausgeführt.

    Rot-Weiss kämpfte, ackerte, keine Frage. Der Sieg war nicht unverdient. Vor allen Dingen gefiel mir das aggressive Zweikampfverhalten. Waldi Wrobel hatte nicht zuviel versprochen, die Jungs zeigten heute deutlich, daß sie die Wende schaffen wollten.

    Es hat geklappt.

    Der erhoffte Befreiungsschlag indes war es sicherlich nicht, dafür waren die Schwächen im Spielaufbau und Paßspiel nach wie vor zu offensichtlich. Vergeßen darf man auch nicht, daß Essen gut 1 Stunde mit einem Mann mehr auf dem Platz war. Wie auch immer, die 3 Punkte, das Erfolgserlebnis war wichtig für den Verein, für die Seele der Fans. Dazu noch der Sieg vom BVB gegen die Blau-Weiße Bundesligatruppe, was will man mehr ?!

    Jetzt heißt es, am nächsten Samstag in Dortmund nachzulegen. Dort kann RWE mit mehr Selbstvertrauen antreten. Das ist auf alle Fälle ein Fortschritt.

    Übrigens, Wels Fargo´s Treffsicherheit im Tippen wird auch immer besser. Morgen gibt es mal keine Fischstäbchen, morgen darf Fisch Wanda endlich wieder zu ihm ins Becken steigen.

    Viel Spaß,......... nicht nur Fargo,

    euer Happo


     

     

     

    SC Idar-Oberstein gegen Rot-Weiss Essen- Gastkommentar von uns Uwele

    21.November 2011:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 2:1 , Halbzeit 0:0
    Tore: 1:0 Sawin (58.), 2:0 Sawin (67.) 2:1 Heppke (91.)
    Zuschauer: 1449 ohne Uwele

    Jau – Tja – hmmm ...

    Wie fang´ ich hier jetzt am besten an ?
    Ich würde mal sagen das „Angenehme“ zuerst ! Das Wetter am Spieltag war für einen November-Nachmittag absolute Superklasse. Geradezu „Bikini-Wetter“ - nur leider hat sich keine der anwesenden Damen getraut – Schade ! Seeeeehr Schade !!!
    Die Anreise ins schöne und sehr idyllisch gelegene Stadion „Im Haag“ war kurzweilig und äußerst angenehm. Nur wäre für die letzten paar Meter bis zu den Gäste-Parkplätzen eigentlich ein geländegängiges Fahrzeug vonnöten gewesen. Das war dann im Prinzip fast schon wieder zu viel der Idylle. Aber einen drauf gelassen – letztlich sind wir alle heile vor Ort gelandet. Und damit wäre ich dann auch schon beim für mich absoluten Highlight dieses schönen Sonntag-Nachmittags !
    Nämlich beim großen Wiedersehen-Feiern mit altbekannten Gesichtern. Allen voran natürlich mit dem BOSS aller BOSSE !
    HAPPO der I. u. Driver-Legende Achim ( diesmal sozusagen „außer Dienst“ ! ) haben es sich dieses mal nämlich nicht nehmen lassen, den „Shuttle-Service“ des AWO-Fanprojekts in Anspruch zu nehmen, um sich tiefenentspannt an den Ort des Geschehens bringen zu lassen !
    Und so war es natürlich nicht verwunderlich, daß mich zwei auf´s Äußerste gutgelaunte Menschen auf dem Parkplatz des Stadions in Empfang genommen haben. Nachdem wir Drei dann die ausschließlich und eigens nur für uns angefertigten „VIP-Karten“ entgegen genommen hatten, gab es dann auch nur noch die Kleinigkeit der „Flüssigkeits-Versorgung“ zu organisieren, bevor wir unsere „Logen-Plätze“ auf der Längs-Seite des Platzes einnehmen konnten.Gewissermaßen ein Käfig ganz für uns allein. Keiner sonst im Block – nur wir Drei – WAR DAS SCHÖN !!! Man konnte fast die Vöglein zwitschern hören !

    Es hätte ein rundum gelungener Tag werden können, wenn, ja wenn bloß da unten auf dem schönen grünen Rasen nicht krampfhaft ein paar Jungs in kurzen Hosen versucht hätten, einen völlig unschuldigen kleinen Ball nahezu pausenlos zu malträtieren...


    Und damit wäre ich dann auch beim etwas „ärgerlichen“ Teil des Tages ! Dem sogenannten Fußballspiel, welches da vor Ort stattgefunden hat ( haben soll...). Mag jetzt alles ein wenig sehr sarkastisch klingen ! Aber mal ganz ehrlich, und unter uns ! Ich sag´s ja wirklich nicht gerne. Dazu bin ich einfach viel zu sehr „Durch und Durch“ Rot-Weisser. Aber das, was den immer noch sehr zahlreich anwesenden RWE-Fans ( ich würd´ mal sagen locker 300- 400 ! ) von unserer Mannschaft da heute in Idar-Oberstein angeboten wurde, grenzte schon wirklich an „Arbeits-Verweigerung“ !
    Ich hatte vor der Runde eigentlich versprochen, mich in dieser Saison nicht negativ über unsere Jungs zu äußern, die uns in der letzten Saison so viel Spaß bereitet, und uns mit einem geradezu sensationellen Aufstieg verwöhnt hatten, aber das war heute nun mal wirklich GAR NIX !

    Von den ersten 15 – 20 Minuten vielleicht einmal abgesehen, als unsere Truppe wenigstens noch versucht hat, die letzten grausamen Spiele vergessen zu machen, und wo sie sich auch die eine oder andere Tor-Chance herausgearbeitet hat ( ob es sich beim erzielten Treffer tatsächlich um Abseits gehandelt hat, wie vom Schiri bewertet, laß ich mal dahingestellt, da es von unserem Standpunkt aus nicht abschließend zu beurteilen war ), war das heute wirklich Fußball zum Abgewöhnen !
    Da war über die gesamte Spielzeit von der immer wieder ( auch zu Recht ! ) geforderten Galligkeit überhaupt nichts zu spüren. Das ganze hatte irgendwo etwas von einem Saison-Vorbereitungs-Spiel so nach dem Prinzip : Tu Du mir nicht weh – dann tu ich Dir auch nichts !
    Keinerlei Ideen im Spiel nach vorne, absolut nichts Überraschendes, womit man einen an und für sich genauso harmlosen Gegner einmal hätte in Bedrängnis bringen können. Keine 5 Pässe am Stück, bei denen der Ball in unseren eigenen Reihen geblieben wäre. Immer wieder absolut unnötige Ball-Verluste durch überhastete und nicht zu Ende gedachte Aktionen. Und letztlich dann immer wieder sinnlos lang nach vorne geschlagenen Bälle, mit denen kein Stürmer dieser Welt etwas hätte anfangen können. Schlicht und ergreifend : TROSTLOS – Leider !


    Und an solchen Tagen ist es dann irgendwo eine logische Konsequenz, daß man dann eben auch nicht mit einem eigentlich leistungsgerechten ( wobei „Leistung“ heute einfach das falsche Wort ist...) torlosen Remis vom Platz geht, sondern sich dann auch noch Gegentore fängt, die dann letztlich zu einem nicht einmal unverdienten Sieg des Gastgebers führen ! Den Spielern des SC Idar-Oberstein darf man heute nämlich wenigstens zugute halten, daß sie sich mit ihren zugegebenermaßen fußballerisch limitierten Mitteln wenigstens bis zum Schluß richtig reingehängt haben, um die Punkte am Ort zu behalten. Und das haben sie dann auch geschafft – und eben auch verdient ! Daß unsere Truppe durch Markus Heppke in der 90.Minute durch einen Freistoß dann tatsächlich auch noch ein Tor geschossen hat, habe ich ganz ehrlich gesagt da schon fast gar nicht mehr mitbekommen.

    Zu dem Zeitpunkt hatten sich HAPPO, Achim und ich bereits in abgrundtiefem Galgenhumor verloren. Etwas anderes half da bei dem heute Gebotenen einfach nicht mehr ! Endstand also 2 : 1 für die etwas weniger schlechte Mannschaft. Mit Regionalliga-Fußball hatte das heute jedoch von beiden Seiten aus relativ wenig zu tun. Die momentane Tabellen-Situation wird den beiden Teams leider absolut gerecht. Idar-Oberstein kann mit der Situation, wie sie sich im Augenblick darstellt, wahrscheinlich noch ganz gut leben.

    Aber einem Verein wie Rot-Weiss Essen wird das alles inzwischen einfach nicht mehr gerecht. Und da kann man mich auch nicht damit trösten, daß man immer und immer wieder die gerade eben erst abgeschlossene Insolvenz anführt. Ich habe die augenblickliche Gesamt-Situation unseres Vereins absolut nicht vergessen, und ich bin den Jungs auch nach wie vor unendlich dankbar für das, was sie in der zurückliegenden schwierigen Saison für unseren Klub geleistet haben. Aber ich bin der Meinung, daß niemandem ( vor allem auch den Spielern selbst nicht ! ) damit geholfen ist, wenn man ständig das Mäntelchen des Schweigens über solche gezeigten Leistungen legt. Immer nur zu sagen „ Das wird schon – irgendwann kommen die richtigen Ergebnisse wieder von ganz alleine“ halte ich für völlig falsch.

    Ich denke ganz einfach, daß wir ohne sinnvolle ( und natürlich auch bezahlbare ! ) Verstärkungen, mit dem jetzigen Personal alleine wohl nicht wirklich vom Fleck kommen werden. Leider habe ich das Gefühl, daß der eine oder andere unserer Aufstiegs-Helden des Vorjahres in der Regionalliga an seine Grenzen stößt ! Für alle Beteiligten ( auch für die Fans ) keine schönen Wahrheiten, aber höchstwahrscheinlich eben doch Fakt !
    Jedenfalls war das heutige Spiel in jeder Form ernüchternd – um nicht zu sagen stellenweise erschreckend !


    Es bleibt uns allen nur zu hoffen, daß alle Verantwortlichen aus der derzeitigen Situation die richtigen Schlüsse ziehen, und wissen, wo der Hebel anzusetzen ist. Bei den momentan bescheidenen finanziellen Möglichkeiten unseres Vereins sicher keine einfache Aufgabe. Nur – ich bin mir leider auch sicher, daß sich unsere Finanz-Situation nicht nachhaltig ändern wird, wenn wir in den nächsten Jahren ständig im bedeutungslosen Regionalliga-Mittelmaß hängen bleiben sollten. Das macht uns für potentielle Sponsoren nicht wirklich attraktiver !!!

    Nun denn ! Eigentlich sollte das da oben ja lediglich ein Spielbericht werden. Aber das eigentliche Spiel wurde für mich heute fast zur Nebensache, weil ich mir wirklich Sorge um die weitere Zukunft unseres Klubs mache. In der derzeitigen Verfassung werden wir jedenfalls auch in naher Zukunft eher nicht mehr allzuviele Spiele gewinnen. Aber wer weiß, vielleicht stellt sich die Situation rund um unseren RWE nach der ( überfälligen ! ) Winterpause auch schon wieder ganz anders dar !

    Ich würde es der Mannschaft wirklich von Herzen gönnen, wenn sie im Frühjahr wieder da ansetzen könnte, wie sie die letzte Saison gespielt und sich für die rot-weissen Farben zerrissen hat !
    Bis dahin bleibt nichts weiter als – HOFFNUNG !

    In diesem Sinne – ein trotz des schönen „Ambientes“ im Stadion Haag leicht gefrusteter ...

    Herr OB aus BC- oder kurz - UWE !

    Anmerkung von Happo:

    Vielen Dank Uwe für den lesenwerten Bericht. Damit kann ich es etwas ruhiger angehen laßen. Ein paar Anmerkungen werde ich später trotzdem noch nachliefern......wenn der Platz reicht :-))

     

    Die Reise nach Idar-Oberstein und zurück -Ergänzungs-Kommentar von Happo

    21.November 2011:

    „Kreativ Uwe“ hat zum Sportlichen eigentlich (fast) alles gesagt.
    Rot-Weiss hat in der ersten Halbzeit einige Torchancen herausgespielt, keine Frage. 2 Tore wurden wegen Abseitsstellung nicht gegeben. So wie ich es sehen konnte, zurecht.
    Zudem präsentierte sich der Obersteiner Keeper Kornetzky in ausgezeichneter Form.
    Auch darf nicht unerwähnt bleiben, daß mit Tokat und Avci 2 Stammspieler kurzfristig verletzungsbedingt ausfielen.
    Mehr Gründe die erneute Niederlage zu erklären fallen mir aber nicht ein.

    Für die Gegner ist RWE in der Verfassung der letzten Wochen ein dankbarer Partner.
    Ein Treffer reicht momentan, um die unsicher und verkrampft wirkenden Essener zu schlagen.
    Die Körpersprache sagt auch Einiges aus.
    Für mich ist nicht wirklich ein Aufbäumen zu erkennen. Die Angriffsbemühungen werden nur halbherzig ausgeführt. Die Mannschaft scheint nicht mehr an sich zu glauben.

    Nehme ich allerdings die Leistungskurve von Dennis Lamczyk zur Brust, keimt wenigstens ein bisschen Hoffnung auf Besserung auf. Der Keeper hat seine Durststrecke überwunden, er findet mehr und mehr zu seiner alten Form. Auch Vincent Wagner spielte nach seiner langen Verletzungspause mit vollen Einsatz. Gewiß, ein zartes Pflänzchen Hoffnung, aber immerhin....

    Idar-Oberstein war trotz der Niederlage „meiner“ Mannschaft eine Reise wert, alleine schon wegen der Reisecrew.
    Die Fahrt im gepanzerten Luxusschlitten des Fanprojektes war ein Erlebnis. Mit „Adler“ Roland am Steuer, „Navigatorin“ Claudia, Super-Driver Achim als „Super-Sitznachbar“ sowie „Rückbankliegerin“ und „Fetenqueen“ Katja  war das Gefährt hochkarätig sympatisch besetzt.  HDKRWE hatte zudem die „KVOR“-Truppen als Geleitschutz verpflichtet.  Erst als „Adler“ Roland signalisierte, die letzten Kilometer durch wunderschön gelegene Ortschaften hinter sich zu bringen, verabschiedete sich der Konvoi der Bundeswehr taschentuchwinkend und sichtlich gerührt von uns.
    Die kurvenreiche Strecke beflügelte unseren Steuermann sichtlich, Navigatorin Claudia vergrub sich immer tiefer in ihr rot strahlendes Schmusekissen. Die ersten Papiertüten wurden verteilt. Von hinten rief Partyqueen Katja erneut  „19“ , was eine Erhöhung der dB zur Folge hatte. Herrliche Gebäude flogen an uns vorbei, ein Raunen ging durch den Bus. Fast wären wir vor lauter Staunerei in ein Katzenloch gefahren. Vorbei am „Dicken Hennes“ hatten wir schon bald unser Ziel, die  „Hölle von Idar-Odarstein“ erreicht.
    Der Rest ist bekannt......
    Die Rückreise unter Einfluß von „Kirner“, dem heimatlichen Gebräu mit Blei, war landschaftlich zwar nicht mehr ganz so attraktiv, aber auf alle Fälle lustig und kurzweilig.

    Auf diesem Wege nochmals mein herzliches Dankeschön an Roland und Claudia für´s Mitnehmen. Ich hoffe, ihr habt den Kaffee noch nicht auf. Es wird nachgeliefert.

    Gruß an Alle,

    es wird besser werden....hoffentlich, vielleicht !  

    Euer Happo.....

    Ach so, ein paar wenige Szenen (eigentlich die Besten, außer dem Tor von Heppke) konnte ich noch so eben einfangen.

     

     


     

     

    TGD Essen - Westn gegen Rot-Weiss Essen- Kommentar von Happo

    11.November 2011:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 0:5 , Halbzeit 0:5
    Tore: 0:1 Grummel (25.), Avci 0:2 (32.), Heppke 0:3 (33.) 0:4 Kaya (36.), 0:5 Avci (43.)
    Zuschauer: 700

    Der Pokal hat seine eigenen Gesetze, der Diebels-Pokal (diesmal) nicht. Das Ergebnis ist standesgemäß. Ich fasse mich kurz.

    Die ersten 15 Minuten waren einfach nur schwach von Seiten der Rot-Weissen. Die TGD spielte mutig und forsch nach vorne, ohne Torgefahr auszustrahlen. Danach übernahm RWE das Kommando, erhöhte das Tempo und nach dem fulminanten Führungstreffer durch Grummel klappte auch das Passspiel ausgezeichnet.
    Die Tore fielen wie am Fließband, wobei das 2:0 durch Avci ein echter Hammer war. Heppke in Manier eines Torjägers, Kaya nach schöner Kombination und wiederum Avci, diesmal aus kurzer Distanz entschieden die Partie vorzeitig.

    Applaus von lediglich 700 Zuschauern.

    In der zweiten Hälfte erspielten sich die Rot-Weissen noch 3-4 erstklassige Torchancen. Die größte vergab Cedric Vennemann mit seinem verschossenen Foulelfmeter. Der Landesligist hatte Pech mit einem Pfostenschuß. Einen Ehrentreffer hätten sie sich redlich verdient. RWE verlor zeitweise die Ordnung, es lief nicht mehr viel zusammen. Der gute Eindruck der ersten Hälfte wurde durch die schwachen zweiten 45 Minuten etwas getrübt.

    Immerhin eine Runde weiter, zu Null gespielt und 5 Tore erzielt. Auch wenn der Gegner kein Maßstab darstellte, ein Sieg tut immer gut.

    Grummel und Kaya lieferten eine ansehnliche Leistung ab. Guirino und Schlomm fielen etwas ab. Zu Dusy kann ich nicht viel sagen, dafür war sein Einsatz zu kurz. Kunz im Tor wurde kaum geprüft, daher auch schwer zu beurteilen. Vincent Wagner lief zwar mit neuer Frisur auf, zeigte aber eine altbekannte souveräne Abwehrleistung. Das macht Mut.

    Hoffentlich hat sich Kerim Avci nicht schwerer verletzt. Seine beiden Tore geben ihm sicherlich Auftrieb.

    Jetzt kommt es darauf an, in Idar-Oberstein eine "Serie" zu starten. Ich halte es für möglich.


     

    Rot-Weiss Essen gegen SC Wiedenbrück - Kommentar von HDKRWE

    05.November 2011:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 1:2 , Halbzeit 1:0
    Tore: 1:0 Lemke (19.), 1:1 Mainka (82.), 1:2 Jansen (85.)
    Zuschauer: 7716

    Ich hab nach dem Spiel gegen Lotte geschrieben, dass ich diese Saison einfach nur genießen will.
    Das Problem dabei ist allerdings, dass mir das derzeit absolut nicht gelingen will.
    Vielleicht hätte ich auch nicht in Urlaub fahren sollen, denn nach meiner Rückkehr  Mitte September war plötzlich der Wurm drin…….fing schon mit einem 0:4 in Gladbach am Rückreisetag an und fand gestern gegen Wiedenbrück seine wiederholte Fortsetzung.
    Fast wäre es gestern ja der ersehnte „dreckige Arbeitssieg“ geworden, den wir uns alle erhofft haben und der die „Wende“ bringen sollte.
    Aber eben nur fast; bis RWE wieder vom Fluch der späten Gegentore ereilt wurde.
    Nur kann man für die gestrige Niederlage sicherlich nicht wie bisher die aktuelle Verletztenmisere oder fehlendes Glück und hinzu kommendes Pech als Erklärung heranziehen.
    Für mich persönlich war der Abend gestern  – nicht nur wegen des Endergebnisses – eine einzige große Enttäuschung.
    Das Spiel hatte ziemlich viele von den Zutaten, die einem den Spaß am Zuschauen echt verleiden können.
    Viele kleine Fouls und entsprechende Unterbrechungen, kaum Spielfluß und wenige Torchancen.
    Die 15minütige Abtastphase zu Beginn war zum Einschlafen und wurde nur durch zwei Riesenchancen für Wiedenbrück unterbrochen.
    Zweimal lief einer der Gäste alleine auf Lamczyk zu und zweimal hat Lamczyk grandios pariert. Da sieht man schon mal darüber hinweg, dass er in der ersten Halbzeit bei einer Hereingabe vorbei gegriffen hat.
    Die Führung für RWE durch Kopfballungeheuer Lemke fiel dann wie aus dem Nichts aus der ersten Torchance für RWE.
    Ein sehenswertes Tor nach schön vorgetragenem Angriff und herrlicher Flanke.
    Zu diesem Zeitpunkt war allerdings nicht zu ahnen, dass dies auch die einzig nennenswerte Torchance für RWE im ganzen Spiel bleiben sollte.
    Nach der Führung hatte RWE bis zur Pause seine beste Phase und Wiedenbrück im Griff.
    Nur wurde diese Überlegenheit leider nicht dazu genutzt, den Vorsprung auszubauen.
    In der zweiten Halbzeit wurde von beiden Teams dann Fußball zum Abgewöhnen geboten.
    Bis zu den späten Gegentreffern haben weder Wiedenbrück, noch RWE etwas zustande gebracht, was man irgendwie als Torchance bezeichnen könnte.
    Für ein Heimspiel gegen eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel – also einen Tabellennachbarn - war das einfach zu wenig.
    Lag es nun an der fehlenden Unterstützung aus dem Mittelfeld oder an der Schwäche unseres Sturmes? Nach meiner bescheidenen persönlichen Meinung liegt das Problem eindeutig im Sturm.
    Sicher haben Tokat und Brauer aktuell noch immer nicht ihre Glanzform, aber dennoch gab es ja einige „Strafraumszenen“ für RWE, aus denen ein so genannter Knipser möglicherweise mehr gemacht hätte.
    Abgesehen vom Problem im Sturm hatte ich gestern aber auch insbesondere in der zweiten Halbzeit den Eindruck, dass RWE so ein bisschen (Zitat Wrobel) die „Galligkeit“ hat vermissen lassen.
    Es war bestimmt nicht so, dass der Einsatz grundsätzlich nicht gestimmt hätte, das sicher nicht.
    Aber man wurde in dieser zweiten Halbzeit das Gefühl nicht los, dass RWE dieses 1:0 nur irgendwie nach Hause schaukeln wollte und sich dabei von der nun wahrlich nicht Furcht einflößenden Leistung des Gegners hat einlullen lassen.
    Am Ende hat RWE ein Spiel gegen eine Mannschaft verloren, das angesichts des Tabellenstands und der Spielstärke dieser Mannschaft nie und nimmer verloren werden durfte.
    Es wurde aber verloren.
    Und aufgrund der gebotenen Leistung auch nicht unverdient.
    RWE wandelt derzeit auf einem schmalen Grat.
    Sicher, man kann nicht absteigen, aber man ist fleißig dabei, den Riesenbonus der Aufstiegssaison zu verspielen.
    Ich mag mir gar nicht das Szenario vorstellen, wenn es auch in Idar-Oberstein eine Pleite geben sollte.
    Die „hab-ich-immer-schon-gewußt-alles-scheiße-trainer-raus“-Fraktion wetzt jedenfalls schon fleißig die Messer.


     

     

    Eintracht Trier gegen Rot-Weiss Essen - "Kommentar" von der Trierer Homepage

    29.Oktober 2011:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 0: 0 , Halbzeit 0:1 :-))
    Tore: Fehlanzeige
    Zuschauer: 6.238

     

    Liest sich ganz gut, ist er doch aus "Gegners" Sicht verfasst worden.

     

    Vor 6238 Zuschauern – darunter 500 Anhänger des Deutschen Meisters von 1955 -fanden die Blau-Schwarz-Weißen keine Mittel gegen disziplinierte und kampfstarke Gäste.

    Die Gäste aus dem Ruhrgebiet versteckten sich drei Tage nach dem Aus im DFB-Pokalspiel an der Hafenstraße gegen Bundesligist Hertha BSC (0:3) beim tags zuvor gegen den HSV mit 1:2 nach Verlängerung ausgeschiedenen SVE nicht. Klare Chancen blieben für RWE über weite Strecken der ersten Hälfte zwar Mangelware, immer wieder suchten die Schützlinge von Trainer Waldemar Wrobel aber den Weg nach vorne.

    Bereits nach zwölf Minuten standen drei Eckbälle für die Essener zu Buche. Der SVE tat sich zunächst schwer im Spiel nach vorne. Ein Freistoß des engagierten Alon Abelski und ein Kopfball des Ex-Esseners Denny Herzig einen halben Meter übers Tor (11. Minute), eine Hereingabe von Abelski, bei der Oliver Stang einen Schritt zu spät kam (18.) und ein Schuss von Martin Hauswald übers RWE-Gehäuse nach langem Einwurf von Thomas Drescher (40.): Das war die ganze Trierer Offensivausbeute in Durchgang eins. Auf der Gegenseite setzte Benedikt Koep nach einer Ecke einen Kopfball nur um Zentimeter am SVE-Kasten vorbei (33.).

    Mit mehr Angriffslust kam der SVE aus der Kabine. Mit einem Freistoß indes hatte Thomas Drescher die große Chance zum 1:0; Dennis Lamczyk fischte die Kugel aber aus dem Eck (49.).

    Ab der 60.Minute richtete Coach Seitz sein Team noch offensiver aus. Ahmet Kulabas, der zunächst wegen muskulärer Probleme auf der Bank Platz genommen hatte, kam für Martin Hauswald in die Partie und bildete damit neben Wojciech Pollok die zweite Sturmspitze, während „Faz“ Kuduzovic auf die rechte Außenbahn wechselte.

    Die Eintracht hatte nun ständig den Vorwärtsgang eingelegt, richtig gefährlich wurde es gegen aufopferungsvoll kämpfende Essener aber zunächst praktisch nicht; Abelskis Schuss in Folge eines Drsecher-Freistoßes ging mehr als einen Meter am Tor vorbei (75.). Eng wurde es für RWE noch mal in der 81. Minute: Nach einem Steilpass von „Faz“ eilte aber Lamczyk rechtzeitig aus seinem Kasten und grätschzte den Ball vor dem heran stürmenden Kulabas weg. Eine Minute später tauchte der eingewechselte Thomas Kraus vor dem Essener Keeper auf; doch auch hier war Lamczyk im Bilde.

    Am Ende bleib es beim 0:0 – eine gerechtes Ergebnis, wie auch Mittelfeldspieler Holger Knartz befand: „Wir haben in der ersten Hälfte zu wenig Druck gemacht, uns in der zweiten Hälfte aber gut in die Partie gekämpft und noch ein, zwei gute Chancen verzeichnen können.“

    „Unsere 120 Minuten gegen den HSV am Dienstag hatten doch mehr Wirkung hinterlassen, als die Essener Partie gegen Hertha. Gegen Spielschluss hatten wir dann auch unsere Möglichkeiten. Ein Sieg wäre aber unverdient gewesen“, befand Kapitän Thomas Drescher.

    „Wir haben Trier 50, 60 Minuten keine Chance aus dem Spiel heraus gelassen und auch die eine oder andere Aktion nach vorne gehabt. Mit dem Spiel meiner Mannschaft bin ich absolut zufr4ieden“, bilanzierte RWE-Coach Waldemar Wrobel. Sein Gegenüber Roland Seitz sagte: „Wir können mit dem Ergebnis natürlich nicht zufrieden sein. In der ersten Hälfte wollten Kopf und Fleisch nach dem Pokalfight noch nicht so richtig. In der zweiten Hälfte wollten wir nochmal alles, der Gegner hat aber sehr tief gestanden und uns das Leben sehr, sehr schwer gemacht.“

    SVE: Poggenborg – Cozza, Stang, Herzig, Drescher – Karikari – Hauswald (60. Kulabas), Kuduzovic (82. Asma), Abelski, Knartz – Pollok (72. Kraus).

    RWE: Lamczyk – Lehmann, Jasmund, Denker, Grund – Heppke, Brauer – Koep, Tokat (74. Kuta), Lemke – Lenz (83. Avci)

    Dieser Bericht wurde mit freundlicher Unterstützung zur Verfügung gestellt vom WOCHENSPIEGEL. Mehr Sport von hier unter www.wochenspiegellive.de/lokalsport


     

     

    DFB-Pokal: Rot-Weiss Essen gegen Hertha BSC - Kommentar von Happo

    27.Oktober 2011:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 0:3 , Halbzeit 0:0
    Tore: 0:1 Ramos (65.), 0:2 Lasogga (72.), 0:3 Rukavytsya (87.)
    Zuschauer: 14.000

    Als Fan eines Regionalligaclubs sind solche Spiele wie gegen Hertha BSC echte Highlights. Volle Ruine, super Stimmung, dazu noch herrliches Fußballwetter.

    Die Vorfreude war auch bei mir riesengroß, zumal sich meine Freunde aus Ostwestfalen angesagt hatten. Mit Verspätung (fahren die denn alle mit dem PKW zum Spiel ?) konnte ich den Präfecten Micha, Marlies und Detlef von den Pripar´s sowie Marc und Schmey (Schmäh ausgesprochen :-)) von den "Blue Cores" in meiner unnacharmigen Art in Empfang nehmen. Auch der gute Hans aus dem fernen Bayern wollte unbedingt eine mögliche Pokalsensation live miterleben. Leider mußte uns Uwele wegen Krankheit die fest eingeplante Reise zur Hafenstraße absagen. Alles Gute Alter !

    Nur kein schnelles Gegentor kassieren, so lange wie möglich die Partie offen gestalten, nur keine Klatsche einfangen, so in etwa ging es mir durch den Kopf. Und dann vielleicht irgendwie ein Duseltor und dann.....das Herz wollte wohl wieder mehr.

    Für mich etwas überraschend setzten die Herthaner nicht voll auf Offensive. Sie begannen ziemlich verhalten, versuchten das Tempo aus dem Spiel zu nehmen und den Gegner so zu kontrollieren. Das kam den "Roten" entgegegen. Lediglich 2 Tormöglichkeiten ließen die im Abwehrverhalten gut postierten Essener zu. Und teilweise wurde sogar gut kombiniert. Allerdings war ca. 20 Meter vor dem Tor der Berliner Schluß mit der Herrlichkeit. Lukas Lenz stand einsam und allein an vorderster Front und rieb sich in kräftezehrenden Zweikämpfe auf.

    Nicht nur in dieser Phase hätte ich mir ein wenig mehr Risikobereitschaft gewünscht. Aber was soll´s, zur Halbzeit 0:0, das Mininmalziel war für mich bereits erreicht.

    Auch mit Beginn der 2.Hälfte änderte sich das Spielgeschehen nicht wesentlich. Rot-Weiss kämpfte weiterhin aufopferungsvoll, versuchte nun wenn auch zaghaft, eigene Akzente zu setzen. Das Publikum spang sofort darauf an und die Stimmung wurde nochmals besser.

    Doch wie sooft in den letzten Spielen reichte eine Unachtsamkeit aus, um in Rückstand zu geraten. Nach einer Ecke köpfte der eingewechselte bärenstarke Ramos zum 1:0 für die Berliner das Leder in die Maschen. Riesenjubel beim lautstarken Hertha-Anhang. Gut, Dennis Lamczyk wird vom Sportschau-Moderator der Treffer angekreidet. Für mich stellt sich eher die Frage, warum ausgerechnet Suat Tokat die Bewachung von Ramos übernahm. Suat gilt allgemein nicht als kopfballstark, von daher war es ein ungleicher Zweikampf.

    Das Spiel war aber noch nicht entschieden. Lemke bewies, daß immer noch ein Treffer für RWE fallen könnte. Sein Schuß fehlte letztendlich die Präzision.

    Leider mußte ich und mit mir gut 12000 Essener Fans die Hoffnung auf ein Weiterkommen kurze Zeit später begraben. Nach einem Freistoß kam Dennis Lamczyk zu spät und unentschlossen aus seinem Gehäuse. Pierre-Michel Lasogge (hat in der C-Jugnd von RWE gespielt) schaltete schneller und erhöhte völlig freistehend zum 2:0 für den Erstligisten.

    Damit war das Spiel gelaufen. Die Gäste spielten unaufgeregt und clever ihr Pensum runter und konnten gegen einen doch müder werdenden Gegner das Ergenis gar auf 3:0 erhöhen. Auch hier war Ramos mit seiner erstklassigen Vorarbeit maßgeblich beteiligt. Rukavytsya (den Namen muß man sich merken) brauchte nur noch einschieben.

    Daß sich RWE kurz vor dem Ende durch Lukas Lenz noch eine Torchance erspielte, zeugt von dem großen Engagement und Kampfeswillen der Mannschaft. Hut ab dafür !

    Über Sinn und Zeitpunkt der Auswechselungen kann man diskutieren. Denke einfach, die Kräfte der Akteure waren aufgebraucht.

    Wenn ich Hertha-Fan wäre, würde ich eher die Frage stellen, warum Ramos nicht von Anfang an aufgelaufen ist. Die Videoanalysen dürften doch eindeutig ergeben haben, wo RWE am anfälligsten ist. Die Tore unterstreichen das.

    Ich bin nicht überglücklich, wie auch nach einer Niederlage. Aber unter dem Strich hat sich Rot-Weiss sehr gut aus der Affäre gezogen. Das gilt auch für die Fans.

    Tokat scheint wieder besser zu werden. Auch Brauer´s Leistungskurve zeigt nach oben. Denker, alle Achtung. Jasmund erneut klasse. Das macht Hoffnung, zumal Vincent Wagner hoffentlich bald auch wieder auflaufen wird. Problematischer sieht es im Sturm aus, was meiner Meinung nach nicht nur am Spielermaterial, sondern auch am fehlenden Mut zum Risiko liegen kann. Ich bin ja kein Experte.

    Als die "Arminia-Fraktion" nach Spielende in aufgelockerter Runde bezeugten, daß sie von der Stimmung in der Ruine und auch von der Leistung der Mannschaft angetan waren, wußte ich:

    Ich bin stolz auf unser Team !

    Ganz herzliche Grüße an die Pripar´s und Blue Cores.

    euer Happo


     

     

    Rot-Weiss Essen gegen SF lotte - Kommentar von HDKRWE

    22.Oktober 2011:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 0:2 , Halbzeit 0:0
    Tore: 0:1 Wiwerink (80.), 0:2 Fischer (89.)
    Zuschauer: 6190

    Wie fang ich am besten einen Kommentar zum Spiel gegen Lotte an?
    Vielleicht mal wieder mit einem Einblick in mein Seelenleben.

    Ich hab mir nämlich nach dem Aufstieg im Sommer fest vorgenommen, diese Saison einfach nur zu genießen.
    Was mein ich jetzt damit?
    Ganz einfach; wenn das eingetreten wäre, was sich vor etwa 15 Monaten alle RWE-Fans sehnlichst erwünscht haben, ja dann würde RWE jetzt immer noch in der  NRW-Liga kicken.
    Unser aller größte Sorge war doch neben dem soeben noch rechtzeitig eingeleiteten Insolvenzverfahren, dass unsere „neue“ Mannschaft der Jungspunde – wie im Vorjahr, als sie noch die „Zwote“ war – gegen den Abstieg kämpfen muss.
    Das Ziel war also, die Klasse zu halten und im nächsten – also in diesem – Jahr vielleicht  wieder anzugreifen.
    Wie gesagt; wäre dieser Wunsch in Erfüllung gegangen, kickte RWE jetzt noch immer fünftklassig und alle wären zufrieden.
    Und was passiert? Besagte Jungspunde fabrizieren das Wunder von der Hafenstraße, legen eine Saison hin, von der wir alle noch unseren Enkeln erzählen werden und steigen einfach mal völlig unerwartet auf.

    Und genau deswegen will und werde ich diese Saison, die für mich eine „Bonussaison“ ist, einfach nur genießen.
    Und ja, ich gebe es offen und ehrlich zu; auch ich habe vor der Saison so ein „klein bißken“ von einem zweiten Wunder an der Hafenstraße geträumt.
    Wie gesagt; ich habe es nicht erwartet oder erhofft, ich habe nur ein bisschen davon geträumt.
    Und niemand wird bestreiten können, dass der Saisonbeginn diese Träumereien durchaus bestärkt hat…..10 Punkte nach fünf Spielen waren ja nicht ganz so schlecht…..
    Aber auch nachdem dieses Thema nun mittlerweile zu den Akten gelegt werden konnte, lass ich mir die Saison trotzdem nicht vermiesen.
    Ich will auch nicht von fehlendem Glück und dazu kommendem Verletzungspech schwafeln…..obwohl es ja zumindest beim Verletzungspech größtenteils berechtigt wäre……ich will und werde diese Bonussaison aus den oben angeführten Gründen weiterhin genießen.

    Zugegeben; fünf Pleiten in den letzten sechs Spielen machen nicht wirklich Spaß und das Spiel in Leverkusen zu genießen – in Wuppertal war ich beruflich verhindert - war beim besten Willen nicht möglich (siehe dazu den treffenden Kommentar von Tom123)
    Aber so ein Spiel trübt nicht meine positive Meinung, die ich von der Mannschaft immer noch habe.

    Auch gestern abend bin ich sicher nicht fröhlich pfeifend nach Hause gefahren.
    Ich war natürlich enttäuscht, aber ich war alles andere als unzufrieden.
    Denn RWE hat gegen den seit zig Spielen ungeschlagenen Tabellenführer ein im Rahmen seiner aktuellen personellen Möglichkeiten gutes Spiel gemacht und war sicher nicht schlechter als Lotte.
    Nach der anfänglichen deutlich spürbaren Nervosität hat sich RWE in die Partie reingebissen und ein Leistungsunterschied zu Lotte war absolut nicht zu erkennen.
    „Not-Innenverteidiger“ Denker hatte zwar einige Wackler, aber Torchancen für Lotte habe ich in der ersten Halbzeit nicht gesehen.
    Ganz im Gegensatz zu RWE. Wenn ich allein an das Ding von Lemke nach Traumpaß von Brauer denke…….acht von zehn Stürmern hätten da wohl eingenetzt…..der Heber von Lemke ist leider nur auf dem Netz gelandet.
    Man muss daher bei allem Wohlwollen gegenüber der Mannschaft trotzdem sagen, dass RWE neben den Verletzungsproblemen in der Abwehr ein Problem im Sturm hat….und das ist nicht verletzungsbedingt.
    Da ist einfach zu wenig Durchschlagskraft und die sich ergebenden Torchancen werden zu selten genutzt. Dreizehn Tore in elf Spielen ist eine doch stark verbesserungswürdige Quote.
    Das hat dann auch gestern letztlich den Unterschied ausgemacht.
    Lotte hatte im Vergleich nicht mehr und auch keine klareren Torchancen als RWE, aber sie haben von ihren Chancen eben zwei genutzt…..und RWE keine.

    Tierisch gefreut hat mich gestern die Reaktion der nach dem Abpfiff noch im Stadion verbliebenen Zuschauer.
    „Rot-Weiss-Essen-Gesänge“ nach einer erneuten Heimpleite und der vierten Pleite in Serie. Das ist – gerade in Essen – wahrlich nicht selbstverständlich.
    Ich bin mal gespannt, wie lange diese positive Einstellung der Fans bei weiteren ähnlichen Spielausgängen noch anhält.
    Oder nein, eigentlich will es gar nicht wissen. Lieber wär mir natürlich ein recht schnelles Erfolgserlebnis für die Mannschaft und die Fans.
    Etwa gegen Hertha?? Wohl eher nicht, das ist – um den Kreis wieder zu schließen – ein absolutes „Bonusspiel“ für mich, das ich einfach nur genießen will.
    Und wenn die Niederlage nicht allzu deftig ausfällt, werde ich das auch tun.

    Bis Mittwoch.

     


     

     

    Bayer Leverkusen II gegen Rot-Weiss Essen - Kommentar von Tom123

    15.Oktober 2011:

    Die Fakten:
    Endergebnis: 1:0 , Halbzeit 0:0
    Tore: 1:0 Abdelkader Maouel (66.)
    Zuschauer: 1150

    Nachdem Ihre Durchnässtheit HappoI mich schon zweimal gefragt hatte einen Spielbericht
    zu verfassen und da beim diesmaligen, dritten Fragen der Security-CEO HDKRWE hoffend
    in meine Augen schaute, konnte ich nicht mehr abschlagen. Promt kürzte der Chef allerdings
    HDKRWEs 5€ Provision - da ist er wirklich knallhart.

    Zu dieser Zeit wusste ich allerdings noch nicht, was da auf uns und damit erst recht auf mich
    zukommen würde....um es vorweg zu nehmen, es war ein sehr trauriger Nachmittag.

    Neben dem Prachtbau Bayerarena formierten wir uns auf der Südtribüne des "Ulrich-Haberland-Dome"

    Die Aufstellung verwunderte uns alle schon sehr, gleichzeitig waren wir aber auch umso gespannter,
    wie das Spiel aufgezogen werden würde, konnte man doch vorher lesen, dass Beton angerührt werden sollte.
    Heppke vor Jasmund und Schneider, Bene Koep rechts aussen, hinter ihm Vennemann und
    Tokat, wie von einigen Fans auch gewünscht, hinter Kaya!

    Nach den ersten 15 Minuten war uns allen eigentlich klar, dass hier und heute "etwas geht", die Bayer-
    Bubies waren sehr harmlos und auch wenn wir keine klaren Torchancen hatten, war unser Spiel nach a)den
    letzten Pleiten, b)nach erneutem Ausfall, diesmal Grund und c)nach erneuter Umstellung, recht gefällig.
    So hatte Bene Koep zwei, drei ordentliche Chancen, bei seiner größten Chance traf er den Ball leider nicht
    voll, allerdings war die Situation aufgrund der Flugkurve/des Aufsetzens des Balles in Verbindung mit dem
    Gegenspieler sehr schwer zu meistern. Da kam auch die ein oder andere gute Flanke rein, Kaya gefiel
    mir allein durch sein Laufpensum recht gut.

    Doch dann....ich weiss nicht ab welcher Minute, ich schreibe aus dem Bauch heraus und nicht mit dem Notizblock
    neben der Tastatur, es müsste etwa ab Hälfte der 1.HZ gewesen sein - kam nichts mehr! Offen gesagt, es
    wurde langweilig und ihr könnt mir glauben - RWE und langweilig - das fällt mir sehr schwer zu schreiben.

    In der Pause spendierte mir Helmut, ich darf ihn jetzt dutzen, eine Bratwurst. Selbstverständlich werde ich
    mich re-wangschieren!

    In HZ.2 hofften wir dann auf ein Aufbäumen, aber leider blieb es beim passiven Mitspielen, da war keine Power,
    keine Gefahr von uns auszumachen....
    Eigentlich bin ich jemand, der gerne leidenschaftlich und sehr gerne ausführlicher von einzelnen Szenen berichtet,
    aber dieser Spielbericht ist leider kein Spielbericht, kann er auch nicht sein, da es nichts mehr zu berichten
    gibt. Manchmal ist es auch so, dass man sich auf die Lippen beissen muss, man darf nicht immer alles von sich geben,
    ich darf das übrigens so schreiben, da ich kein Journalist bin.

    Da war doch noch etwas? Ja, ein Tor. Kuta köpft den Ball sehr unglücklich mit dem Hinterkopf schwach heraus,
    leichte Beute für die Leverkusener. Der Fehler passierte natürlich vorher, mit etwas mehr Power wäre dieser Ball
    nie und nimmer in die Box gekommen...nun sieht natürlich nur der arme Kuta dumm aus.
    Einige sagten, er hätte den Ball ins Toraus köpfen sollen, leider hätte er aber gar nicht genug Druck hinter die Kugel
    geben können.- Kopf einziehen und Drehung wäre wahrscheinlich das Beste gewesen, aber, nun ja..

    Eine unglückliche Niederlage unseres Teams in einem Spiel, welches keinen Sieger verdient gahabt hätte,
    hätte der Hund nicht geschissen, hätte er den Hasen mit der Fahrradkette erschlagen....

    Aber was fehlt da? Was ist da los? Fehlt da Selbstvertrauen? Ich weiss es einfach nicht, aber das Eine ist für mich klar,
    dieses Spiel haben wir nicht verloren, weil unsere Innenverteidiger fehlten....

    Unser Team wird zurückkommen, davon bin ich überzeugt, jeder wusste, dass es solche Phasen geben wird,
    oder das sie kommen könnten. Für mich war klar, dass ich aber auch dann weiterhin an das Team glauben werde.
    Aussagen wie "kein Regio-Niveau" sehe ich etwas anders, da ich bei allen Spielen war und gesehen habe, was die
    bisherigen Gegner drauf haben und weil ich unsere Jungs schon anders gesehen habe.

    Noch etwas: Wenn ich jetzt lese, dass Wrobel gehen soll und ich HABE es gelesen, dann fällt mir nichts mehr ein...

    Ohne Wrobel wären wir nicht in die Regionalliga aufgestiegen, ohne Wrobel würden wir jetzt gegen Viktoria Köln und
    KFC Ürdingen spielen, hiesse wahrscheinlich 3Jahre NRW-Liga.....

    Ich habe vor den nächsten Spielen etwas Sorge, vor allem vor dem, was da von den Rängen kommen wird...

     

     

     



     

     

     

     

     

     

     

     

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